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Doctor Who - 10x12: Der Doktor fällt Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) BBC

Originaltitel:The Doctor Falls
Episodennummer: 10x12
Bewertung:
Erstausstrahlung UK: 01. Juli 2017
Erstausstrahlung D: 10. Januar 2018
Drehbuch: Steven Moffat
Regie: Rachel Talalay
Hauptdarsteller: Peter Capaldi als The Doctor, Pearl Mackie als Bill Potts, Matt Lucas als Nardole.
Gastdarsteller: Michelle Gomez als Missy, John Simm als The Master, Samantha Spiro als Hazran, Briana Shann als Alit, Rosie Boore als Gazron, Simon Coombs als Rexhill, Stephanie Hyam als Heather, Nicholas Briggs als Voice of the Cybermen, David Bradley als The Doctor u.a.

Kurzinhalt: Der Master stellt sich als der Schöpfer der Cybermen heraus. Diese sollen nun über die Bewohner des im Einflussbereich eines schwarzen Lochs gefangenen Generationenschiff herfallen. Doch bevor der Master und Missy ihn gefangen nehmen können, gelingt ihm mit letzter Kraft, die Cybermen so umzuprogrammieren, dass sie nach Wesen mit zwei Herzen statt einem suchen – woraufhin die Cybermen Jagd auf Time Lords machen. Missy und Master treten daraufhin die Flucht an, und der in einen Cyberman (oder eine Cyberwoman?) verwandelten Bill ist es zu verdanken, dass auch der Doktor der Armee entkommen kann. Gemeinsam begibt man sich auf eine höhere Ebene, die jedoch somit wieder näher am Ereignishorizont des schwarzen Lochs liegt – spricht, die Zeit vergeht dort langsamer. Dies bedeutet auch, dass die Cybermen mehr als genug Zeit haben, um einerseits die alte Programmierung wieder herzustellen, und sich andererseits upzugraden. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis eine Armee von Cybermen der nächsten Generation über die Ebene in die sie geflüchtet sind – und die von einigen Siedlern bewohnt wird – herfallen wird. Und zur TARDIS zu gelangen, die sich auf der Brücke befindet, ist aufgrund der Zeitdilatation ausgeschlossen. Während der Master und Missy beschließen, den Fahrstuhl nach unten zu nehmen, wo die TARDIS des Masters auf sie wartet, bereiten sich der Doktor auf sein letztes, aussichtsloses Gefecht gegen die Cybermen vor…


Review: Episodenbild (c) BBC Nachdem ich von der zehnten Staffel insgesamt alles andere als angetan war (und ich nach wie vor der Überzeugung bin, dass es besser gewesen wäre, bereits mit dem Abschied von Clara an den nächsten Showrunner zu übergeben und "Doctor Who" neu zu starten), hat mich "Der Doktor fällt" mit ihr doch noch so halbwegs versöhnt. Weil, das war – mal davon abgesehen, dass uns ja noch ein letztes Abenteuer (bzw. Weihnachts-Special) mit dem zwölften Doktor bevorsteht – eine wirklich schöne Abschiedsvorstellung für Peter Capaldi, in der er noch einmal so richtig glänzen durfte. Bevor ich mich jedoch dem Lob zuwende, sei gleich noch mein einziger nennenswerter Kritikpunkt erwähnt: Da ist es der Folge schon fast gelungen, mich über die ersten 50 Minuten hinweg davon zu überzeugen, dass Bill tatsächlich ein Cybermen bleiben bzw. am Ende so wie der Doktor im Kampf gegen diese ihr Leben lassen wird, und dann huscht der "Pilot" aus der Auftaktfolge der Staffel daher und wandelt sie in klassischer Deus Ex Machina-Manier in ein Wasserwesen um. Nicht nur, dass dies (nach Clara) praktisch das zweite Mal in Folge ist, dass der vermeintliche Tod eines Companion dann doch noch revidiert wird, es erschien mir zudem sehr mutlos, und nahm der Episode einiges an emotionalem Gewicht. Weniger, weil ich so sehr um Bill getrauert hätte, als wegen dem Doktor, dem hierdurch nun quasi für Bill Absolution erteilt wird.

