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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: Profit and Lace
Episodennummer: 6x23
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 13. Mai 1998
Erstausstrahlung D: 17. Oktober 1998
Drehbuch: Ira Steven Behr & Hans Beimler
Regie: Alexander Siddig
Hauptdarsteller: Avery Brooks als Captain Benjamin Sisko, Rene Auberjonois als Odo, Michael Dorn als Lt. Commander Worf, Nana Visitor als Major Kira Nerys, Terry Farrell als Lieutenant Jadzia Dax, Colm Meaney als Chief Miles O'Brien, Siddig El Fadil als Doctor Julian Bashir, Cirroc Lofton als Jake Sisko, Armin Shimerman als Quark.
Gastdarsteller: Wallace Shawn als Zek, Henry Gibson als Nilva, Jeffrey Combs als Brunt, Max Grodénchik als Rom, Aron Eisenberg als Nog, Cecily Adams als Ishka, Chase Masterson als Leeta, Tiny Ron als Maihar'du, Sylvain Cecile als Uri'lash, Symba Smith als Aluura u.a.

Kurzinhalt: Zek und seine Ehefrau Ishka – zugleich die Mutter von Quark und Rom – statten Deep Space Nine einen Besuch ab. Vor kurzem hat Zek die Gesellschaftsordnung auf Ferenginar auf den Kopf gestellt, und eine Protestwelle ausgelöst – verfügte er doch in einem Erlass, dass Frauen ab sofort das Recht haben sollen, in der Öffentlichkeit Kleidung zu tragen, und Geschäfte abzuschließen. Daraufhin wurde er als Großer Nagus abgesetzt und interimistisch just Brunt zu diesem berufen. Noch ist seine Wahl jedoch nicht endgültig – und Zek hofft es, diese verhindern und seinen Posten wieder gewinnen zu können. Dafür muss er jedoch bis zur in Kürze stattfindenden Versammlung so viele Unterstützer wie möglich um sich scharren – und mit eben diesen möchte er sich auf DS9 treffen, um sie von seiner Politik zu überzeugen. Letztendlich gelingt es Quark, Rom und Nog jedoch trotz einer aufwändigen Anruf-Aktion, lediglich einen einflussreichen Ferengi dazu zu überreden, der Station einen Besuch abzustatten. Dort soll sich dieser mit Ishka unterhalten und von deren Geschäftssinn dermaßen beeindruckt sein, dass er Zeks Erlass unterstützt. Doch bei einem heftigen Streit mit Quark erleidet Ishka einen Herzinfarkt, und ist daraufhin nicht in der Verfassung, sich mit Nilva zu treffen. Nun ruht Zeks letzte Hoffnung auf Quark, der sich von Dr. Bashir zu einer Frau umoperieren lässt, um Nilva vom weiblichen Geschäftssinn zu überzeugen…

Denkwürdige Zitate: "Moogie! I was so worried."
"You're a good son."
"I was worried too!"
"And you're a good liar."
(Na zumindest einen guten Gag haben sie bei diesem furchtbaren Machwerk hinbekommen.)


Review: Episodenbild (c) CBS Ihr wisst ja, ich hab's nicht so mit den Ferengi-Folgen – "Die Beraterin" ist aber selbst unter diesen nochmal ein ganz ein spezieller Fall. Bereits von der ersten Hälfte der Episode war ich ja alles andere als angetan. Der Einstieg mit Quark, der seine Mitarbeiterin zu Oo-mox überreden will, und die Macher uns das als lustigen Gag verkaufen wollen, war in Wahrheit schon damals problematisch, reckt aber spätestens in der heutigen Zeit (Stichwort #metoo) sein fragwürdig-sexistisches Haupt. Unmittelbar darauf kommen Zek und Ishka an Bord, zwei Figuren, mit denen ich ebenfalls wenig bis gar nichts anfangen kann (ich schwöre, jedes Mal wenn ich das Wort "Moogie" höre bin ich in Versuchung, mich vom Balkon zu stürzen [keine Sorge, ich wohne im 1. Stock]), weshalb es mir halt auch schnurzpiepegal war, dass er als großer Nagus abgesetzt wurde und nun durch Brunt ersetzt werden soll. Kurz vor dem Intro schüttelt Quark den Kopf – und fasste damit meine eigenen Gedanken zur Folge perfekt zusammen. Und das waren erst die ersten paar Minuten!

