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The Punisher - 1x08: Kalter Stahl Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix

Originaltitel: Cold Steel
Episodennummer: 1x08
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 17. November 2017 (Netflix)
Drehbuch: Felicia D. Henderson
Regie: Antonio Campos
Hauptdarsteller: Jon Bernthal als Frank Castle/Punisher, Ebon Moss-Bachrach als David Lieberman/Micro, Ben Barnes als Billy Russo, Amber Rose Revah als Dinah Madani, Paul Schulze als William Rawlins, Michael Nathanson als Sam Stein, Jaime Ray Newman als Sarah Lieberman.
Gastdarsteller: Kobi Frumer als Zach Lieberman, Graham Wolfe als Tom Weems, Quincy Chad als Spencer Geiger, Andrea Leigh als Carla Russo, Porter Kelly als Nurse Katie u.a.


Kurzinhalt: Frank und David finden die Identität von Agent Orange heraus. Sie besprechen gerade, inwieweit sie Dinah Madani einweihen wollen, als die Kameras im Haus ausfallen. Während David in ihrem Versteck panisch auf die Bildschirme starrt, stattet Frank den Liebermans einen Besuch ab – und findet heraus, dass die Kameras deshalb nicht funktionierten, weil Sarah das Internet abgesteckt hat, um ihren Sohn zu bestrafen. Als sich Sarah daraufhin, unmittelbar nachdem die Kameras wieder in Betrieb gingen, an Frank ranwirft, belastet dies die Partnerschaft zwischen David und Frank zunehmend. Währenddessen stellen sich Dinah und ihr Partner Sam Stein die Frage, wie die Verschwörer ihnen immer einen Schritt voraus sein können. Einem Verdacht folgend, suchen sie im Büro nach einer Wanze, und werden tatsächlich fündig. Statt diese gleich auszuschalten benutzen sie die Wanze vielmehr, um den Verschwörern eine Falle zu stellen…

Review: Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix Es ist in Fällen, wo eine Serie versucht die Bösewichtigkeit einer Figur eine Zeit lang zu verbergen und dann als Überraschung zu inszenieren (was bei Billy Russo für mich ohnehin nie funktioniert hat) üblich, dass wir ihn zuvor immer nur als guten Kerl sehen, aber nach der Offenbarung dann auf einmal sein Arschlochtum in allen Details gezeigt bekommen, damit wir ihn auch richtig schön verabscheuen. "Im Fadenkreuz" folgt nun genau diesem altbekannten Muster. Nun, da wir wissen, dass er zu den Bösen gehört, zeigt man uns zu Beginn der Folge mit der Szene bei seiner Mum auch sogleich, wie böse der Böse ist. Zugleich will man aber natürlich auch nicht, dass er wie ein eindimensionaler Bad Guy rüberkommt; weshalb man zugleich mit der ausgelutschten "Er hatte eine schwere Kindheit"-Ausrede daherkommt, die zumindest in meinem Fall nicht funktionieren wollte. Als sehr unnötig erschien mir auch wieder alles rund um Lewis Wilson. Als sein Vater ihm die Knarre unters Kinn hält und er meint "Tu es", kam ich mir wie einer dieser Arschlöcher vor, die einem Selbstmörder zurufen, dass er vom Dach springen soll – hätte ich mir an dieser Stelle doch tatsächlich gewünscht, dass er abdrückt, damit dieser dämliche Subplot endlich der Vergangenheit angehört. Zugleich war aber halt natürlich auch klar, dass er es nicht tun wird, weshalb diese Szene wieder einmal keinerlei Spannung verströmte.

