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The Expanse - 2x01: Safe Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) SyFy

Originaltitel: Safe
Episodennummer: 2x01
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 01.02.2017
Erstausstrahlung D: -
Drehbuch: Mark Fergus & Hawk Ostby
Regie: Breck Eisner
Hauptdarsteller: Thomas Jane als Detective Josephus Miller, Steven Strait als James Holden, Cas Anvar als Alex Kamal, Dominique Tipper als Naomi Nagata, Wes Chatham als Amos Burton, Frankie Adams als Roberta "Bobbie" Draper, Florence Faivre als Juliette Andromeda Mao, Shawn Doyle als Sadavir Errinwright, Shohreh Aghdashloo als Chrisjen Avasarala.
Gastdarsteller: François Chau als Jules-Pierre Mao, Hugh Dillon als Lt. Sutton, Byron Mann als Admiral Nguyen, Nick E. Tarabay als Cotyar, Daniel Kash als Antony Dresden, Kevin Hanchard als Inspector Sematimba, Sarah Allen als Pvt. Hillman, Mpho Koaho als Pvt. Travis, Dewshane Williams als Pvt. Sa'id, Martin Roach als Admiral Souther, Adrian J. Griffiths als Nikil, Jonathan Whittaker als Esteban Sorrento-Gillis u.a.


Kurzinhalt: Nachdem sie nur knapp dem teuflischen Experiment auf Eros entkommen sind, erholen sich Holden und Miller an Bord der Rocinante. Naomi und Amos machen beim Öffnen des Safes von der Anubis eine erstaunliche Entdeckung. Auf dem Mars bereiten sich Gunnery Sergeant Roberta "Bobbie" Draper und ihr Trupp Marines auf einen Einsatz vor, der sie zum Saturnmond Phoebe, dem Ursprungsort des geheimnisvollen Protomoleküls, führt. Unterdessen drohen die Spannungen zwischen Erde und Mars zu eskalieren…

Review: Episodenbild (c) SyFy Die bereits Ende 2015 angelaufene, aber im aufgeblähten US-Fernsehmarkt wenig beachtete erste Staffel war, bedingt durch die geringe Episodenanzahl, ein kurzer, aber auch erfreulicher Testballon, der meiner Meinung nach gezeigt hat, dass selbst ein Nischensender wie Syfy ab und an noch dazu in der Lage ist, eine kompetent gemachte Science-Fiction Serie zu produzieren, die ihr Publikum zu jeder Zeit ernst nimmt. Nach einer sehr langen Wartezeit ist mit "Safe" die 2. Staffel an den Start gegangen. Die Auftaktfolge fackelt dann auch nicht lange und erweitert mit Gunnery Sergeant Roberta "Bobbie" Draper und ihrem Team von Marines die Welt von "The Expanse" um eine neue Figur und damit auch eine neue Perspektive. Die Serie arbeitet sich an dieser Stelle noch immer durch das letzte Drittel des ersten Bandes der Vorlage und Sergeant Draper ist eigentlich eine Figur aus dem Folgeband. Die Autoren haben aber wie schon bei Avasarala in der ersten Staffel beschlossen, die Figur in der Serie zeitiger einzuführen, wohl nicht nur um mit den in der ersten Staffel zu kurz gekommenen Marsianern endlich auch der letzten Konfliktpartei einen dauerhaften Bezugspunkt zu geben, sondern vor allem, weil die Figur bei den Lesern eine Favoritin ist. Ich selbst bin zwar nicht der größte "Bobbie"-Fan, aber ihre Szenen in der Auftaktfolge sind gut in die restlichen Geschehnisse der Folge eingearbeitet. Bobbie als Charakter selbst gibt abseits der mit einer ungesunden Portion Hurra-Patriotismus gesegneten, taffen Soldatin und der in einigen etwas übertrieben Szenen (Armdrücken gegen ihre Power-Rüstung) zur Schau gestellten "Badass"-Haltung noch nicht viel her, lässt aber erahnen, dass sich unter der harten Schale ein weicher Kern befinden könnte.

