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Star Trek: Prodigy - 1x01/02: Lost and Found Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Paramount+

Originaltitel: Lost and Found
Episodennummer: 1x01/02
Bewertung:
Erstausstahlung USA: 28. Oktober 2021 (Paramount+)
Erstausstahlung D: noch nicht bekannt
Drehbuch: Kevin & Dan Hageman
Regie: Ben Hibon
Besetzung: Brett Gray als Dal R'El, Ella Purnell als Gwyn, Jason Mantzoukas als Jankom Pog, Angus Imrie als Zero, Rylee Alazraqui als Rok-Tahk, Dee Bradley Baker als Murf, Jimmi Simpson als Drednok, John Noble als The Diviner, Kate Mulgrew als Captain Janeway u.a.


Kurzinhalt: Dal ist einer von vielen, die in der Strafkolonie auf Tars Lamora, tief im Delta-Quadranten und weit außerhalb des Einflussbereichs der Föderation, ihren Dienst verrichten. Die Minen sind ein unwirtlicher Ort, das Leben beschwerlich, und eine Kommunikation mit den anderen aufgrund der unterschiedlichen Sprachen nicht möglich. Dal versucht immer wieder, zu entkommen, und in den Sternen ein neues Leben zu beginnen. Doch seine Versuche blieben bislang nicht nur immer erfolglos, sie ziehen auch den Unmut des Administrators der Kolonie, dem Diviner, und dessen Tochter Gwyn auf sich. Doch es gibt noch einen anderen Sträfling, der sich irgendwo in der Kolonie versteckt, und der dem Diviner ein noch größerer Dorn im Auge ist, nämlich Zero. Gwyn setzt Dal eine letzte Frist, um ihr Hinweise auf Zeros Aufenthaltsort zu liefern, sonst wird er dem brutalen Vollstrecker des Diviners, Drednok, zum Verhör übergeben. Um Zero zu finden, begibt sich Dal in die unterste Ebene der Mine. Dort stößt er dann schließlich zusammen mit Rok-Tahk auf ein verlassenes Sternenflottenschiff, welches ihr Ticket zur Flucht sein könnte – vorausgesetzt, es gelingt ihnen, dieses wieder in Gang zu bringen, bevor Gwyns Ultimatum abläuft…

Review: Episodenbild (c) Paramount+ Eigentlich hatte ich ja gar nicht vor, "Prodigy" zu besprechen. Die Serie schien mir dann doch zu sehr auf Kinder ausgerichtet zu sein; dementsprechend bin ich für die angestrebte Zielgruppe mittlerweile doch zu alt. Dann jedoch vernahm ich die ersten überraschend positiven, lobenden Stimmen, und da es mir ohnehin ein bisschen ein Dorn im Auge war, meine "weiße Weste" im Hinblick auf "Star Trek" zu verlieren – habe ich bislang doch noch jede Serie (und Episode) besprochen –, ich mir "Clone Wars" und "Rebels" bei "Star Wars" ja auch vorgeknöpft hatte, und "Discovery" jetzt ja ohnehin eine kurze Pause einlegt, dachte ich mir: Warum nicht. Nun nachdem die ich die erste Doppelfolge angeschaut habe, hoffe ich sehr, dass sich die von mir vernommenen Lobeshymnen auf die späteren Episoden bezogen haben, weil vom Auftakt war ich erstmal nicht sonderlich angetan. Denn: Irgendwie kam zumindest bei "Lost and Found" bei mir wieder einmal kaum Trek-Feeling auf. Tatsächlich fühlte ich mich, sowohl vom Animationsstil, als auch dem Ton her, teilweise sehr stark an "Star Wars: The Clone Wars" erinnert. Dass Drednok so aussieht wie ein Abklatsch von General Grievous, hilft auch nicht gerade, die Parallelen weniger offensichtlich zu machen.

