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Discovery - 1x11: Der Wolf im Inneren Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Netflix

Originaltitel: Despite Yourself
Episodennummer: 1x10
Bewertung:
Erstausstahlung USA: 14. Januar 2018 (CBS)
Erstausstahlung D: 15. Januar 2018 (Netflix)
Drehbuch: Lisa Randolph
Regie: TJ Scott
Hauptdarsteller: Sonequa Martin-Green als Michael Burnham, Jason Isaacs als Gabriel Lorca, Doug Jones als Saru, Shazad Latif als Ash Tyler/Voq, Anthony Rapp als Paul Stamets, Mary Wiseman als Sylvia Tilly.
Gastdarsteller: Wilson Cruz als Hugh Culber, James Frain als Sarek, Michelle Yeoh als Emperor Georgiou, Riley Gilchrist als Shukar, Julianne Grossman als Discovery Computer u.a.


Kurzinhalt: Michael Burnham und Ash Tyler befinden sich nach wie vor an Bord der I.S.S. Shenzhou, in der Hoffnung, mehr über die U.S.S. Defiant in Erfahrung zu bringen – und so einen Weg zurück in ihr eigenes Universum zu finden. Doch die entsprechenden Informationen sind streng geheim. Als die Shenzhou den Befehl erhält, eine nahegelegene Basis des Widerstands gegen das terranische Imperium auszulöschen, sieht Michael darin die Gelegenheit, ihre Mission endlich voranzubringen. Sie bietet dem Anführer der Rebellen, der sich als das Spiegel-Gegenstück zu Voq herausstellt an, dafür zu sorgen, dass sie sicher abziehen können, wenn er ihnen dafür alle Informationen gibt die sie über die U.S.S. Defiant besitzen. Dieser stimmt zu, allerdings kommt es kurz darauf zu einem Eklat, als Michaels Begleiter, Ash Tyler, durchdreht und Voq angreift. Nachdem sie wieder zur Shenzhou zurückgekehrt sind offenbart sich der Grund für sein Verhalten – und auch das schreckliche Geheimnis, dass er verbirgt. Währenddessen unternimmt Tilly an Bord der Discovery einen Versuch, Paul Stamets aus dem Koma zu holen…

Denkwürdige Zitate: "Their strength is painted rust. It's a facade. But you have the strength of an entire crew that believes in you. Fortify yourself with our faith in you. That's what a real captain ."
(Michael Burnhams Rat an "Captain" Tilly.)

Review: Episodenbild (c) Netflix Nachdem mich "Nur wegen dir" recht hoffnungsfroh gemacht hat, ging es mit "Der Wolf im Inneren" aus meiner Sicht leider wieder leicht bergab. Vieles war mir zu vorhersehbar und/oder ergab nicht wirklich Sinn. Aber fangen wir mit den positiven Dingen an: Nach wie vor bezieht "Discovery" aus dem "Undercover"-Charakter (sprich: Die Discovery-Crew die versucht, im vom terranischen Imperium regierten Spiegeluniversum nicht aufzufallen – und den Dingen, die sie deswegen tun müssen) einiges an Reiz und Spannung. Optisch ist die Serie nach wie vor überaus nett, wobei mir diesmal neben den eh immer glänzenden Effekten vor allem der Einstieg mit dem dunklen Korridor an Bord der Discovery sehr gut gefallen konnte. Die außerirdische Landschaft war, wenn auch offensichtlich Aufnahmen von der Erde mir Farbfilter bearbeitet wurden, ebenfalls nett gemacht. Sareks Bart war zudem eine nette, subtile Anspielung auf den ebenfalls bärtigen Spiegel-Spock. Und im Gegensatz zum mich nach wie vor enorm störenden Neudesign der Klingonen (einfach, da es so unnötig und willkürlich war) konnten mir die Masken-Updates der Andorianer und Tellariten sehr gut gefallen. Da fragt man sich doch gleich, warum das bei den Klingonen nicht auch so gegangen ist.

