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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: Drone
Episodennummer: 5x02
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 21. Oktober 1998
Erstausstrahlung D: 19. Juni 1999
Drehbuch: Harry Doc Kloor, Bryan Fuller, Brannon Braga & Joe Menosky
Regie: Les Landau
Hauptdarsteller: Kate Mulgrew als Captain Kathryn Janeway, Robert Beltran als Chakotay, Tim Russ als Tuvok, Roxann Biggs-Dawson als B'Elanna Torres, Robert Duncan McNeill als Tom Paris, Robert Picardo als The Doctor, Jerry Ryan als Seven of Nine, Ethan Phillips als Neelix, Garrett Wang als Harry Kim.
Gastdarsteller: J. Paul Boehmer als One, Todd Babcock als Mulcahey, Majel Barrett als computer voice u.a.

Kurzinhalt: Paris, Torres, Seven und der Doktor fliegen mit einem Shuttle los, um einen protostellaren Nebel zu untersuchen. Als sich dieser plötzlich ausdehnt, sendet man einen Notruf an die Voyager, die daraufhin zur Rettung eilt und die vier Crewmitglieder an Bord beamt. Dabei kommt es jedoch zu einer Fehlfunktion, und ein paar von Sevens Borg-Naniten geraden in den mobilen Emitter des Doktors. Dieser stellt zuerst seine Funktion ein – woraufhin der Doktor kurzfristig wieder auf die Krankenstation beschränkt ist. Als man ihn am nächsten Tag untersucht, nimmt er vom betreffenden Besatzungsmitglied eine DNA-Probe und beginnt damit, eine Borg-Drohne heranzuzüchten. Diese wächst rasend schnell heran, und da sich Captain Janeway nicht dazu durchringen kann, den Prozess zu unterbinden und das neu entstehende Leben einfach so zu töten, sieht sich die Voyager-Crew schon kurz darauf einer ausgewachsenen Borg-Drohne gegenüber, die zudem mit futuristischer Technologie aus dem 29. Jahrhundert – von dem der mobile Holo-Emitter des Doktors ja entstammt – ausgestattet ist. Seven of Nine wird die heikle Aufgabe zuteil, den Nachwuchs quasi zu erziehen und ihn zu einem wertvollen Mitglied der Besatzung zu machen. Doch Erster, wie er sich selbst nennt, bekundet schon bald sein Interesse am Borg-Kollektiv. Seine Rückkehr in eben dieses käme aufgrund seiner fortschrittlichen Technologie einer Katastrophe gleich…

Denkwürdige Zitate: "I'm a doctor, not a peeping Tom."
(Ok, das ist wohl der beste McCoynismus, den er je von sich gegeben hat.)

"You are the Emergency Medical Hologram."
"And you are very observant."
(Der Doktor lobt Erster's Beobachtungsgabe.)

"Seven of Nine, do you wish to rejoin the Collective?"
"Voyager is my Collective."
(Seven scheint sich an Bord der Voyager langsam zu Hause zu fühlen.)


Review: Episodenbild (c) CBS Auch wenn die Episode eine eher ruhige und charakterorientierte Folge war, bot sie doch auch wieder was fürs Auge. Die Aufnahmen des Weltraumnebels waren wunderbar getrickst und sahen einfach nur großartig aus. Generell gab es an der Produktionsqualität wieder einmal nicht das Geringste auszusetzen. Inhaltlich sieht die Sache schon etwas differenzierter aus. So weckte "Die Drohne" bei mir teils starke Erinnerungen an "Datas Nachkomme". Der wesentlichste Unterschied dabei ist wohl, dass Data seine Tochter Lal bewusst geschafft hat, während das Quasi-Kind zwischen dem Doktor und Seven auf einen Unfall zurückzuführen ist. Dennoch findet sich hier nun just jene Figur des Ensembles, die mit ihrer eigenen Menschlichkeit kämpft, in der Rolle des Elternteils wieder. Dabei hätte ich es persönlich besser gefunden, wenn man den Fokus noch stärker auf Seven, statt auf die geschaffene Borg-Drohne gerichtet hätte. Die letzte Einstellung verdeutlicht zwar noch einmal, dass die Ereignisse hier nicht spurlos an ihr vorübergegangen sind – und spiegelte zudem wunderbar die allererste Szene wieder. Aber irgendwie gelang es der Episode so richtig, mir deutlich zu machen, dass – bzw. warum – Seven an Erster's Schicksal gelegen ist.

