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Sense8 - 2x01: F*cking Frohes Neues Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Netflix

Originaltitel: Happy F*cking New Year
Episodennummer: 2x01
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 23. Dezember 2016 (Netflix)
Drehbuch: Lana Wachowski & J. Michael Straczynski
Regie: Lana Wachoswki
Hauptdarsteller: Doona Bae als Sun Bak, Jamie Clayton als Nomi Marks, Tina Desai als Kala Dandekar, Tuppence Middleton als Riley Blue, Toby Onwumere als Capheus van Damnne, Max Riemelt als Wolfgang Bogdanow, Miguel Ángel Silvestre als Lito Rodriguez, Brian J. Smith als Will Gorski.
Gastdarsteller: Terrence Mann als Mr. Whispers, Freema Agyeman als Amanita, Alfonso Herrera als Hernando, Eréndira Ibarra als Daniela, Purab Kohli als Rajan Rasal, Paul Ogola als Jela, Max Mauff als Felix, Martin Wuttke als Volker Böhm, Naveen Andrews als Jonas Maliki, Daryl Hannah als Angelica u.a.

Kurzinhalt: Will und Riley sind untergetaucht, um sich vor Whispers zu verstecken und damit auch den Rest des Clusters vor ihm zu schützen. Damit Whispers mit ihm nicht in Kontakt treten kann, wird Will fast ständig unter Drogen gesetzt. Auch Nomi versteckt sich, und wird nach wie vor von den Behörden gesucht – die ihrer Freundin Amanita ständig auflauern. Kala hat indes Rajan geheiratet, ziert sich jedoch, die Ehe auch zu vollziehen. Und generell ist sie – nicht zuletzt aufgrund ihrer Gefühle für Wolfgang– in ihrer Ehe nicht unbedingt sonderlich glücklich. Wolfgang wiederum kann sich darüber freuen, dass sein bester Freund Felix aus dem Koma erwacht. Danach muss er sich jedoch zunehmend dagegen wehren, ins Familiengeschäft einzusteigen und in die Gangster-Fußstapfen seines Vaters zu treten. Und auch Capheus droht immer tiefer in die Machenschaften des Verbrecherlords hineingezogen zu werden. Sun sitzt nach wie vor ungerechtfertigter Weise im Gefängnis – und in Einzelhaft. Doch selbst dort ist sie vor ihrem Bruder nicht sicher. Indes kommt durch Papparazzi-Fotos Litos Doppelleben ans Tageslicht. Während ihm seine Manager dazu raten, es zu leugnen, beschließt er sich jedoch zum mutigen Schritt, zu seiner Sexualität – und seiner Beziehung mit Hernando – zu stehen. Dies bringt jedoch auch weniger erfreuliche Konsequenzen mit sich. Mental miteinander verbunden, durchleben die acht Sensates ein halbes Jahr voller Hohen und Tiefen…


Review: Episodenbild (c) Netflix Aufgrund der komplexen, globalen Produktion, die eine große logistische Herausforderung darstellt, sind die Pausen zwischen den "Sense8"-Staffeln ungewöhnlich lang. Ehe es mit der zweiten Staffel losgeht, müssen wir uns noch bis 08. Mai gedulden. Immerhin wurde den Fans der Serie mit dem Weihnachtsspecial ein schönes Feiertagsgeschenk gemacht, um die Wartezeit bis dahin zu verkürzen. Auffällig ist dabei in erster Linie, wie sehr es sich vom Aufbau her von der ersten Staffel unterscheidet. Diese bot auf 12 Episoden verteilt in etwa 10 Stunden Unterhaltung, die sich allesamt in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum von ein paar Tagen zugetragen haben. "F*cking Frohes Neues" knüpft nun wenige Wochen nach den Ereignissen aus Season 1 an, und erzählt dann auszugsweise, was die Sensates bis zum Jahresende erleben. Dementsprechend umfasst die Handlung diesmal gleich mehrere Monate, die uns immer auszugsweise präsentiert werden. Hier die Geburtstagsfeier der Sensates, da ein Thanksgiving-Dinner, bis hin zum Weihnachtsfest und der Neujahrsfeier – zwischendurch angereichert mit den wichtigsten Ereignissen aus ihrem Leben, wie z.B. Litos Coming Out.