Auf der Negativ-Seite stechen in erster Linie die teils schmerzhaft vorhersehbaren Wendungen ins Auge. Das gilt sowohl für die Identität des Imperators (lediglich die Verwendung des männlichen Titels Emperor statt Empress ließ mich ein bisschen zweifeln, davon abgesehen war es aber klar, bzw. konnte es ja eigentlich nur Georgiou sein), als auch die Offenbarung rund um Ash. Letzteren hatte ich ja auch bereits im Review zu "Nur wegen dir" als potentiellen Kritikpunkt angemerkt, nicht nur wegen der Vorhersehbarkeit (und weil's auch recht unplausibel wirkt), sondern auch, weil damit eine der wenigen Stärken aus "Algorithmus" – nämlich Ashs post-traumatisches Stress-Syndrom – flöten geht (zumindest davon ausgehend, dass all diese Dinge – inklusive dem erzwungenen Sex mit der Klingonin, in Wahrheit schon der umgewandelte Voq erlebt hat). Generell litt der "Twist" darunter, dass mir angesichts der sich entwickelnden Gefühle zwischen Michael und Ash schon früh in der Staffel klar war, dass dies auf eine tragische Wendung hinausläuft. Zugleich hatte die Beziehung aber nicht genug Zeit, um sich zu entwickeln; verzweifelt versuchten die Macher, die Gefühle zwischen beiden zu vermitteln, u.a. durch so kitschige und überdramatische Dialogzeilen wie "You are my tether", aber wirklich funktioniert hat das für mich nicht. Wie mir generell so manches nicht einleuchten wollte, bzw. unplausibel erschien. Angefangen von Michaels Anliegen, von Voq erfahren zu wollen wie sich die Klingonen im Spiegeluniversum mit anderen verbünden konnten (Hallo? Gemeinsamer Feind? Das hätt ich dir auch sagen können) bis hin zu "Ashs" Rettung durch die Discovery. An letzterer störte mich einerseits, dass es scheinbar mittlerweile möglich ist, über Lichtjahre hinweg zu beamen, und andererseits fragt man sich natürlich, wie die Discovery das Geschehen so genau beobachten konnte, um Ash dann genau im richtigen Zeitpunkt wegzubeamen. Es gab ja in der Vergangenheit bei "Star Trek" schon immer mal Deus Ex Machina-Lösungen, aber selten hatte ich bei den Serien bislang den Eindruck, dass es sich die Autoren so leicht machten, b zw. so wenig daran interessiert waren, sich plausible Erklärungen zu überlegen. Sie wollen Ash auf die Discovery bringen, und wenn sie dafür auf so ein unglaubwürdiges Plotkonstrukt zurückgreifen müssen, machen sie das halt – und hoffen wohl, dass es die Zuschauer eh nicht merken (und hinterfragen). Wie auch, woher die Discovery-Crew plötzlich von Ashs Verbrechen weiß.

Episodenbild (c) Netflix Apropos Discovery: Den Ereignissen dort erging es nur ungleich besser. Zwar ist Tilly nach wie vor die Beste, aber auch dort war mir alles rund um Paul viel zu vorhersehbar. In dem Moment, wo sich Tilly freut, ist klar, dass jetzt gleich etwas schiefgehen wird. Zugleich kaufe ich ihnen aber keine Sekunde lang ab, dass die Stamets jetzt auch noch umbringen, und vor allem auch so kurz nach ihrem scheinbar beiläufigen Kommentar rund um Tod, Leben und Pilze hat sein vermeintliches Ableben nun einmal überhaupt nicht funktioniert. Und um nochmal auf die Shenzhou zurückzukommen: Ich weiß natürlich, dass man innerhalb des Imperiums in Angst vor dem Vorgesetzten lebt, der wie ein Diktator agiert, trotzdem frage ich mich unweigerlich, wie lange das noch gut gehen soll/wird/kann. Ist ja schön und gut, dass man Michaels moralischen Konflikt thematisiert aufgrund der Taten, zu denen sie gezwungen wird, aber so auffällig wie sie teilweise agiert (schon allein, wie sie sich Saru gegenüber verplappert) wundert man sich doch, dass Keyla nicht schon längst versucht hat, die Macht an sich zu reißen. Momentan schadet man jedenfalls Burnhams Ansehen bei mir doch ziemlich – wird Zeit, dass sie sich wieder wesentlich geschickter anstellt.

Fazit: Im Konzept der im Spiegeluniversum verschollenen Discovery, die möglichst nicht auffallen will/soll, steckt wie ich finde nach wie vor viel Potential. "Nur wegen dir" gelang es jedoch in meinen Augen besser, dieses auszuschöpfen, als "Der Wolf im Inneren", und insgesamt erfüllt mich die eine oder andere aktuelle Entwicklung ein bisschen mit Sorge (so wird es zunehmend unplausibel, dass Michael mit ihrem verdächtigen Verhalten nicht auffällt; und wie ungeschickt sie sich teilweise anstellt, schadet wie ich finde auch dem Ansehen der Figur). In erster Linie lagen die Kritikpunkte jedoch an einigen viel zu vorhersehbaren Wendungen (Ash, Imperator, Tillys Heilungsversuch von Paul), sowie unplausiblen Entwicklungen oder Momenten – wie z.B. die Deus Ex Machina-Lösung, Ash vermeintlich aus Lichtjahren Entfernung an Bord der Discovery zu beamen. Hier zeigten die Macher wieder einmal eine erschreckende Gleichgültigkeit (oder Unkenntnis) den in der Vergangenheit aufgestellten Regeln gegenüber (außer wir finden in der nächsten Folge heraus, dass sich die Discovery ganz in der Nähe versteckt hat). Gut gefallen konnten mir dafür das aktualisierte Aussehen der Andorianer und Tellariten – dass jedoch zugleich beweist, dass solche Updates möglich sind, ohne die Fans vor den Kopf zu stoßen, wie dies bei den Klingonen der Fall war. Insgesamt war "Der Wolf im Inneren" für mich jedenfalls eher ein "mixed bag", und hat meine nach "Nur wegen dir" kurzfristig aufkommende Euphorie doch eher wieder gedämpft.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2018 Netflix)




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