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The Orville - 1x01: Alte Wunden Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix

Originaltitel: Old Wounds
Episodennummer: 1x01
Bewertung:
Erstausstahlung USA: 10. September 2017 (FOX)
Erstausstahlung D: -
Drehbuch: Seth MacFarlane
Regie: Jon Favreau
Hauptdarsteller: Seth MacFarlane als Captain Ed Mercer, Adrianne Palicki als Commander Kelly Grayson, Penny Johnson Jerald als Dr. Claire Finn, Scott Grimes als Lieutenant Gordon Malloy, Peter Macon als Lieutenant Commander Bortus, Halston Sage als Chief Security Officer Alara Kitan, J. Lee als Lieutenant John Lamarr, Mark Jackson als Isaac.
Gastdarsteller: Victor Garber als Admiral Halsey, Brian George als Dr. Aronov, Joel Swetow als Krill Captain, Patrick Cox als The Ogre, Christine Corpuz als Janice Lee, Sean Cook als Derek u.a.


Kurzinhalt: 400 Jahre in der Zukunft hat die Menschheit damit begonnen, das Weltall zu erobern. Die Planetary Union will über dreitausend Schiffe ausschicken, um die Galaxis zu erforschen – und sucht dafür eine fähige Besatzung. Admiral Halsey bietet Ed Mercer das Kommando über eines der kleineren Schiffe der Flotte, die U.S.S. Orville, an. Damit geht für Mercer ein Traum in Erfüllung – und das, obwohl sein Verhalten im letzten Jahr den Kommandostab nicht unbedingt mit Vertrauen in seine Fähigkeiten erfüllte, ließ er sich doch von seiner Frau Kelly Grayson scheiden, nachdem diese ihn betrogen hat. Das Kommando über die Orville ist somit seine letzte Chance, sich zu beweisen. Nachdem er sich der Crew, der auch sein bester Freund Gordon angehört, vorgestellt hat, bricht die Orville auch schon auf ihre Mission auf, um fremde Welten zu entdecken, neues Leben, und neue Zivilisationen. Die Sache hat jedoch auch einen wesentlichen Haken: Just Kelly Grayson wird der Orville als Erster Offizier zugeteilt. Widerwillig akzeptiert Ed vorläufig die Entscheidung, und zusammen bricht man zu einer Forschungsstation auf, wo Wissenschaftler eine revolutionäre Entdeckung gemacht haben, welche die feindlichen Krill nun in die Finger bekommen wollen…

Review: Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix Seit der recht überraschenden Ankündigung von "The Orville" Mitte Mai hat Seth MacFarlanes neuester Streich der offiziellen neuen "Star Trek"-Serie "Discovery" in bestimmten Bereichen des Fandoms den Rang abgelaufen. Vor allem alteingesessene Trekkies/Trekker, die mit den Reboot-Filmen nicht wirklich glücklich waren und die auch die ersten Info-Häppchen und Teaser zu "Discovery" nur bedingt ansprachen, schielten mit neugierig-hoffnungsvollem Blick auf die neue Science Fiction-Serie von FOX. Und bevor ihr glaubt, ich würde das irgendwie schmähend meinen, sei festgehalten, dass ich mich da voll und ganz dazuzähle. Zwar bin ich nicht der größte Fan von MacFarlane. "Family Guy" und "American Dad" waren eine Zeit lang ok, haben für mich aber rasch ihren Reiz verloren. Sein Humor spricht mich nur bedingt an, und "A Million Ways to Die in the West" fand ich persönlich ziemlich furchtbar. Und doch sah "The Orville" – trotz der humoristisch-parodistischen Elemente, die nicht nur mich unweigerlich an "Galaxy Quest" denken ließen – wie genau jenes "Star Trek" aus, dass ich seit einigen Jahren zunehmend vermisse: Eine optimistische Zukunftsvision, die den Erforschungs- und Abenteuercharakter und damit den "sense of wonder" ebenso in den Mittelpunkt stellt wie einen gewissen "sense of fun". Beides Elemente, die "Star Trek" in den letzten Inkarnationen zunehmend abhandengekommen sind.