Eben dieser ungewöhnliche Aufbau gibt dem Weihnachtsspecial teilweise einen etwas zerfahren oder auch episodenhaften Eindruck. Irgendwie wirkt es ein bisschen wie ein "Best Of", weil wir halt wirklich nur die Höhepunkte erleben, bei den wirklich wichtigen Momenten dabei sind. Darüber hinaus kann es einem solchen zweistündigen Special halt auch nie gelingen, eine ähnliche Spannung oder emotionale Wirkung zu erzeugen, wie dies bei einer fortlaufenden Handlung über zwölf Episoden hinweg der Fall ist. Auf all dies sollte man sich im Vorfeld einstellen, um nicht enttäuscht zu werden. Mir selbst gelang das jedoch ziemlich gut, und so war ich mit "F*cking Frohes Neues" insgesamt sehr zufrieden. Ich habe mir das Special gleich am 23.12. angesehen, und der größte Reiz lag für mich darin, all diese beliebten Figuren wieder zu sehen, und zu erfahren, wie es ihnen in der Zwischenzeit ergangen ist. Was das betrifft, hatte das Special wirklich etwas von Weihnachten mit Freunden. Der einzige kleine Störfaktor dabei war die Neubesetzung von Capheus. Zwar spielt man mit einem netten, doppeldeutigen (und teilweise die vierte Wand durchbrechenden) Kommentar direkt darauf an. Und insgesamt bekam Toby Onwumere hier auch einfach noch nicht genug zu tun, um ein faires Urteil abgeben zu können. Aber optisch war es schon eine große Umstellung, und mein erster Eindruck ist, dass ihm darüber hinaus jene Leichtigkeit, Unbeschwertheit, Natürlichkeit, Rohheit und Unverfälschtheit fehlt, die Aml Ameen in dieser Rolle für mich so auszeichnete. Davon abgesehen ist der einzige echte Haken, wie schon angedeutet, dass "F*cking Frohes Neues" weniger eine durchgängige Geschichte erzählt, als vielmehr aus verschiedenen einzelnen Vignetten besteht, die zusammen zwar ein durchaus interessantes Kaleidoskop ergeben, jedoch nicht die erzählerische und dramaturgische Dichte der ersten Staffel erreichen. Und wenn ich kleinlich wäre, könnte ich jetzt auch noch die Frage stellen, wie Whispers wissen konnte, dass es ihm just an Weihnachten gelingen würde, mit Will in Kontakt zu treten – immerhin hat er ja extra deswegen dessen Vater aufgesucht.

Episodenbild (c) Netflix Letztendlich ändern jedoch all diese Punkte nichts daran, dass mich "F*cking Frohes Neues" – als bekennender, großer Fan der Serie – wieder bestens unterhalten und ich mich über dieses Wiedersehen sehr gefreut habe. Am deutlichsten und positivsten stachen dabei ganz klar einzelne Momente hervor. JMS und Lana Wachowski verstehen es einfach, absolut wundervolle Szenen zu erschaffen, die einem eine Gänsehaut bescheren, und noch lange in Erinnerung bleiben. Wie z.B. der wunderschön inszenierte Einstieg, wo sich die Sensates allesamt in weniger erfreulichen Umständen finden, jedoch in ihren Gedanken gemeinsam im Meer schwimmen und durch diesen Zusammenhalt die nötige Stärke bekommen, um sich ihren jeweiligen Herausforderungen zu stellen. Oder auch die großartige, wirklich erotische Orgien-Szene, die zumindest ich als großes "Fuck you!" in Richtung aller empfand, die sich kritisch gegenüber den betreffenden Momenten aus der ersten Staffel äußerten, und die – aus ihrer Sicht – zu vielen Sex- und Nackedei-Szenen anprangerten. Die werden zumindest mit diesen paar Minuten wohl doch eher weniger Freude gehabt haben; ich fand's hingegen wirklich lustig, mutig und sinnlich.

