Darmstadt SpaceDays 2010: Dr. McKay stellt Projekte der ESA vor
Charity-Aktion und "Iron-Modeler"-WettbewerbKategorie: Conventions / Fandom - Autor: Roger Murmann - Datum: Donnerstag, 26 August 2010
Viele Stargate-Fans fragen sich, welchen Job Dr.McKay nach der Rückkehr der Atlantis-Station auf der Erde angenommen haben könnte. Die Veranstalter der
Darmstadt SpaceDays, Deutschlands einziger Modellbau-Ausstellung speziell für Science Fiction, Fantasy und Raumfahrt am
4. und 5. September im Darmstädter Bürgerhaus "Ernst-Ludwig-Saal" (Schwanenstraße 42), kennen bereits die Antwort:
Dr. McKay arbeitet im Europäischen Raumfahrtkontrollzentrum der ESA in Darmstadt (ESOC), ist selbst großer Stargate-Fan und wird am
Sonntag (5.9.) bei den SpaceDays einen Vortrag halten. Um die Verwirrung aufzulösen: es handelt sich dabei um den "echten"
Dr. McKay, Mike McKay, seit vielen Jahren Mitarbeiter des ESOC und Leiter zahlreicher Weltraummissionen. Dr. Mike McKay blickt in seinem Vortrag "Neue Welten entdecken: Die Europäische Weltraumorganisation ESA macht Science Fiction zur Realiät" zurück auf 400 Jahre Erforschung des Universums durch Europäer und zeigt auf, für welche Entdeckungen die Science Fiction als Inspiration diente. Wir bekommen einen Überblick über die Raumfahrt-Projekte der ESA und wie Science Fiction in den Missionen der ESA zur Realtität wird. Dr. McKay geht dabei auch auf Zukunkftsvisionen ein.
Neben Dr.McKay hat das Programm der SpaceDays aber noch zahlreiche weitere Highlights zu bieten. Hier einige Auszüge:
Prof. Dr. Markus Roth - Die Physik in Star Trek
Das Genre Science Fiction hat wie kein anderes die Phantasie des Menschen dazu animiert zu überlegen auf welchen Grundlagen und mit welchen Techniken Menschen dahin gehen können, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Damit hat die SF einen enormen Beitrag geleistet, insbesondere auch dadurch das viele jungen Menschen, inspiriert von spannenden Abenteuern, ihren Weg in die Wissenschaft gefunden haben. In meinem Beitrag möchte ich anhand einiger Beispiele, auch aus eigener Erfahrung, aufzeigen was heute bereits möglich ist, was vielleicht möglich sein wird und wo wir vermutlich an Grenzen stoßen, auf dem Weg zu den Sternen.
Referent: Professor Dr. Markus Roth (Institut für Kernphysik, Technische Universität Darmstadt. Forschungsgebiete: Labor-Astrophysik, Laser und Plasmaphysik, Kernfusion, relativistische Plasmaphysik,Physik mit ultra-intensiven Laserstrahlen).
Jürgen Lautner: Aliens vs Frankfurt - Die Welten des H.R.Giger
Was wäre Hollywood ohne seine Monster. Kaum ein Fantasy-, Science Fiction oder Horror-Film kommt ohne diese bedrohlichen Figuren aus. Der Schweizer Künstler HR Giger bereicherte den Kosmos dieser Wesen um zwei surreale Geschöpfe: Alien und Species. Doch der wahre Monstermacher der Traumfabrik ist ein anderer. Jürgen Lautner beleuchtet in seinem düsteren Multivisionsvortrag das Werk HR Gigers. Ein Schwerpunkt ist die Ausstellung im Frankfurter Filmmuseum im Jahre 2009. HR Giger hat jedoch ein viel breiteres Betätigungsfeld, das sich über die Jahrzehnt weiterentwickelt und gewandelt hat. Vieles davon kann im Giger-Museum in Gruyeres bewundert werden, dem eine Giger-Bar benachbart ist. Deren Interieur spiegelt das Oeuvre des Meisters ebenfalls wider. Jürgen Lautner hat auch diesen Wallfahrtsort für Gigerfans in der Schweiz besucht. Tauchen Sie ein in die Alptraumwelten eines großen Surrealisten, dessen Werk dem konservativen und bigotten Amerika häufig zu provokativ erschien.