Doch so sehr ich mich persönlich auch auf "The Orville" schon gefreut haben mag (mehr als auch "Discovery", auch wenn ich dieser mittlerweile ebenfalls schon mit großem Interesse entgegensehe), der Jungfernflug mit "Old Wounds" verlief erstmal ein bisschen holprig, und hat meinen Enthusiasmus gegenüber der Serie eher gebremst, als zusätzlich angefeuert. Der hauptsächliche Knackpunkt ist dabei der Humor. Und das dabei nicht unbedingt die Art, als vielmehr die Quantität. Stimmt schon, es hat bei mir bei weitem nicht jeder Gag gezündet, da MacFarlane und ich halt jetzt nicht unbedingt auf der gleichen Wellenlänge liegen. Dennoch gab's den einen oder anderen Witz, der auch für mich überraschend gut funktionierte ("Papa Smurf", die Szene mit dem Blob, oder auch das meta-ige "Which one is Alara? I'm sorry, I'm still learning names"), und bis auf den ejakulierenden Alien zu Beginn war da auch nichts von jener Sorte unappetitlichen, ach-so-lustigen-da-tabubrechenden Humors darunter, der mir bei MacFarlane halt eher auf den Keks geht. Aber in Summe war mir der Ton dann doch zu witzelnd und leicht – auf Kosten der ernsteren Elemente. Nun kann ich mir schon vorstellen, dass diese Ausrichtung nicht nur an MacFarlane liegt, sondern quasi insofern Bedingung war, um noch in die Kategorie der Parodie oder Hommage zu fallen, statt eines reinen Plagiats (das die rechtliche Abteilung von FOX vermutlich ins Schwitzen gebracht hätte, weil das CBS/Paramount auch mal gern klagen, wissen wir spätestens seit Axanar). Aber wenn halt praktisch in jeder Minute irgendein Gag oder witziger Spruch kommt, ist das – bei aller Liebe für TV-Unterhaltung mit einem gewissen Hang zur Leichtigkeit, der abseits von reinen Comedys in den letzten Jahren ja eher verloren gegangen ist (dominieren aktuell doch eher die düster-deprimierenden Serien) – dann doch zu viel des guten. "Galaxy Quest" war z.B. zwar auch eine Parodie, hat den Humor aber wesentlich zielsicherer und nicht so inflationär eingesetzt. Ist natürlich gut möglich, dass sich dies in weiterer Folge legen wird. Aber mir persönlich war "Old Wounds" doch zu viel Comedy, und zu wenig Science Fiction/Drama/Adventure.

Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix Eher kritisch sehe ich auch, dass MacFarlane selbst die Hauptrolle übernimmt. Auf der einen Seite zwar verständlich, dass er bei dieser Herzensangelegenheit von ihm (dass er Trekkie ist, weiß man spätestens seit er William Shatner für die von ihm moderierte Oscar-Zeremonie zum vermeintlich letzten Mal als Captain Kirk auftreten ließ) selbst im Kommandosessel Platz nehmen will. Andererseits fühlt es sich aber auch ein bisschen eitel an. Zumal MacFarlane zwar ein guter Komiker sein mag (auch wenn sein Humor oftmals meinen persönlichen Geschmack nicht trifft, würde ich ihm dies nicht absprechen), ich ihn aber – zumindest, soweit ich das von seinen bisherigen Rollen beurteilen kann – nicht unbedingt für den talentiertesten Schauspieler halte. Für kleine Gast- und Nebenrollen mag's reichen, aber gerade auch an den Leading Man (oder Woman) einer solchen Serie sind die Ansprüche was Performance und Charisma betreffen höher – und werden aus meiner Sicht von MacFarlane nicht wirklich erfüllt.

