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Startseite arrow Reviews arrow DVD arrow Deep Space Nine - 6x09: Statistische Wahrscheinlichkeiten
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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: Statistical Propabilities
Episodennummer: 6x09
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 22. November 1997
Erstausstrahlung D: 04. Juli 1998
Drehbuch: René Echevarria & Pam Pietroforte
Regie: Anson Williams
Hauptdarsteller: Avery Brooks als Captain Benjamin Sisko, Rene Auberjonois als Odo, Michael Dorn als Lt. Commander Worf, Nana Visitor als Major Kira Nerys, Terry Farrell als Lieutenant Jadzia Dax, Colm Meaney als Chief Miles O'Brien, Siddig El Fadil als Doctor Julian Bashir, Cirroc Lofton als Jake Sisko, Armin Shimerman als Quark.
Gastdarsteller: Jeffrey Combs als Weyoun, Casey Biggs als Damar, Jeannetta Arnette als Karen Loews, Tim Ransom als Jack, Hilary Shepard Turner als Lauren, Michael Keenan als Patrick, Faith C. Salie als Sarina Douglas u.a.

Kurzinhalt: Eine Gruppe von Menschen, die so wie Dr. Bashir in ihrer Kindheit einem Eingriff unterzogen wurden, um auf genetischer Ebene Optimierungen durchzuführen, kommen auf die Station. Bei den betreffenden vier Personen brachte der Eingriff jedoch, auch wenn er ihre Intelligenz erhöht hat, unerwünschte Nebenwirkungen mit sich. Jack ist hibbelig, Lauren lüstern, Patrick verhält sich – abseits seiner erhöhten Intelligenz – wie ein aufgeregtes Kind, und Sarina ist katatonisch. Karen, die sie sonst betreut, erwartet sich von Dr. Bashir dabei weniger medizinische als vielmehr psychologische Hilfe – hofft sie doch, dass die vier vom Kontakt mit einem anderen genetisch optimierten Menschen profitieren. Gemeinsam sieht man sich etwas später die Antrittsrede von Damar an, der nach Dukats Gefangennahme nun die Führung über das cardassianische Reich übernommen hat – natürlich unter "Duldung" des Dominion, vertreten durch den Vorta Weyoun. Dabei deduzieren die vier allein aufgrund seiner Rede und Körpersprache die Ereignisse rund um die Ermordung von Dukats Tochter. Dr. Bashir ist darüber so erstaunt, dass er bei Captain Sisko erwirkt, dass sie Aufzeichnungen der in Kürze auf der Station stattfindenden Verhandlungen mit dem Dominion erhalten. Doch als sie daraufhin Analysen zum Dominion-Krieg anstellen, schockieren sie Bashir mit einer düsteren Prognose…

Denkwürdige Zitate: "Surrender is not an option. Now, I'm happy to hear your group's advice on how to win this war, but I don't need your advice on how to lose it."
(Captain Sisko will vom Vorschlag des Think Tanks, zu kapitulieren, nichts mehr hören.)

"I can see two possible explanations for it. Either I'm more feebleminded than you ever realized, or you're not as smart as you think you are."
(Miles an seinen guten Freund Julian.)

"One person derailed your plans. One person changed the course of history. Now, I don't know about you, but that makes me think that maybe, just maybe, things may not turn out the way we thought."
(Julians optimistischer Schlussmonolog in Richtung Jack.)


Review: Episodenbild (c) CBS "Statistische Wahrscheinlichkeiten" hat bei mir etwas gemischte Gefühle hinterlassen. Grundsätzlich ganz gut hat mir mal alles rund um die vier Patienten gefallen. Klar waren sie sehr skizzenhaft und breit gezeichnet, mit dem hyperaktiven Jack, der lüsternen Laurie, dem kindlichen Patrick und der katatonischen Sarina, aber zumindest hinterließen die Figuren so bei mir – im Vergleich zu vielen anderen Gastfiguren – auch rasch Eindruck. Sie werden allesamt von den jeweiligen DarstellerInnen auch fantastisch gespielt, und so macht es doch einigen Spaß, dem Think Tank bei ihren Analysen zuzuschauen, wobei für mich neben der ersten Szene, wo sie mit Bashir bekanntgemacht werden, vor allem noch die mit dem Donauwalzer unterlegte Feier hervorstach. Auch ihre Schlussfolgerung, die Föderation zu verraten, konnte ich wenn ich sie natürlich auch keineswegs unterstütze so doch zumindest nachvollziehen. Aus ihrer Sicht und in der Überzeugung, dass es besser ist, wenn kurzfristig einige tausend Menschen sterben und dafür das Leben von Billionen von Lebewesen gerettet werden kann, macht diese Vorgehensweise – so hart sie auch sein mag – Sinn. Insofern hat alles rund um die vier genetisch optimierten Menschen für mich ziemlich gut funktioniert.

