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"The House of the Devil": Regisseur Ti West im Interview Drucken E-Mail
Seit 29.01.2010 auf DVD & Blu-ray Kategorie: DVD & Kino - Autor: Ulrike Waizenegger - Datum: Dienstag, 09 März 2010
 
ShockTillYouDrop.com (STYD) führte ein Exklusiv-Interview mit dem Autor und Regisseur Ti West über seinen neuesten Film "The House of the Devil". Seit 29. Januar 2010 ist der Retro-Horrorschocker nun endlich auch in Deutschland auf DVD und Blu-ray erhätlich. West's satanische Thriller spielt in den 1980er Jahren. In den Hauptrollen sind Jocelin Donahue, Greta Gerwig, Tom Noonan, Mary Woronov, AJ Bowen und Dee Wallace zu sehen.

Der Filmemacher Ti West hat im Laufe der letzten Jahre eine beeindruckende Menge an Filmen im Horror-Genre zusammengebastelt. Seinen Einstand gab er mit der Indie-Produktion "The Roost", woraufhin der minimalistische, aber spannende Streifen "Trigger Man" folgte. Und irgendwann ging es dann mit "Cabin Fever 2" weiter.

Nun ist West zurück mit seinem bisher ehrgeizigstem Projekt: "The House of the Devil". ShockTillYouDrop.com (STYD) hat sich mit West getroffen und mit ihm über die Arbeit an diesem Projekts gesprochen. Der Regisseur erzählt, wie er es geschafft hat, ein authentisches 1980er-Jahre-Flair hinzubekommen und wie es war, mit den Genre-Veteranen Tom Noonan und Mary Woronov zu arbeiten.

Wir haben für euch die interessantesten Teile des Interviews zusammengefasst:

STYD: Also, die Idee für diese Geschichte kam Ihnen direkt im Anschluss an „The Roost", oder?
Ti West: Ja, das stimmt, das sollte mein nächstes Projekt werden, aber es hat einfach nicht hingehauen. Es war schlichtweg nicht der richtige Zeitpunkt. Aber ich glaube, jetzt ist es ein besserer Film, als wenn ich ihn damals gemacht hätte.

STYD: Lassen Sie uns ein wenig über den Cast reden. Mit Tom Noonan haben Sie ja bereits bei „The Roost" zusammengearbeitet. Wie war es, nun auch noch Mary Woronov mit im Team zu haben?
Ti West: Wir sind wunderbar miteinander ausgekommen. Mary hat mich schon immer fasziniert und ich wollte sie unbedingt für dieses Projekt haben. Sie hat ja eigentlich mit dem Schauspielern aufgehört und sich mehr auf ihre Malereien konzentriert. Für mich wurde also ein Traum war, als sie eine Ausnahme gemacht und bei diesem Film mitgespielt hat.

STYD: Wie sind Sie auf Jocelin Donahue für die Hauptrolle in „The House of the Devil" gekommen? Denn sie strahlt diese unglaubliche Unschuld aus. Kannten Sie sie von JT Pettys Film „The Burrowers"?
Ti West: Ehrlich gesagt, nein. Sie kam zum ersten Vorsprechen und ich habe von ihr ein Tonband bekommen und dann vereinbarten wir einen neuen Termin. Auch nach dem nächsten Treffen sagte ich ihr, sie solle nochmal wiederkommen. Ich habe das ein paar Mal gemacht um zu sehen, wie lange sie sowas mit sich machen lässt und vor allem wie engagiert sie ist. Aber sie war von Anfang an wirklich sehr gut und sie hat den Film voll und ganz verstanden und hat ihn auf einer sehr intellektuellen Ebene betrachtet, was sehr viele der anderen Schauspielerinnen, die reinkamen, nicht getan haben. Aber sie hat alles kapiert. Sie hat ihn verstanden und das hat es für mich sehr viel leichter gemacht, denn dieser Film steht und fällt mit ihr.

STYD: Ich würde gerne ein wenig über die Aufmachung, die Jade Healy dem Haus verpasst hat, sprechen, denn die ganzen Feinheiten, die verwendet wurden, um alles nach Anfang der 80er Jahre aussehen zu lassen, sind unglaublich...
Ti West: Jade hat das gesamte Haus verwandelt, denn es sah absolut überhaupt nicht so aus. Jedes Zimmer wurde entweder mit einem Teppich oder Linoleum-Boden versehen oder wurde tapeziert.