Der hervorstechendste und beste Moment war allerdings ganz klar die Weihnachtsfeier, die noch dazu mit einer grandiosen, Gänsehaut erzeugenden Coverversion von "Hallelujah" unterlegt war (gesungen von Daniel Martin Moore; und schon allein aufgrund Leonard Cohens kürzlichem Tod war das ein wirklich ergreifender Moment). Neben Cerseis Rache am Ende der sechsten "Game of Thrones"-Staffel war das mit die perfekteste Szene, die mir 2016 im Fernsehen untergekommen ist. Aber auch das Finale zu Silvester war sehr gut gemacht, und bot einen interessanten Mini-Cliffhanger für die anstehende zweite Staffel. Was nun die einzelnen Handlungsstränge betrifft, so hat mir alles rund um Lito und sein erzwungenes Coming Out am besten gefallen. Dies führte dann schließlich auch zu zwei weiteren großartigen Szenen. Die erste jene, wo Lito nach Hause kommt, wo er von Reportern und Schwulenhassern begrüßt wird, und die anderen Sensates diese Erfahrung teilen, und sich an eigene, ähnliche Erfahrungen erinnern, als sie für bestimmte Eigenschaften von anderen niedergemacht wurden. Und die andere sein Besuch bei seiner Mutter. Es war zwar nicht überraschend – irgendwie hatte es mir das schon gedacht; alles andere hätte ja auch nicht wirklich zum optimistisch-hoffnungsvollen Charakter der Serie gepasst – dennoch war es ein wundervoller, erhebender, positiver und versöhnlicher Moment. Sehr nett fand ich auch alles rund um Will und Riley. Handlungstechnisch geht dabei zwar nicht unbedingt viel weiter, aber ich finde die beiden als Paar einfach nach wie vor ungemein süß. Zudem brachten die Besuche von Whispers ein bisschen Spannung hinein. Und auch die Parallelen zwischen Will und Angelica – die ja zuletzt ebenfalls unter Drogeneinfluss stand – fand ich interessant (zudem hat mich das mit den die Telepathie unterdrückenden Drogen/Medikamenten an "Babylon 5" zurückerinnert).

Episodenbild (c) Netflix Nicht ganz so gepackt hat mich alles rund um Kala; war zwar ok, und bot ebenfalls einzelne nette Momente, hat mich jetzt aber nicht übermäßig begeistert. Capheus bekam generell so gut wie nichts zu tun. Sun steckte die ganze Zeit über in ihrer Zelle fest, da war größeren Plotentwicklungen auch von vornherein ein Riegel vorgeschoben. Und auch bei Nomi und Amanita tat sich jetzt nicht viel. So wie auch einige andere Figuren schienen mir die halt doch gerade eher festzustecken, was wohl insgesamt für den stockend-stillstehenden Eindruck des Specials mitverantwortlich war. Eben deshalb stachen für mich eben all jene Handlungsstränge, wo sich der Status Quo merklich veränderte, ganz besonders hervor. Wie z.B. eben auch rund um den letzten Sensate, Wolfgang, dessen Plot ich ebenfalls sehr interessant fand. Wie man versucht, ihn ins "Familiengeschäft" hineinzuziehen – und er am Ende nicht nur erkennen muss, dass es wohl besser gewesen wäre, er hätte dieses Angebot angenommen, sondern auch, dass er seinem Schicksal wohl nicht entfliehen kann. Happy Fucking New Year!

Fazit: Von einem zweistündigen Special darf man sich natürlich einen ähnlichen Spannungsaufbau und eine komplexe-epische Handlung erwarten, wie einer über zehn Stunden langen Staffel. Auch das Konzept hinter dem Special, welches uns Auszüge aus in etwa einem halben Jahr aus dem Leben der Sensates zeigt, verleiht "F*cking Frohes Neues" teilweise einen etwas zerfahrenen, episodenhaften Eindruck. Von diesen Punkten abgesehen hat mir das Weihnachtsspecial, als bekennender Fan der Serie, aber sehr gut gefallen. Es war wieder einmal absolut großartig inszeniert, und bot wieder einmal Kino fürs Fernsehen – selbst "Game of Thrones" tut sich da schwer, mitzuhalten. Zudem war es ganz einfach schön, diese altbekannten Figuren, die im Verlauf der ersten Staffel ja doch irgendwie zu Freunden geworden sind (fast könnte man sich als Zuschauer als Teil des Clusters wähnen), wieder zu treffen, und zu erfahren, wie es mit ihnen nach den Ereignissen aus der ersten Staffel weitergegangen ist. Vor allem aber haben es Lana Wackowski und JMS nicht verlernt, uns zahlreiche Höhepunkte und grandiose Momente zu schenken, die mir eine Gänsehaut verschafften, und dem geneigten Zuschauer wohl noch lange in Erinnerung bleiben werden. Insgesamt haben die "Sense8"-Macher ihren Fans mit diesem Special ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk gemacht, dass einerseits die Wartezeit auf die zweite Staffel etwas verkürzte, und zugleich meine Vorfreude auf diese wieder aufs Neue entfachte.

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2016 Netflix)




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