Überaus kritisch sehe ich auch Janeways Entscheidung, diese Bord-Drohne bis zu ihrer Vollendung entwickeln zu lassen. Natürlich ist es eine schwierige Situation, und wäre es eine harte Entscheidung gewesen, vorzeitig den Stecker zu ziehen und damit quasi eine Abtreibung durchzuführen. Allerdings hat Janeway ja bereits in "Tuvix" gezeigt, dass sie nicht davor zurückschreckt, das Wohl ihrer Crew vor das Wohl eines einzelnen Individuums zu stellen. Und gerade auch angesichts der fortschrittlichen Technologie, die der Drohne zur Verfügung stand, war das Risiko für Schiff und Besatzung letztendlich viel zu hoch. Insofern wirkte Janeway auf mich hier ziemlich leichtfertig, um nicht zu sagen unverantwortlich. Gleiches gilt für ihre Entscheidung am Ende, wo sie Erster aufs Borg-Schiff rüberschickt und dabei das Risiko eingeht, dass es den Borg gelingt, ihn zu assimilieren und so an die fortschrittliche Technologie zu gelangen. Eher dämlich wirkte auch das Crewmitglied, dass sich überrumpeln und "assimilieren" ließ, statt sofort Bericht zu erstatten. Seltsam auch, dass der Doktor die Einschränkung seines Bewegungsspielraums einfach so und ohne Protest hinnahm. Natürlich, als Doktor ist er an den hippokratischen Eid gebunden, der Erster mit einschließt, dennoch fand ich es seltsam, dass die Tatsache, dass er nun in der Krankenstation eingesperrt ist, nach seiner ersten Forderung den mobilen Emitter so rasch als möglich zu reparieren nicht mehr thematisiert wurde. Und auch das Ende hat mich eher enttäuscht. Es ist halt einfach von Anfang an klar, dass die Drohne die Episode nicht überleben wird. Doch statt die Crew dazu zu zwingen, ihr Leben zu beenden, da sie einfach eine zu große Gefahr dargestellt hätte, begeht Erster quasi Selbstmord – was auf mich doch etwas wie ein Rückzieher wirkte. Ich finde, hier machte man es der Voyager-Crew dann doch zu leicht. Nett fand ich dafür die schwierige Situation, als sich Erster zunehmend für die Borg zu interessieren beginnt, und wie die Crew damit umgeht. Das war ein interessantes Dilemma. Zudem gab es einzelne gelungene Momente und amüsante, auflockernde Kommentare. An die – in meinen Augen eh auch "nur" gute – Vorlage "Datas Nachkomme" kommt sie aber wie ich finde nicht ganz heran.

Fazit: Episodenbild (c) CBS "Die Drohne" hat mich für inhaltlich nicht so wirklich funktioniert. Captain Janeways Entscheidung, die Drohne nicht sofort zu vernichten, wirkte aufgrund des enormen Risikos, dass sie aufgrund der fortschrittlichen Technologie mit dem sie sich verband darstellte, unverantwortlich. Auch die Entscheidung, Erster am Ende zum Borg-Schiff rüberzuschicken war überaus riskant. Darüber hinaus litt die Folge darunter, dass von vornherein klar ist, dass die Drohne die Episode nicht überleben wird, und ich mir zudem einen anderen, härteren Ausgang gewünscht hätte (man denke ja nur an "Tuvix" zurück). Und ein etwas stärkerer Fokus auf Seven und ihre eigenen Gedanken und Gefühle in dieser ganzen Sache hätte auch nicht geschadet. Dennoch war die Grundidee nicht uninteressant, gefiel mir vor allem das Dilemma rund um die Neugier von Erster im Hinblick auf die Borg, war die Folge – abseits eines ziemlichen Hängers im Mittelteil – soweit ganz kurzweilig, und hatte mit dem nett getricksten Weltraumnebel ein nettes optisches Schmankerl zu bieten. Wirklich begeistern konnte mir "Die Drohne" aber nicht.

Wertung: 2 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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Kommentare (2)
RSS Kommentare
1. 04.02.2016 12:47
 
Eine meiner Lieblingsfolgen aus Voyager, eine der besten der sonst eher schwachen zweiten Staffel. Sie zeigt die Gefahr die während einer Gedankenverschmelzung besteht. Die Neugierde des Vulkaniers muss ausnahmsweise einmal stärker als seine Logik gewesen sein, als er zurückkommt , um die Verschmelzung zu beginnen. Die Entwicklung wird durch hervorragende Dialoge zwischen den beiden vorangetrieben, Brad Dourif mimt den Psycho mal wieder hervorragend und seine dunklen Augen unterstreichen die Düsternis seiner Rolle. Schade dass Suder der einer der besten Charaktere bei Voyager war so früh die Serie verlassen hat. 4,5 Sterne.
 
2. 04.02.2016 12:49
 
Hallo Tomscore, vielen Dank für deinen Kommentar! Ja, die zweite Staffel hat im Vergleich zur ersten merklich nachgelassen. Wünschte, ich könnte bei "Gewalt" zustimmen; alles rund um Suder fand ich ja eh auch toll, aber alles rund um Tuvok war irgendwie eher na ja. Eh ganz nett, aber jetzt nicht ganz so begeisternd. Wo ich dir aber voll und ganz recht geben kann, ist bei Suder. Den fand ich nämlich auch sehr interessant, und hätte gern noch viel mehr von ihm gesehen...
 

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