Mit einer Einschränkung: Ihre Schlussfolgerung zum Dominion-Krieg kaufte ich ihnen bzw. den Drehbuchautoren nicht ganz ab. Einerseits, da dieses in den letzten Wochen ja eher am absteigenden Ast war, und sie nach wie vor vom Nachschub aus dem Gamma-Quadranten abgeschnitten sind. Insofern sollten die aktuellen Prognosen doch eigentlich recht positiv sein, oder? Vor allem, wenn sich ihre Vermutung bewahrheitet und sich die Romulaner dem Krieg auf Seiten der Föderation anschließen. Insofern konnte ich ihre Schlussfolgerung nicht so recht nachvollziehen, und wirkte diese auf mich aus drehbuchtechnischer Sicht etwas verkrampft und konstruiert – dient sie doch einerseits dazu, Bashir in eine kleine Krise zu stürzen, und andererseits, die weiteren Ereignisse rund um den geplanten Verrat auszulösen. Zwar wird die düstere Prognose am Ende von Bashir eh wieder relativiert, dennoch, bereits damals konnte man sich denken, dass ihre Vorhersage wohl kaum eintreten wird, und vor allem auch rückwirkend im Wissen ob die weitere Entwicklung wirken diese genetisch optimierten Menschen dank ihrer falschen Prognose gleich um einiges weniger intelligent. Ein bisschen schwer tat ich mir zudem mir der gerade angesprochenen Krise von Bashir. Auf der einen Seite gefällt mir die Idee dahinter: Er ist so von seinen Fähigkeiten sowie jenen des Think Tanks überzeugt, dass er der Prognose blind vertraut. Die darin versteckte Warnung gefällt mir grundsätzlich gut. Zugleich tat ich mir aber aus den oben angesprochenen Gründen schwer, ihm seine daraus resultierende Depression zu glauben, weshalb ich mich nicht so recht darauf einlassen konnte. Am Ende wird die Figur zwar rehabilitiert, da er den Fehler in ihrer Berechnung – sprich: Eine einzige Person kann den Lauf der Geschichte verändern und damit auch ihre auf statistische Wahrscheinlichkeiten ruhende Prognose über den Haufen werden – aber im Mittelteil wirkte Julian auf mich aufgrund seines blinden Glaubens in die Vorhersage alles andere als wie ein Genie.

Fazit: Episodenbild (c) CBS "Statistische Wahrscheinlichkeiten" ließ mich mit etwas gemischten Gefühlen zurück. Positiv stach dabei vor allem der Einstieg ins Auge. Die vier genetisch optimierten Menschen, die jedoch allesamt unter verschiedenen unerwünschten Nebenwirkungen des Eingriffs leiden, werden zwar nur sehr eindimensional und oberflächlich, dafür jedoch auch sehr effektiv dargestellt. Jeder hinterlässt in wenigen Sekunden Eindruck, und bleibt somit auch in Erinnerung. Das stach definitiv positiv hervor. Und auch die Szene mit der Feier – Donauwalzer inklusive – hat mir sehr gut gefallen. Etwas schwerer tat ich mir dann schon mit ihrer düsteren Prognose zum Dominion-Krieg, die dem Zuschauer nie wirklich erklärt wird und auf mich doch sehr unplausibel wirkte. Selbst damals schon habe ich ihrer Vorhersage nicht geglaubt, und heutzutage, im Wissen ob des Weiteren Verlaufs des Krieges, wirken die vermeintlichen Genies gleich um einiges weniger genial. Auch mit Bashirs Reaktion tat ich mir schwer. Einerseits steckt in seinem blinden Vertrauen in ihre Prognose eine grundsätzlich gefällige Warnung, andererseits fiel es mir sehr schwer, seine entsprechende Überzeugung nachzufühlen. Letztendlich wirke der weitere Verlauf der Handlung für mich doch etwas konstruiert, und nicht immer überzeugend und glaubwürdig.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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