Aber auch das Setting hat hier, abseits des verlassenen Sternenflottenschiffs, erstmal noch wenig von "Star Trek", und wenn es nicht den Auftritt einer Medusa, einem Kazon und eben dem Schiff – inklusive Kathryn Janeway – gäbe, könnte man sich in jedem beliebigen Universum (oder eben definitiv auch bei "Star Wars") wähnen. Der Gag rund um Rok-Tahk hat mich leider auch nicht überzeugt, da Universalübersetzer zwar, wie der Name schon sagt, übersetzen, aber doch keine Stimmen verändern. Am schwersten wiegt aber, dass ich mir mit Dal hier erstmal noch ziemlich schwer tat, fand ich den doch mit seiner hyperaktiven Art anstrengend bis nervig. Ich hoffe sehr, das legt sich noch. Um nicht nur zu meckern: Die – nur aus Außerirdischen – bestehende Crew birgt von der Zusammensetzung her einiges an Potential (auch wenn ich auf den blobartigen, niedlichen Yaphet-Verschnitt Murf dann doch lieber verzichtet hätte). Wie auch das Grundkonzept dieser bunt zusammengewürfelten Bande, die nun los fliegt, um die Sterne zu erkunden, und wohl auch nach Dals Heimatwelt zu suchen. Zudem sieht das Ganze, den starken "Clone Wars"-Eindruck mal ausgeblendet, soweit ganz nett aus, sowohl was das Design der Aliens und insbesondere des Föderationsschiffes, als auch die Animation an sich betrifft. Die Idee, mit Kathryn Janeway als Lehr-Hologramm die Verbindung zum klassischen "Star Trek" zu wahren, finde ich ebenfalls nett. Vor allem aber hat es mir "Prodigy", zumindest in dieser Auftaktfolge, musikalisch überaus angetan. Das Hauptthema stammt ja aus der Feder des Reboot-Komponisten Michael Giacchino (den ich ausreichend schätze, um ihm für seine Beteiligung an den Filmen keinen Vorwurf zu machen), die Musik selbst von der mir bislang unbekannten Nami Melumad – und die liefert hier in meinen Ohren nicht weniger als den bislang besten und schönsten Score einer "New Trek"-Serie ab. Nun hoffe ich, dass die Flucht von der Strafkolonie, und der Flug durch ein All voller Wunder, ab der nächsten Folge nun auch noch gutes altes "Star Trek"-Flair aufkommen lässt. Weil dann wird es mit mir und "Prodigy" ja vielleicht doch noch was.

Fazit: Episodenbild (c) Paramount+ Ich hoffe sehr, dass "Lost and Found" nicht repräsentativ dafür war, was wir von der Serie erwarten könnten, sondern halt nur erstmal das Setting und die Figuren vorstellte – weil "Star Trek"-Feeling kam bei der Handlung auf bzw. in dieser Strafkolonie leider kaum auf. Tatsächlich fühlte ich mich sowohl inhaltlich, tonal als auch optisch teilweise sehr an "Star Wars: The Clone Wars" erinnert – und nein, das ist jetzt (trotz dessen famosen Finale) jetzt nicht unbedingt als Kompliment gemeint. Der Humor war auch nur bedingt meins, und mit Dal tue ich mir bislang ebenfalls noch eher schwer. Immerhin, das Setup an sich hat schon Potential, die Figurenriege ist ebenfalls interessant, der Auftritt vom Janeway-Hologramm war ebenfalls nett, und vor allem musikalisch hatte es mir diese doppelte Auftaktfolge höchst angetan. Vorerst vermute ich aber mal, dass das nostalgisch-humorvolle und mit zahlreichen Anspielungen aufwartende "Lower Decks" von den beiden aktuellen "Star Trek"-Animationsserien meinen Geschmack mehr treffen könnte (wobei ich auch dort von der Pilotfolge erstmal nur bedingt begeistert war).

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2021 Paramount+)







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