Mit Abstand mein größter Kritikpunkt ist jedoch der völlig verhunzte Einsatz von Dinah Madani. Ich weiß nicht, was das ist mit den Marvel-Netflix-Serien, aber irgendwie haben die teilweise die Angewohnheit, zur Mitte der Staffel einmal so richtig ins Klo zu greifen, und eine Folge zum Haareraufen zu präsentieren, die noch dazu das Ansehen einer oder mehrere Figuren nachhaltig schädigt. So geschehen bei "Jessica Jones" ("1.000 Schnitte"), bei "Iron Fist" ("Die Prüfung von Shou-Lao"), und nun auch hier. Ich meine, ganz ehrlich: Wie blöd kann man sein? Das beginnt schon bei der Einsatzplanung. Ok, sie will den Kreis der Eingeweihten so klein als möglich halten, aber mal ehrlich. Sie weiß, dass sie es mit einer extrem gefährlichen Söldnertruppe zu tun bekommen wird, da hole ich mir doch mehr Leute als die paar Hanseln. Vor allem aber suche ich mir eine andere Location für die Falle, als diese alte Lagerhalle, die dem Gegner aufgrund der Pfeiler Deckung bietet. Auf einer offenen Fläche einkreisen und damit drohen, sie alle umzunieten wenn sie ihre Waffen nicht niederlegen, und fertig. Den Vogel schoss dann aber natürlich ihr Kollege Sam Stein ab, der auf den ältesten Trick der Welt hineinfällt, statt ihm Fern zu bleiben, ihn im Visier zu halten, und um Hilfe zu rufen bzw. auf Verstärkung zu warten. Insofern habe ich mit ihm bei seinem Tod auch überhaupt nicht mitgefühlt (und mit Madani auch nicht, weil die hat den Einsatz letztendlich verbrochen). Und dann erst die Abschlussszene, wo die tatsächlich Billys Anwesenheit als schockierende Wendung inszeniert. Das war doch bitte sooooo klar. Generell war das Drehbuch furchtbar, einerseits vorhersehbar, und andererseits eben auf diese Art und Weise konstruiert, damit alles so abläuft wie benötigt. Dass die Figuren dabei teilweise saudämlich wegkommen, war Felicia D. Henderson scheinbar egal. Die einzige halbwegs gute Szene dieser Katastrophe von einer Folge war das betrunkene Gespräch zwischen Frank und David; einfach, da es sehr menschlich und bodenständig wirkte. Die meisten von uns dürften wohl auf ähnliche Momente zurückblicken können, weshalb man sich hier gut in die beiden hineinversetzen konnte. Jedoch war diese nette Szene allein zu wenig, um die Folge noch retten zu können.

Fazit: Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix Ich bin ja generell von "Punisher" bislang nicht übermäßig begeistert und doch ziemlich enttäuscht, aber "Kalter Stahl" hat meiner Vorfreude auf den Rest der Staffel trotzdem nochmal einen ordentlichen Dämpfer verpasst. Wie schon bei "Jessica Jones" und "Iron Fist" leistete man sich hier nämlich einen ziemlichen Totalausfall. Mit Abstand mein größter Kritikpunkt war dabei alles rund um die Falle, die Madani Billy Russo's Trupp stellt. Das war alles so konstruiert, so vorhersehbar, und zudem sahen sowohl Madani als auch ihr Kollege dabei alles andere als gut aus, weil schlechter hätte man das wohl gar nicht planen und umsetzen können. Dies ärgert mich insofern doppelt, als es einerseits die Unfähigkeit der Drehbuchautorin (zumindest in diesem spezifischen Fall) beweist, die auf dämliche Aktionen der Protagonisten angewiesen ist, damit sich die Handlung wie gewünscht entwickeln kann, und andererseits deshalb, weil das Ansehen der Figuren darunter leidet. Aber auch von diesem Punkt abgesehen wurde ich mit "Kalter Stahl" nie so recht warm, angefangen von den klischeehaften Szenen rund um Billy, über die unnötigen Einlagen rund um Lewis, bis hin zu Davids Eifersuchtsanfall. Einzig die Szene mit dem betrunkenen Gespräch zwischen Frank und David fand ich gelungen. Der Rest war aber leider zum Vergessen.

Wertung: 1 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2017 Marvel/Netflix)




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