Oliver Debus & Dr. Oliver Dreissigacker - Mythos "2012"
Neben dem Datum der ersten Mondlandung am 20.7.1969 ist wohl der 21.12.2012 jener Termin, der am häufigsten mit der Astronomie in Verbindung gebracht wird. An diesem Tag springt der Maya-Kalender auf Null und, glaubt man den "Experten", steht der Menschheit ein einschneidendes Ereignis bevor. Doch was genau? Eine Katastrophe epischen Ausmaßes oder der Sprung zu einer höheren Bewusstseinsebene? Wissenschaftsjournalist
Dr. Oliver Dreissigacker und Oliver Debus von der Deutschen Gesellschaft für Schulastronomie gehen dem Mythos auf den Grund und diskutieren in einem "Streitgespräch" die Ursachen und Auswirkungen dieses Phänomens.
Jack Moik / Robert Vogel - Hinter den Kulissen von NYDENION
Was lange währt, wird endlich gut. Das unabhängige deutsche Weltraumabenteuer NYDENION wird endlich fertig gestellt und kommt im Herbst in die Kinos und auf DVD heraus.
Robert Vogel hat dieses Filmprojekt seit 10 Jahren verfolgt und moderiert auch die Behind-the Scenes-Specials für die DVD und die Webseite. Zusammen mit Regisseur und Hauptdarsteller
Jack Moik werden beide über die lange Entstehungsgeschichte des Films erzählen und interessante Ausschnitte zeigen.
"Iron Modeler" gesucht
Dieser Wettbewerb hat in den USA eine langjährige Tradition und wird alljährlich während des Events
"Wonderfest" durchgeführt. Aus der Gruppe der Anmeldungen werden durch Losverfahren Teams aus 2-3 Modellbauern gebildet, die innerhalb von maximal 90 Minuten ein Modell zu einem vorgegebenen Thema bauen müssen. Das Thema wird erst zum Start der Bauzeit bekannt gegeben, Kreativität ist also gefragt. Jedes Team erhält einen "Basisbausatz", der in die Kreation mit eingebaut werden muss und darf sich außerdem aus einem Pool von "Modellbauschrott" bedienen. Die fertigen Modelle werden vom SpaceDays-Team bewertet, es gibt Trophäen und Preise. Das Gewinnerteam darf außerdem den Titel "Iron Modeler" tragen. Wer teilnehmen möchte, muss sich vorher per E-Mail bei
Marco Scheloske anmelden, und zwar bis spätestens zum 30. August
2010. Die Mailadresse lautet modellbau@spacedays.de
Benefizaktion zu Gunsten von "wünschdirwas e.V."
wünschdirwas e.V. ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit Sitz in Köln, der schwer erkrankten Kindern und Jugendlichen bundesweit Wunschträume erfüllt. Im März 1989 gegründet, konnte
wünschdirwas bis zu seinem 20jährigen Jubiläum im März 2009 bereits 5.000 Träume wahr werden lassen. In Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten von 60 Kinderkliniken und Krankenhäusern in Deutschland sind viele ehrenamtliche Helfer als Wunscherfüller für den Verein tätig. Zahlreiche Förderer und Sponsoren unterstützen wünschdirwas bei seinem Engagement, schwerstkranken Kindern mit der Erfüllung eines Traumes Freude und neue Kraft zu schenken. Prominente Botschafter des Vereins sind Dressurreiterin
Nadine Capellmann, die Autorin Cornelia Funke und Comedian Markus Maria Profitlich.
Die SpaceDays bitten jeden, der unsere zahlreichen kostümierten Fans fotografieren möchte, um einen kleinen, freiwilligen Obulus zugunsten von wünschdirwas e.V. Ebenso ist eine Benefiz-Auktion geplant. Gestiftet wurden hierfür unter anderem eine exklusive Führung durchs Darmstädter Raumfahrtkontrollzentrum ESOC oder Eintrittskarten für Europas größte Science Fiction Convention, die in Düsseldorf stattfindende Federation Con.
Informationen zum Programmablauf, zu den Zeiten und zur Veranstaltung
selbst findet man auf der Homepage oder auf der
Facebook-Fanseite des Events.