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American Gods - 1x02: Das Geheimnis der Löffel Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Amazon

Originaltitel: The Secret of Spoons
Episodennummer: 1x02
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 08. Mai 2017 (Amazon)
Drehbuch: Bryan Fuller & Michael Green
Regie: David Slade
Hauptdarsteller: Ricky Whittle als Shadow Moon, Ian McShane als Mr. Wednesday, Emily Browning als Laura Moon, Pablo Schreiber als Mad Sweeney, Yetide Badaki als Bilquis, Bruce Langley als Technical Boy.
Gastdarsteller: Orlando Jones als Mr. Nancy, Gillian Anderson als Media, Cloris Leachman als Zorya Vechernyaya, Peter Stormare als Czernobog, Mousa Kraish als The Jinn, Martha Kelly als Zorya Utrennyaya u.a.

Kurzinhalt: Nach dem Angriff auf sein Leben kehrt Shadow ins Motel zurück, in dem er und Mr. Wednesday abgestiegen sind. Tags darauf kehrt er in jenes Haus zurück, dass er sich mit seiner verstorbenen Frau geteilt hat. Beim Besuch in einem Einkaufszentrum hat er dann eine höchst seltsame Begegnung, als Lucy aus "Alle lieben Lucy" direkt zu ihm spricht, und ihm das Angebot macht, die Seiten zu wechseln. Allerdings bleibt Shadow seinem neuen Arbeitgeber Mr. Wednesday treu, und gemeinsam brechen sie nach Chicago auf. Dort besuchen sie Czernobog, einen Schlächter, der sich das Apartment mit seinen Schwestern teilt. Um diesen dazu zu überreden, Mr. Wednesday zu einem wichtigen Meeting nach Wisconsin zu begleiten, lässt sich Shadow dann schließlich auf ein Dame-Spiel auf Leben und Tod mit ihm ein…


Review: Episodenbild (c) Amazon Nach "Der Knochengarten" beginnt auch "Das Geheimnis der Löffel" wieder mit einem Rückblenden-Segment in die Vergangenheit, dass von einem Mann, der die Worte "Coming to America" in ein Buch schreibt, eingeleitet wird. Bei der nachfolgenden Szene macht "American Gods" keinen Hehl um ihre – liberale – politische Einstellung, behandelt sie doch die Reise afroamerikanischer Sklaven nach Amerika, denen von einem weiteren Gott (dargestellt von Orlando Jones) ein überaus düsterer Blick auf die Zukunft gewährt wird, die sie dort erwartet. Es ist ein elektrisierender, wütender und feuriger Beginn einer wieder sehr guten Folge, die mich jedoch nicht mehr ganz so begeistert hat wie der Serienauftakt, mich aber dennoch wieder von Anfang bis Ende sehr gut unterhielt. Vor allem die Inszenierung stach dabei wieder einmal hervor. Egal ob das surreal wirkende Motel America, die Szene, wo "Lucy" mit Shadow Kontakt aufnimmt – die einfach toll gestaged war – oder das grandios inszenierte, weil tatsächlich packende, Dame-Spiel am Ende, inszenatorisch war "Das Geheimnis der Löffel" wieder einmal ein absoluter Augenschmaus.

Auffällig war dabei allerdings, dass ich noch mehr bzw. stärker als bei "Der Knochengarten" an andere Serien und Filme denken musste. Dies gilt insbesondere für – wenig überraschend – "Hannibal", mit dem "American Gods" nicht nur optisch und von der Stimmung her viel verbindet, sondern auch die Dinner-Szene ließ mich stark an sie denken – schien sie mir doch schon fast als Hommage an Fuller's abgesetzte Serie zu sein. Aber auch die Musik erinnerte mich diesmal teilweise stark an Rinzells Arbeit für die Serie. Die eher jazzigen-Töne zu Beginn ließen mich indes an "Twin Peaks" denken (was auch daran liegen mag, dass ich mir die Serie kürzlich erst wieder – und zum ersten Mal vollständig – angesehen habe), während die Szenen mit Bilquis – auch musikalisch – einen starken "Under the Skin"-touch hatten. Darüber hinaus fiel bei "Das Geheimnis der Löffel " vor allem auch auf, wie Bryan Fuller hier wieder die größere Freiheit zu expliziter Darstellung von Gewalt und Sex zu genießen schien – gab es doch neben weiblichen nackten Tatsachen auf das Foto eines erigierten Penis (also ein schönes, klassisches "dick pic") zu sehen. Inhaltlich tat sich allerdings, meinem Empfinden nach (wobei meine mangelnde Kenntnis der Vorlage hier eine Rolle spielen könnte) nicht wirklich viel. Zugegebenermaßen finde ich den Einstieg in eine neue Serie, eine Film- oder Romanreihe oftmals ganz besonders interessant, und diesen Charme kann "Das Geheimnis der Löffel" – im Vergleich zu "Der Knochengarten" – eben nicht mehr für sich beanspruchen. Und ich war von der Folge auch nie gelangweilt. Aber der Serienauftakt hat mich einfach irgendwie mehr gepackt und fasziniert. Trotzdem gab es auch diesmal wieder einige starke Szenen und tolle Momente, wobei für mich neben dem tollen Einstieg sowie der netten Szene, in der Shadow nach Hause zurückkehrt (und überall Laura sieht bzw. sich an sie erinnert; das wurde wirklich sehr schön umgesetzt) vor allem alles rund um den Besuch bei Czernobog (dargestellt vom grandiosen Peter Stormare, der irgendwie für Russen prädestiniert zu sein scheint) hervorstach; wobei es mir nicht nur er, sondern auch seine Schwestern, angetan hatten. Einzig der Cliffhanger wirkte etwas billig und hat bei mir nicht so recht funktioniert – glaube ich doch nicht ernsthaft daran, dass "American Gods" dem Zuschauer mit Shadow bereits in der dritten Folge der Serie seine hauptsächliche Bezugsperson nehmen könnte.

Fazit: Episodenbild (c) Amazon Ganz so begeistert wie der Serienauftakt hat mich "Das Geheimnis der Löffel" zwar nicht mehr, dennoch fühlte ich mich auch hier wieder sehr gut unterhalten. Optisch bleibt die Serie auch in der zweiten Folge eine Wucht, die alptraumhafte Atmosphäre kam auch diesmal wieder sehr gut zur Geltung (z.B. in den surrealen Außenaufnahmen des "Motel America"), die Szene mit Lucy auf den TV-Schirmen stach ebenfalls hervor, und auch das Finale bei Czernobog und seinen Schwestern hatte es mir durchaus angetan. Am besten gefiel mir aber wohl der neuerliche, sehr düstere "Coming to America"-Einstieg, wo die Macher mit ihrer vernichtenden Einschätzung der Behandlung von Afroamerikanern in den USA nicht hinterm Berg halten. Da und dort fühlte ich mich aber halt schon fast etwas zu sehr an andere Serien oder Filme erinnert ("Hannibal", "Under the Skin"), im Vergleich zur ersten Folge fehlte der Reiz des Neuen, und der Cliffhanger an Ende hat seine schockierend-besorgniserregende Wirkung bei mir verfehlt. Trotzdem war ich auch diesmal vom Geschehen wieder recht fasziniert, und bin schon sehr darauf gespannt, mehr darüber zu erfahren, was denn hier eigentlich genau vor sich geht.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2017 Amazon Studios)




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