STYD: Ich habe mit AJ (Bowen) ein wenig darüber gesprochen, wie viele Gedanken Sie sich über all die kleinen Details gemacht haben.
Ti West: Ich denke, es gibt sehr vieles in dem Film zu entdecken, wenn man ihn sich öfters als nur einmal anschaut. Viele kleine Feinheiten und Andeutungen. Ich bin ein großer Fan von Filmen, bei denen man mit jedem erneuten Anschauen etwas Neues entdeckt.

STYD: Mir haben die Szenen mit Jocelin und Great Gerwig wirklich gut gefallen. Ich habe es ihnen wirklich abgenommen, dass sie beste Freundinnen sind, vor allem in der Pizzabuden-Szene.
Ti West: Ja, diese und die Szene wenn sie draußen vor dem Haus bei dem Auto stehen und streiten. Ich denke, das ist großartige Schauspielerei. Ich denke sogar, das ist die beste Schauspielerei im ganzen Film.

STYD: So sehr ich auch Tom Noonan, Mary Waranov und Jocelin Donahue in diesem Film mag, aber jetzt würde ich gerne über AJ Bowen reden, denn ich denke, er stiehlt allen die Show. Wie kam er zu dem Team? Kannten Sie ihn schon, bevor Sie mit ihm zusammengearbeitet haben?
Ti West: Wir haben uns während des South By Southwest-Festivals kennengelernt. Dabei habe ich festgestellt, dass wir beide solche Filme wie „Iron Eagle" und „Teen Wolf" lieben. Als ich nun also an „The House of the Devil" gearbeitet habe, dachte ich mir, dass er dafür geeignet wäre, also habe ich ihn angerufen und ihn gefragt ob er mitmachen will.

STYD: Was ich an „House of the Devil" besonders cool finde, ist die stetig ansteigende Begeisterungswelle. Die Mund-zu-Mund-Propaganda aufgrund von Festivals und Previews ist wirklich, wirklich gut. Wie haben Sie das erlebt? Haben Sie die Chance gehabt, sich den Film gemeinsam mit einem Publikum anzusehen?
Ti West: Ich sehe ihn mir eigentlich nicht mit einem Publikum an. Ich mein, ich stecke durchaus meinen Kopf mal in den Kinosaal wenn solche Szenen kommen wie „Bist du nicht der Babysitter?", weil mich das erheitert. Aber ich bin ein sehr persönlicher Filmemacher und ich mache Filme aus persönlichen Gründen - aber ich kann mir nicht meine eigenen Filme anschauen. Es ist genauso wie wenn man seine Stimme auf Tonband hört. Sowas kann ich einfach nicht. Ich bin jedoch sehr stolz auf den Film. Und nach dem ganzen Debakel mit Tribeca, konnte ich alles so zusammenbasteln, wie ich es wollte. Magnolia ist der beste und unterstützendste Vertreiber, mit dem ich jemals gearbeitet habe. Was die Begeisterungswelle angeht, so hat Magnolia einen großen Teil dazu beigetragen. Sie sind gut mit den Fans umgegangen und sie respektieren den Film. Sie haben mich sehr gut behandelt. Ich hoffe, die Leute erkennen, dass es ein Film ist, der es wert ist, ihn sich anzuschauen. Selbst wenn einem der Film nicht gefällt, sollte man Filme dieser Art und Firmen wie Magnolia unterstützen um gegen Mainstream-Filme anzukommen, die kaum Unterstützung brauchen. Anderenfalls können solche Filme nicht mehr produziert und herausgebracht werden.

Das vollständige Original-Interview findet ihr bei ShockTillYouDrop.com mit einem Klick auf den Quellen-Link am Ende dieser Meldung.
 
Mehr Infos zum Film:
Sam (Jocelin Donahue) ist ist eine hübsche College-Studentin im 2. Jahr. Sie ist so verzweifelt, an Geld für eine Kaution für eine Wohnung zu kommen, dass sie sich auf einen Babysitter-Job einlässt, obwohl sie rausfindet, dass es überhaupt kein Baby gibt. Mr. und Mrs. Ulman (Tom Noonan und Mary Woronov) sind das ältliche Paar, die Sam in den Wald locken. Mitten während einer Mondfinsternis. Megan (Greta Gerwig) ist Sams beste Freundin, die sie mit dem Auto zu dem Haus bringt, und nur widerwillig wieder wegfährt, obwohl sie den Verdacht hat, dass etwas nicht stimmt. Victor (AJ Bowen) scheint zunächst nur ein seltsamer Kauz zu sein, der um das Haus schleicht. Doch er macht Sam schnell klar, dass diese Nacht zu einem blutigen Kampf um ihr Leben werden wird.


Quelle: ShockTillYouDrop.com  

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