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Discovery - 3x06: Aasgeier Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Netflix

Originaltitel: Scavengers
Episodennummer: 3x06
Bewertung:
Erstausstahlung USA: 19. November 2020 (CBS All Access)
Erstausstahlung D: 20. November 2020 (Netflix)
Drehbuch: Anne Cofell Saunders
Regie: Douglas Aarniokoski
Hauptdarsteller: Sonequa Martin-Green als Michael Burnham, Doug Jones als Saru, Anthony Rapp als Paul Stamets, Mary Wiseman als Sylvia Tilly, Wilson Cruz als Hugh Culber.
Gastdarsteller: Michelle Yeoh als Philippa Georgiou, David Ajala als Cleveland 'Book' Booker, Oded Fehr als Admiral Charles Vance, Ian Alexander als Gray Tal, Noah Averbach-Katz als Ryn, Blu del Barrio als Adira Tal, Ian Lake als Tolor, Emily Coutts als Lt. Keyla Detmer, Patrick Kwok-Choon als Lt. Gen Rhys, Oyin Oladejo als Lt. Joann Owosekun, Ronnie Rowe Jr. als Lt. R.A. Bryce, Sara Mitich als Lt. Nilsson, Julianne Grossman als Discovery computer, Avaah Blackwell als Captain Rahma, Vanessa Jackson als Lt. Audrey Willa, Daniel Jun als Lai, Danijel Mandic als Salvage Regulator, Antonio Ortega als Engineer, Linford Mark Robinson als Captain L'Teis Kardashev, David Benjamin Tomlinson als Linus the Saurian, Katherine Trowell als Captain Bandra u.a.


Kurzinhalt: Nach einer dreiwöchigen Überholung ist die U.S.S. Discovery nun bereit für ihren ersten Einsatz. Vorerst heißt es jedoch warten. Denn als einziges Schiff, dass praktisch von einer Sekunde auf die nächste an jeden Ort in der Galaxis reisen kann, wird es von Admiral Vance für allfällige Notfälle zurückgehalten. Zumal er befürchtet, dass es innerhalb der nächsten Stunden zu einem Überfall auf den Planeten Argeth kommen könnte. Kurz darauf registrieren die Sensoren vor dem Störfeld in dem sich die Überreste der Föderation befinden ein Schiff. Es handelt sich um Books Raumschiff, allerdings befindet sich nur seine Katze Grudge an Bord. Eine aufgezeichnete Nachricht informiert Michael darüber, dass es ihm auf dem Schrottplaneten Hunhau gelungen ist, eine Black Box von einem Schiff der Föderation, welches beim Brand vernichtet wurde, sicherzustellen. Sobald er jedoch nicht innerhalb von vierundzwanzig Stunden wieder aufs Schiff zurückgekehrt ist, flog dieses per Autopilot zur Zentrale der Föderation. Michael will unverzüglich losfliegen, um Book aus welcher Bredouille auch immer er geraten ist, zu befreien. Als Captain Saru sie an den Befehl des Admirals erinnert, handelt sie auf eigene Faust, und fliegt gemeinsam mit Philippa Georgious los, um Book zu retten, und die Black Box sicherzustellen…

Denkwürdige Zitate: "She made a choice, and now because of that, you don't have one."
(Tilly zu Saru im Hinblick auf Michaels Alleingang.)

Review: Episodenbild (c) Netflix "Aasgeier" hat mir zumindest wieder die Spur besser gefallen als die Folge zuvor, begeistert bin ich von der dritten Staffel aber nach wie vor nicht (nicht, dass die ersten beiden wesentlich besser gewesen wären). Positiv fand ich in erster Linie, dass Burnhams Insubordination nicht ohne Folgen bleibt. Die Art und Weise, wie es dazu kam, fand ich zwar wieder mal enorm konstruiert (dazu gleich), aber ich hatte echt die ganze Zeit damit gerechnet, dass Michael letztendlich – da sie mit ihrer Mission erfolgreich ist – mit ein bisschen auf die Finger klopfen davonkommt. Dass sie vielmehr vorerst den Posten als erster Offizier der Discovery verliert, hat mich somit durchaus positiv überrascht – und war nach ihrem Verhalten auch folgerichtig, und nun wirklich das Mindeste. Recht nett fand ich auch die gemeinsamen Szenen von Stamets und Adira. Hier vermittelt "Discovery" tatsächlich eine wichtige, wertvolle und gefällige Message der Akzeptanz (ob eine solche Reaktion – und unter der Voraussetzung, der Tote wäre nur eingebildet – im echten Leben auch so gut, und gesund, wäre, darüber könnte man zugegebenermaßen diskutieren; allerdings bin ich kein Psychologe, sprich, das sollen andere beurteilen). sollen Psychologen beurteilen). Und die Szenen mit Tilly und der Katze waren ebenfalls ganz nett.