Als weniger überzeugend empfand ich die neuen Rüstungen. Ich möchte mir einreden, dass sich meine Vorstellungen aus den Büchern mit der Serienvariante beißt und ich deswegen vom Design der Power Armour enttäuscht bin, aber ehrlich gesagt ist mir aus den Beschreibungen der Bücher (ein robustes, aber dennoch schmales, 400 Kilo schweres Exoskelett unterstützt durch Aktoren an den Gelenken mit genügend Platz für etliche tausend Schuss Munition usw.) nie richtig klar geworden, wie die Rüstungen aussehen sollten. Das Design der Serienvariante weißt jedenfalls auf dem ersten Blick etliche Schwachstellen (insbesondere an den Gelenken) auf. Mir ist klar, dass die Serie nicht das Budget für einen CGI-Suit wie bei Iron Man oder Batman V Superman hat und die Macher einen gesunden Kompromiss zwischen Kosten und Machbarkeit, bei dem die Mobilität der Darsteller jederzeit gewährleistet sein muss, finden mussten. Ich hätte mir nur gewünscht, dass man die Schwachstellen etwas stärker hätte kaschieren können und dass der Anzug abseits der drangeklatschten Metallteile nicht so sehr wie die Oberseite meines Turnschuhs aussehen würde. Atmungsaktiv sollte eigentlich keine Eigenschaft sein, die man mit Power Armour assoziiert. Spaß beiseite. Der Rest der Auftaktfolge macht eine gute, wenn auch nicht überragende Figur.

Episodenbild (c) SyFy Auf der Erde spielt Avasarala weiterhin ein gefährliches Spiel, um einerseits den Frieden im Sonnensystem zu bewahren und andererseits nicht selbst zur Zielscheibe ihres Vorgesetzten Sadavir Errinwright und den Verschwörern zu werden. Ersteres gelingt ihr wieder einmal durch einen Bluff und mit Admiral Souther gewinnt sie einen potentiellen Verbündeten. Einem Anschlag auf ihr Leben entgeht sie hingegen nur knapp. Es würde mich nicht wundern, wenn Errinwright selbst für den Drohnenanschlag gesorgt oder zumindest die OPA-Terroristen unterstützt hat. An Bord der Rocinante geht es in "Safe" wesentlich ruhiger zu und es kommt in Ansätzen zu dem, was ich in der ersten Staffel vermisst habe: die Crew wächst zusammen. Es ist einerseits toll, dem Prozess beiwohnen zu können, andererseits hatte man in der letzten Staffel die familiäre Atmosphäre und das Zusammenspiel der Roci-Crew in der Vorlage dem typischen TV-Drama geopfert. Das rächt sich nun ein bisschen da das Schläferstündchen von Holden und Naomi etwas zu plötzlich kommt, vor allem da die beiden Figuren bis zum Staffelende fast nie einer Meinung waren. Ich schiebe die Nummer in der Luftschleuse (Wie romantisch!) mal auf eine Affekthandlung. Und wie heißt es so schön? Was sich neckt, das liebt sich. Miller hingegen ist das 5. Rad am Wagen. Da er Julie Mao nicht retten konnte, verkommt er wieder zu einem ziellosen, von Selbstmitleid zerfressenen Zyniker. Erst durch den Zuspruch von Naomi versucht er sich auf der Roci einzugliedern.

Fazit: "Safe" ist ein solider Staffelauftakt und mit Ausnahme der Anfangsszene auf dem Mars vielleicht sogar etwas unscheinbar daherkommt. Der Handlungsteil an Bord der Rocinante überzeugt mit ruhigen Charakterszenen, aber wenig Handlungsfortschritt. Die andere Hälfte der Auftaktfolge ist vor allem dem politischen Schlagabtausch gewidmet. Zwar spitzt sich die Situation zwischen den Großmächten im Sonnensystem weiter zu. Der ganz große Knall ist trotz dessen, dass das Sonnensystem am Ende der Episode einen Himmelskörper weniger zählt, hier noch ausgeblieben.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Tu Bacco
(Bilder © 2017 SyFy)




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