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Discovery - 3x12: Es gibt Gezeiten… Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Netflix

Originaltitel: There Is a Tide…
Episodennummer: 3x12
Bewertung:
Erstausstahlung USA: 31. Dezember 2020 (CBS All Access)
Erstausstahlung D: 01. Januar 2021 (Netflix)
Drehbuch: Kenneth Lin
Regie: Jonathan Frakes​
Hauptdarsteller: Sonequa Martin-Green als Michael Burnham, Doug Jones als Saru, Anthony Rapp als Paul Stamets, Mary Wiseman als Sylvia Tilly, Wilson Cruz als Hugh Culber, David Ajala als Cleveland 'Book' Booker.
Gastdarsteller: Oded Fehr als Charles Vance, Noah Averbach-Katz als Ryn, Janet Kidder als Osyraa, Kenneth Mitchell als Aurellio, Annabelle Wallis als Zora, Jake Weber als Zareh, Emily Coutts als Lt. Keyla Detmer, Patrick Kwok-Choon als Lt. Gen Rhys, Oyin Oladejo als Lt. Joann Owosekun, Ronnie Rowe Jr. als Lt. R.A. Bryce, Brendan Beiser als Eli, Lisa Berry als Kanak, Avaah Blackwell als Lt. Ina, Nicole Dickinson als Strong Regulator, Vanessa Jackson als Lt. Audrey Willa u.a.


Kurzinhalt: Osyraa hat die Kontrolle über die U.S.S. Discovery übernommen. Mit dem Schiff als trojanisches Pferd gelingt es ihr, ins Hauptquartier der Sternenflotte einzudringen. Doch Admiral Vance erkennt schon bald, dass hier etwas vor sich geht, und lässt die Discovery von anderen Schiffen der Sternenflotte abfangen. Osyraa kommt daraufhin an Bord der Station, um Vance einen Vorschlag zu unterbreiten. Sie möchte einen Waffenstillstand zwischen der Föderation und der Smaragdkette aushandeln, und so gemeinsam in eine glorreiche Zukunft vorstoßen. Als Zeichen des guten Willens hat sie einen Großteil der Discovery-Crew freigelassen; einzig die Brückenbesatzung behält sie als Faustpfand zurück. Diese wiederum hat den Kampf um ihr Schiff noch lange nicht aufgegeben. Mit einer Ablenkung gelingt es ihnen, die sie bewachenden Piraten auszuschalten. Darüber hinaus haben es Michael und Booker mit einer halsbrecherischen Aktion geschafft, praktisch in letzter Sekunde an Bord der Discovery zu gelangen, bevor diese den Schutzschild der Föderation durchflogen hat. Während sich Booker zur Ablenkung gefangennehmen lässt, versucht Michael, in den Maschinenraum zu gelangen, um Paul Stamets von Bord zu schaffen – und Osyraa somit den Zugriff auf den Sporenantrieb zu verwehren…

Review: Episodenbild (c) Netflix Ja, ich gebe unumwunden zu: Ich habe bei "Discovery" mittlerweile aufgegeben. Das mit mir und dieser spezifischen "Star Trek"-Inkarnation wird einfach nichts mehr. Der eine oder andere mag mir deshalb vorwerfen, voreingenommen zu sein und immer nur nach den Haaren in der Suppe zu suchen. Aber glaubt mir: Mir wäre nichts lieber, als wenn mich eine Folge der Serie endlich mal wieder ordentlich unterhalten würde. Leider aber wollte das auch "Es gibt Gezeiten" wieder einmal nicht gelingen. Zwar war sie insofern wieder ein Schritt in die richtige Richtung, als ich sie zumindest nicht bescheuert fand. Dafür war sie in meinen Augen aber leider sterbenslangweilig. Lange Zeit war mir selbst nicht ganz klar, wieso mich das Geschehen eigentlich so wenig interessiert. Bis es mir dann endlich bewusst wurde: Die Macher halten es uns leider nicht für notwendig, uns näher in das Einzuweihen, was hier eigentlich vor sich geht. Die Handlung hier steuert recht eindeutig auf diesen einen Moment in der nächsten Folge zu, wo Tillys Plan dann aufgeht, und wir als Zuschauer ob ihrer Genialität in Begeisterung ausbrechen sollen, und sie dann wohl auch zum Lieutenant befördert wird (auch wenn die von den Sphärendaten kontrollierten Droiden – und, ganz ehrlich: Ja, liebe Discovery-Macher, ihr habt erkannt, was "Star Trek" braucht: Niedliche Droiden! Gut gemacht! – sicherlich nicht zum Plan gehörten, und bei der Rückeroberung wohl auch eine gewichtige Rolle spielen werden.)