Danach reagierte zuerst mal die Langeweile. Wie bei den meisten Ferengi-Episoden hat der Humor für mich hier einfach hinten und vorne nicht funktioniert. Vor allem das ständige Bestehen auf den Zusatz "acting Grand Nagus" wenn sie über Brunt sprachen empfand ich als mühsam, und verfehlte bei mir die gewünschte Wirkung als Running Gag leider völlig. Auch der Streit zwischen Quark und seiner Mutter machte es nicht besser. Mal ganz abgesehen davon, dass dieser völlig ausblendet, dass Zek auf Ishkas Hilfe angewiesen und ohne ihr wohl schon längst im Ruin gelandet wäre, hat für mich vor allem auch der plötzliche Schwenk von humorvoll-übertrieben zu ernst-tragisch (mit ihrem Herzinfarkt) überhaupt nicht funktioniert. Wie sich generell die gesamte Episode nicht entscheiden konnte, ob sie nun lustig oder ernst gemeint ist. Weil die behandelten Themen haben ja durchaus einen ernsten Kern, der Ton ist jedoch überwiegend locker-beschwingt. Jedenfalls war ich bereits in der ersten Hälfte von der Episode bestenfalls gelangweilt und schlimmstenfalls genervt. Und gerade als ich dachte, schlimmer kann es nun nicht mehr kommen, steht auf einmal ein weiblicher Quark vor uns – und die Episode spülte sich endgültig selbst die Toilette hinunter. Mal abgesehen davon, dass ich generell nicht der größte Freund solcher Geschichten bin (Ausnahmen wie "Blondinen bevorzugt" bestätigen die Regel; aber das ist halt auch ein Film von einem Ausnahmekönner) und dieser Art des Transvestitenhumors gut und gerne in den 50ern oder 60ern bleiben darf (läuft man dabei doch immer in Gefahr, in Geschlechterklischees zu verfallen und sich über Frauen lustig zu machen), geht "Die Beraterin" ja dadurch noch einen Schritt weiter, als Quark nicht einfach nur in Frauenkleider schlüpft, sondern sich tatsächlich von Dr. Bashir zu einer Frau umoperieren lässt.

Episodenbild (c) CBS Nun ist das genau genommen eine Idee, aus der man eine nette und wichtige Message hätte herausquetschen können. Eine solche Comedy-Folge wie "Die Beraterin" ist aber definitiv der falsche Rahmen, um ein derart sensibles Thema zu behandeln. Und auch unabhängig davon fand ich den Rest der Episode, mit dem umoperierten Quark, einfach nur mehr unerträglich. War der Ferengi-Humor davor schon nicht meins, fand ich alles rund um Quark als Frau dann einfach nur mehr furchtbar. Was immer sie damit beabsichtigt hatten – in meinem Fall hat es rein gar nicht funktioniert. Dagegen verkommst selbst die sich mir aufdrängende Frage, wie Zek mit einem einzigen Unterstützer das Votum zu seinen Gunsten drehen will, zur unbedeutenden Randnotiz. Und auch wenn man mit Quarks angedeuteter Läuterung am Ende versucht, doch noch die Kurve zu kratzen (und der zärtliche Moment zwischen ihm und Odo irgendwie niedlich war), war das zumindest in meinem Fall viel zu wenig, und viel zu spät, um die Episode auch nur ansatzweise zu rehabilitieren.

Fazit: Ich bin ja – vorsichtig ausgedrückt – generell kein großer Fan der Ferengi-Folgen, aber mit "Die Beraterin" hat man ja wohl nun wirklich den Bodensatz des Möglichen erreicht. Bereits in der ersten Hälfte hatte der Humor für mich wieder mal nicht funktioniert, und fand ich gerade mal eine einzige Szene zum Schmunzeln, und den Rest bestenfalls mühsam und schlimmstenfalls nervig. Aber sobald sich Quark in eine Frau umoperieren lässt, ist es dann endgültig vorbei. Dieses Thema ist einfach viel zu wichtig und sensibel, um es auf diese Art und Weise umzusetzen, und sich praktisch darüber lustig zu machen. Zumal sich die Episode generell nicht zwischen Drama und Farce entscheiden kann. Irgendwann fand ich das alles einfach nur mehr furchtbar, und wartete darauf, dass es endlich vorbei ist. Insgesamt ist "Die Beraterin" ein Totalausfall, wie ihn sich die Serie seit der ersten Staffel nicht mehr geleistet hat – und, so hoffe ich inständig, auch bis zu ihrem Ende nicht mehr leisten wird.

Wertung: 0.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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