Davon abgesehen war "Der Doktor fällt" aber phantastisch. Gut, ok, der Einstieg war vielleicht noch ein bisschen holprig, mit der Rückblende zuerst zur Gefangennahme des Doktors und dann der Offenbarung, dass es ihm dabei gelang, die Cybermen umzuprogrammieren. Zudem bedauerte ich im ersten Moment, dass Missy scheinbar allein durch die Begegnung mit ihrer früheren Inkarnation plötzlich wieder böse wurde. Mit ihrer köstlichen Reaktion auf "Knock yourself out" sowie vor allem auch in weiterer Folge wurde dies dann aber eh relativiert. Kurz darauf gabs die nächste Verwunderung: Wurde Bill etwa wirklich völlig unspektakulär off-screen geheilt? Aber nein, sie ist eh immer noch ein Cyberman – wir sehen sie nur so, wie sie sich selbst sieht. Das war nett und gut gemacht. In weiterer Folge sollte es "Der Doktor fällt" dann tatsächlich doch noch gelingen, dass ich mit Bill (nachdem sie bisher wenig bis gar keinen Eindruck hinterlassen hat) warm werde. Weil dieser schwere Schicksalsschlag – und vor allem auch, wie sie damit umgeht – rang mir ihr gegenüber (überaus spät, aber wie heißt es so schön: Besser spät als nie) doch noch einiges an Sympathie ab. Sehr schön fand ich auch alles rund um Missy, die eben, wie schon erwähnt, doch nicht plötzlich wegen ihres Wiedersehens mit dem Master die Seiten wechselt und wieder durch und durch böse wird, sondern sich hier vielmehr als zwiegespaltene Figur zwischen dem Master – ihrer Vergangenheit – und dem Doktor – der von ihr angestrebten Zukunft – offenbart. Beim Master war natürlich Hopfen und Malz verloren, und die aufputschenden, flehenden Reden des Doktors vergeblich. Dass er zu Missy damit aber durchrang, zeigte nicht nur ihre Reaktion, sondern vor allem natürlich auch das Ende, wo sie den Master hintergeht – nur um von ihm getötet zu werden. Und das scheinbar in einer Art und Weise, die eine weitere Regeneration unterdrückt. Letzteres wirkte zwar doch etwas unvernünftig – man sollte meinen, nur die Missy-Inkarnation zu töten und danach ev. mit neuer Persönlichkeit durchzustarten, hätte es auch getan – zugleich gefällt mir aber irgendwie die Idee, dass sich der Master hier praktisch selbst töten, und ihn sein Hass auf alle Lebewesen, die auch nur das geringste Mitgefühl für andere empfinden, verdammt. Vor allem aber war es ein schönes, tragisches Ende von Missy (auch wenn dieses vage genug bleibt, dass einem späteren Auftritt theoretisch nichts im Wege stehen würde).

Episodenbild (c) BBC In erster Linie gehört "Der Doktor fällt" aber dem Doktor, bzw. Peter Capaldi, der hier kurz vor dem Ende noch einmal mit einer intensiven Performance so richtig glänzen konnte. Wie schon in einigen der Reviews zu den Episoden des zwölften Doktors erwähnt: Die Ära hatte insgesamt schon ihre Probleme – aber die Inkarnation des Doktors, bzw. Peter Capaldi an sich, waren nie eines davon. Er überzeugte mich vom ersten Tag an, wird mir doch ordentlich fehlen, und hinterlässt für Jodie Whittaker ein großes, schweres Erbe. Bei seinem vorletzten Einsatz durfte Capaldi wieder einmal die Unnachgiebigkeit und die Sturheit des Doktors wenn es darum geht, Leben zu beschützen, unter Beweis stellen – standen doch hier sein Mitgefühl, sein Einsatz für das Leben, seine Opferbereitschaft und vor allem auch seine Unerbittlichkeit im Fokus. Der Doktor wird niemals aufgeben, wenn es darum geht, Leben zu beschützen bzw. zu retten. Ganz egal, wie schlecht es steht, und wie aussichtslos die Lage ist, in der sie sich befinden. Selbst wenn der Kampf eigentlich schon verloren ist, wird er dennoch nicht zurückweichen, und bis zuletzt alles geben – auch wenn es nur darum geht, das Leben einer anderen Person nur für wenige Augenblicke zu verlängern. Und vor allem, wie er es an einer sehr starken Stelle selbst anmerkt, ohne Hoffnung, ohne Zeugen, und ohne Belohnung. Mit der erhebenden Art und Weise, wie sich der Doktor hier seinem vermeintlich letzten Gefecht stellt, hat man Peter Capaldi jedenfalls ein überaus schönes – vorzeitiges – Abschiedsgeschenk gemacht.

Fazit: Ich bin mit der zehnten Staffel ja teilweise hart ins Gericht gegangen, aber "Der Doktor fällt" war ein wirklich wunderschöner und hochdramatischer Abschluss, der mich mit ihr doch nochmal ansatzweise versöhnen konnte. Vor allem aber wäre es eine wirklich wunderschöne Abschiedsvorstellung des zwölften Doktors bzw. von Peter Capaldi gewesen – wenn nicht noch das Special "Twice Upon A Time" folgen würde. Einzig der Einstieg hatte mich noch nicht 100%ig überzeugt; und die Deus Ex Machina-Lösung, mit der Bill geheilt wurde, fand ich auch etwas schade. Davon abgesehen hat Moffat bei diesem Finale aus meiner Sicht aber alles richtig gemacht. Dabei gefielen mir vor allem die weitere Entwicklung zwischen Missy und dem Master, die Szenen von Cyberman-Bill (wo es der Serie spät aber doch noch gelungen ist, meine Sympathien für die Figur zu wecken), sowie vor allem auch alles rund um den "Last Stand" des Doktors, der selbst in der aussichtslosesten Situation niemals aufgeben wird, wenn es darum geht, Leben zu beschützen oder zu retten – selbst wenn er weiß, dass dies nicht von Dauer sein und letzten Endes vergeblich sein muss. Zusammen mit einer phantastischen Inszenierung durch Rachel Talalay, Murray Golds grandioser und teilweise wunderbar gefühlvoller Musik, sowie einer phänomenalen Performance von Peter Capaldi, macht das mit Abstand die beste Folge der zehnten Staffel!

Wertung: 4.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © BBC)




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