Zur Verdeutlichung ein Beispiel dafür, wie man es richtig macht: in den "Oceans"-Filmen wird der Plan für den jeweiligen Überfall immer lang und breit erklärt. Wir wissen, welche Aufgabe jeder hat, und sind dementsprechend gespannt, ob ihm diese gelingen wird. Und wenn es dann an der einen oder anderen Stelle zu Problemen kommt, wissen wir genau, was auf dem Spiel steht, und sind dementsprechend gespannt, wie sie aus dieser Nummer wieder herauskommen werden. Und jetzt stellt euch vor, man würde auf diese Planungsszene verzichten. Wir wüssten nicht, was jeder eigentlich tun muss, und damit auch nicht, ob bzw. wann was schief geht. Und genau vor dem Problem stehen wir bei "Es gibt Gezeiten…". Die einzige Person, wo wir ungefähr wissen was sie vor hat, ist Michael, die zu Paul gelangen will, um Osyraa den Zugriff auf den Sporenantrieb zu entziehen. Aber ansonsten scheinen die Figuren planlos umherzuirren. Es hilft auch nicht, dass man als Zuschauer keinen Eindruck hat, wie groß Osyraas Besatzungsmacht denn eigentlich ist. Wurde das Schiff völlig überrannt, oder sind in Wahrheit eh nur 10-15 Piraten an Bord? Auch das wäre einfach notwendig, um die Lage vernünftig einschätzen zu können. Erschwerend kommen auch wieder einige logische Ungereimtheiten hinzu. So wird Michael ja auf den Sensoren des Schiffes nicht registriert, weil Bookers Gerät ihr Lebenszeichen unterdrückt. Aber was ist mit der geflohenen Brückenbesatzung? Warum ist es der Piraten-Crew nicht möglich, herauszufinden, wo sie stecken? Unverständlich war mir auch, warum Michael Pauls Vorschlag, sofort zum Nebel zurückzuspringen, ablehnt. Klar wäre ein Sprung noch keine Lösung für das Problem der besetzten Discovery, aber man würde damit zumindest das Hauptquartier der Föderation außer Gefahr bringen. Was wäre daran so schlecht? Und dann war das ganze teilweise auch wieder sehr klischeehaft, wie z.B. mit dem einen Anhänger, dem zunehmend Zweifel an Osyraas Führung kommen; um diese zu verstärken, darf sie auch den Andorianer, dessen Tod ich ja eigentlich schon in "Aasgeier" vermutet hatte, nun doch noch umbringen. So gesehen war es kein Schock und keine Überraschung, es geschah einfach nur später, als ich dachte.

Episodenbild (c) Netflix Wisst ihr, was ich spannend gefunden hätte? Wenn Osyraas Verhandlungen mit Admiral Vance erfolgreich gewesen wären. Der Discovery-Crew gelingt es zwar, ihr Schiff wieder unter Kontrolle zu bekommen, letztendlich ist es aber ein Phyrrussieg, weil die Föderation ohnehin einen Waffenstillstand mit der Smaragdkette (oder wie immer "Emerald Chain" bei uns übersetzt wurde) geschlossen hat. Ein Ignorieren von Osyraas Verbrechen in der Vergangenheit zum Wohle der Zukunft, das wäre spannend und mutig (und überraschend) gewesen. Und kommt mir jetzt bitte nicht mit den moralischen Werten der Föderation und "man kann ihr ja das, was sie getan hat nicht einfach so verzeihen" – weil das war genau das, was man zuvor bei Georgiou getan hat, die uns in weiterer Folge ja sogar als geläuterte Heldin präsentiert wurde, und um die wir erst vor zwei Episoden ausgiebig trauern sollten. Osyraa hingegen wird trotz ihrer letztendlich guter Absichten (über die Methoden kann man natürlich geteilter Meinung sein) wieder zurück ins Bösewichtin-Eck gedrängt. Meh. Last but not least, ein bisschen unfreiwilliger Humor: Als Zareh zu Beginn der Folge zu Tilly sagt "Remember me?" habe ich aufrichtig geantwortet: Nö, keine Ahnung, wer zur Hölle sollst du sein? Der Kerl hatte bei seinem Auftritt einfach keinerlei Eindruck bei mir hinterlassen. Was leider auch überwiegend für die dritte "Discovery"-Staffeln in ihrer Gesamtheit gilt. Immerhin, ein Lichtblick: Eine Folge noch, dann hab ich's vorerst wieder hinter mir.

Fazit: Frühere Episoden haben mich zwar weitaus mehr geärgert, dafür fand ich "Es gibt Gezeiten…" aber leider furchtbar langweilig. Ohne genaue Idee, worin genau Tillys Plan besteht (damit man uns in der nächsten Folge dann mit dessen Genialität überraschen kann) hatte ich einfach keinerlei Grund, hier mitzufiebern. Zumal wir halt auch keine genaue Idee hatten, wie viele Piraten denn eigentlich auf dem Schiff sind, und auch, wie genau Osyraas Vergeltungsplan aussähe, wenn Admiral Vance ihrem Vorschlag nicht zustimmt (zumal die Discovery ja ohnehin von anderen Schiffen umzingelt ist). Und das ist eben das Problem: Ohne zu wissen, was jeder vor hat, und vor allem auch, was denn eigentlich bei einem Scheitern genau auf dem Spiel steht, hatte ich auch keinen Grund, mich für das, was hier vor sich geht, zu interessieren. Und so fand ich "Es gibt Gezeiten…" leider überwiegend langweilig, wobei sich vor allem das längere Gespräch zwischen Stamets und dem Wissenschaftler gezogen hat. Zumal das mit dem einen Kerl mit Gewissen in der Truppe, dem jetzt Zweifel an ihrer Vorgehensweise eingeimpft werden, halt auch schon verdammt ausgelutscht ist. Da hilft es leider auch nicht viel, dass das Ganze von Jonathan Frakes angenehm klassisch und insgesamt solide inszeniert war; es scheiterte wieder einmal am Drehbuch, dass es nicht verstand, Spannung zu erzeugen, und/oder einen klaren roten Faden zu präsentieren, weshalb sich hier letztendlich eine belanglose Szene auf die andere reiht. Da gelang es früheren Episoden oder Filmen ungleich besser, ein solches Belagerungsszenario auf spannende Art und Weise umzusetzen.

Wertung: 1.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2020 Netflix)




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