Trotz all der mit diesen Kritikpunkten mitschwingenden Skepsis hoffe ich aber nach wie vor, dass "The Orville" noch zu einer würdigen "Star Trek"-Hommage werden kann. Was in erster Linie daran liegen wird, wie die weiteren Episoden tonal ausgerichtet sind, und auf die Geschichten, die dort dann erzählt werden (weil jene aus "Old Wounds" ist erstmal noch relativ zweckmäßig, da die 45 Minuten halt in erster Linie dazu dienen, die Welt und die Figuren vorzustellen). Und abseits der erwähnten Schwächen wäre das Grundgerüst für eine gelungene Serie nach dem klassischen "Star Trek"-Muster durchaus gegeben. Sowohl optisch als auch vom Setting her fühlt man sich als alteingesessener Trekkie praktisch sofort wie zu Hause. Die Planetary Union als Föderations-Ersatz, die Kennung U.S.S., die drei Uniform-Farben (wobei die Sicherheit natürlich, wie sich das gehört, wieder in "Rothemden" herumläuft), das Brückendesign, die kräftigen Farben, die helle Beleuchtung der Sets auf dem Schiff, und so weiter. Sehr positiv stachen für mich auch die Effekte hervor; vor allem die Orville, für die teilweise auf altmodische Modellaufnahmen zurückgegriffen wurde, sieht phantastisch aus. Das Krill-Schiff war zwar als CGI erkennbar und nicht ganz auf der Höhe der Zeit ("The Expanse" und "Dark Matter" bekommen das z.B. schon besser und überzeugender hin), aber auch noch ok; zumal es immerhin einen gewissen Retro-Charme hatte. Von eben diesem lebt "The Orville" ja generell stark, angefangen von den klassischen Titeleinblendungen über Sets, Kostüme, Figurenensemble, Masken (wobei die Krill in meinen Augen nur haarscharf an einem Plagiat vorbeischrammen, wenn man sie mit Krell aus "Star Trek Beyond" vergleicht) etc., bis hin zur großartigen Musik von Bruce Broughton, dessen Kompositionen hier vor allem an Jerry Goldsmith und seine Musik für "Star Trek: Der Film" gemahnen. Was die Produktion an sich betrifft, macht "The Orville" alles richtig. Wenn sich jetzt MacFarlane entgegen meiner Skepsis doch im Kapitänssessel bewährt und man die ständigen Witzchen etwas zurückfährt und sich – trotz aller parodistischen Elemente – auch tonal stärker an TOS und TNG orientiert, steht einer gelungenen Hommage nichts im Wege.

Fazit: Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix Ist "The Orville" der Heilsbringer für frustrierte Trekkies wie meiner einer, die mit der Ausrichtung des Franchises in den letzten Jahren nicht wirklich glücklich waren? Rein anhand des Pilotfilms lässt sich das erstmal nur mit einem unbestimmten "Ja/Nein/Vielleicht/Weiß nicht?" beantworten. Zumindest visuell fühlt man sich als alteingesessener "Star Trek"-Fan rasch zu Hause. Die Sets (und dabei insbesondere die Brücke) haben zwar teilweise einen Fanfilm-Charakter, dafür wissen die Kostüme, die Effekte und vor allem die wundervolle (an "Star Trek: Der Film") erinnernde Musik zu begeistern. Abseits von MacFarlane weiß auch die Besetzung zu überzeugen, und das Figurenensemble – wenn dieses auch im Pilotfilm erstmal nur sehr rudimentär vorgestellt wird – wirkt so vertraut wie gelungen. Das Potential wäre somit definitiv da – geht jedoch aus meiner Sicht leider in zu vielen Witzeleien unter, die noch dazu nur sporadisch bei mir zündeten. Die Sprache zwischen den Figuren war zudem etwas gar zu modern und zeitgenössisch. Und MacFarlane halte ich als tragender Hauptdarsteller für solch eine Serie für eine eher ungünstige Wahl. Und doch zeigt "Old Wounds" genug Potential, damit ich mich – als ausgehungerter Alt-Trekkie – vorerst der Crew der U.S.S. Orville anschließen werde, um beschwingt dorthin vorzustoßen, wo "Star Trek" bereits gewesen ist.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2017 FOX)




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