Der letzte wesentliche Pluspunkt: Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob es die ganzen technologischen Spielereien wie das Nano-Schiff und die persönlichen Transporter (die wie ich fürchte in Zukunft zum einen oder anderen Logikfehler führen könnten, wenn man sie eigentlich gut brauchen könnten, sie aber trotzdem nicht eingesetzt werden) unbedingt gebraucht hat, aber dass man die Discovery auf- bzw. umrüstet, war schon allein im Hinblick auf Waffen und Schilde alternativlos. Schön, dass die Macher zumindest so viel Verständnis für innere Logik aufbrachten. Von solchen positiven Ausnahmen schreiben sie sich aber auch weiterhin alles so zusammen, wie sie es gerade brauchen, unabhängig davon, ob es Sinn ergibt. Burnhams Insubordination ist dafür das beste Beispiel. Ja, ich verstehe – und stimme sogar zu – warum es Michael so wichtig ist, den Grund für den Brand in Erfahrung zu bringen. Es gilt, auszuschließen, dass so etwas in der Zukunft noch einmal passieren könnte. Aber warum meint sie, dass es unbedingt jetzt sofort sein muss, und nicht zwölf Stunden – bis die aktuelle Bereitschaft der Discovery abgeschlossen ist – warten kann? Andererseits fragt man sich, warum Saru das Anliegen nicht zu Admiral Vance bringt; immerhin wäre es der Discovery im Bedarfsfall dank des Sporenantriebs möglich, unverzüglich nach Argeth zu springen, falls es notwendig sein sollte. Dafür muss das Schiff ja nicht tatenlos im Hauptquartier bleiben. Und falls das tatsächlich aus mir unerfindlichen Gründen nicht möglich gewesen wäre, so hätte er doch zumindest Michael mit Books Schiff und jemandem wie eben Georgiou auf eine entsprechende, sanktionierte Mission schicken können. Immerhin würde das die Fähigkeit der Discovery, auf eine Krise zu reagieren, nicht wesentlich beeinträchtigen (zumal, wie vor zwei Folgen erwähnt, Burnham ja letztendlich eh keine entscheidende Funktion an Bord übernimmt). Genauso hätte allerdings Georgiou – die wenn ich es richtig verstanden habe ja immer noch eine Art freie Agentin ist, und somit nicht der Kommandostruktur der Sternenflotte untersteht) – allein aufbrechen können; aber, natürlich, dann hätte die Serie den Fokus auf ihre Heilsbringerin, die unbedingt immer im Mittelpunkt stehen muss, verloren.

Episodenbild (c) Netflix Das ist eben auch ein wesentlicher Unterschied zu früheren Serien, wo man die Aufmerksamkeit zwischen den Besatzungsmitgliedern doch stärker hin- und herschob. Was uns schließlich zur Frage führt: Warum ist und bleibt Michael eigentlich auf der Discovery? Wenn es ihr so wichtig ist, das Rätsel rund um den Brand zu lösen, und die Führung der Sternenflotte ihr eben diese Mission nicht übertragen will, so würde sie ja nichts davon abhalten, ihr Offizierspatent abzulegen, und gemeinsam mit Book durchs All zu fliegen, um eben dies herauszufinden. Oder man sie könnte sie auch einfach auf unbestimmte Zeit beurlauben. Hier sind wir dann auch bei einem zentralen Problem der Serie: Sie heißt "Discovery", es steht aber eigentlich nicht das Schiff, sondern mit Michael Burnham eine Figur im Mittelpunkt – und diese beiden ergeben halt nur bedingt ein stimmiges Ganzes. Immerhin hat sie mit dem einen Jahr, dass sie auf die Discovery gewartet hat, mehr Zeit weg vom Schiff verbracht, als sie zuvor an Bord war. Was hält sie also? Außer die produktionstechnische Notwendigkeit, dass du deine Hauptfigur natürlich nicht von jenem, dass im Titel steht, trennen kannst?!?! Womit wir wieder beim Punkt wären, dass die Serie eben mehr "Die Michael Burnham Show" (oder von mir aus "Star Trek: Burnham") ist, als "Discovery". Es mag scherzhaft/schmähend klingen, letztendlich liegt dieser Aussage aber nun mal eben ein wahrer Kern zugrunde.

Darüber hinaus ergab sich auch eine ziemlich große logische Ungereimtheit, zumindest sofern ich das richtig verstanden habe: Books Schiff ist losgeflogen, sobald er nicht nach vierundzwanzig Stunden zurückkam – und hat dann vier Wochen bis zur Föderationsbasis gebraucht. Das allein wäre noch nicht das Problem – sehr wohl aber, dass es Michael und Philippa mit dem gleichen Schiff dann binnen weniger Stunden gelingt, zum Planeten hin- und von diesem auch wieder zurück zu fliegen. Alles rund um die Sklaven fand ich zudem sehr klischeehaft und teils vorhersehbar umgesetzt. Letzteres betrifft in erster Linie den andorianischen "Kollaborateur", der sich dann natürlich für sein Verhalten zuvor rehabilitiert, in dem er sich in die Schusslinie wirft und Books Leben rettet. Das mit dem explodierenden Kopf war mir zudem für "Star Trek" wieder zu brutal – und war zudem komplett von "Running Man" geklaut. Neben der konstruierten Handlung rund um Burnhams Degradierung wiegt aber im Hinblick auf "Aasgeier" am Schwersten, dass mich die Handlung nicht interessiert hat, und auch keinerlei Spannung aufkam. Es ist klar, dass es gelingen wird, Book zu retten, und auch die Art und Weise, wie das passiert, ist dann weder sonderlich originell noch packend. Auch Georgious Probleme – die dann natürlich, wie könnte es anders sein, am denkbar ungünstigsten Zeitpunkt in Erscheinung treten, im verzweifelten Versuch, doch noch für ein bisschen Spannung zu sorgen – interessieren mich nicht im Geringsten. Vor allem aber ist es nach wie vor so, dass ich alles rund um den großen Brand nicht interessant finde – und das ist echt eines der zentralen Probleme dieser dritten Staffel. Wenn man den Aufbau der Föderation in den Mittelpunkt stellen würde, könnte das vielleicht sogar ganz spannend sein. Stattdessen geht es um dieses Mysterium, welches mich einfach von vornherein nicht interessiert – was nicht zuletzt auch daran liegt, als ich kein Vertrauen in die "Discovery"-Macher habe, dass uns hier eine ungemein geniale und clevere Auflösung erwartet, die uns alle dann in Erstaunen versetzt.

Fazit: Episodenbild (c) Netflix "Aasgeier" mag zwar wieder die Spur unterhaltsamer gewesen sein als die Episode davor, änderte jedoch auch nichts daran, dass ich mit der Serie nach wie vor nicht wirklich etwas anfangen kann. Das beginnt beim teils verkrampft wirkenden Fokus auf Michael Burnham, und geht über die unnötig brutale – und unoriginelle – Einlage mit dem explodierenden Kopf, logische Ungereimtheiten, vorhersehbar/klischeehafte Entwicklungen bis hin zu wieder einmal sehr konstruiert wirkenden (und damit wenig glaubwürdigen) Handlung an sich. Letzteres bezieht sich in erster Linie auf Michael Burnhams Insubordination, wo alles krampfhaft so ablaufen muss, damit die Autoren dann den von ihnen gewünschten Ausgang erreichen können; überzeugend fand ich dabei aber leider genau gar nichts. Vor allem aber leidet die dritte Staffel von "Discovery" darunter, dass mich die zentralen Fragen rund um Georgious Anfälle sowie insbesondere den großen Brand halt einfach nicht interessieren – weshalb ich doch langsam aber sicher für Season drei schwarz zu sehen beginne, und nur hoffen kann, dass man sich für die vierte Staffel dann eine fortlaufende Handlung überlegt, die mir wieder mehr zusagt.

Wertung: 2 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2020 Netflix)




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