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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: Life Line
Episodennummer: 6x24
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 10. Mai 2000
Erstausstrahlung D: 18. Mai 2001
Drehbuch: Robert Doherty, Raf Green & Brannon Braga
Regie: Terry Windell
Hauptdarsteller: Kate Mulgrew als Captain Kathryn Janeway, Robert Beltran als Chakotay, Tim Russ als Tuvok, Roxann Biggs-Dawson als B'Elanna Torres, Robert Duncan McNeill als Tom Paris, Robert Picardo als The Doctor, Jerry Ryan als Seven of Nine, Ethan Phillips als Neelix, Garrett Wang als Harry Kim.
Gastdarsteller: Dwight Schultz als Barclay, Marina Sirtis als Deanna Troi, Tamara Craig Thomas als Haley, Jack Shearer als Hayes, Majel Barrett als Computer Voice u.a.

Kurzinhalt: Rund ein Jahr nachdem es dem Pathfinder-Projekt dank Barclays Hilfe gelungen ist, mit der Voyager in direkten Kontakt zu treten, ist man wieder einen entscheidenden Schritt weiter: Ab sofort wird ein Datenaustausch in etwa im monatlichen Rhythmus möglich sein. Die Sternenflotte schickt der Voyager die wichtigsten Updates zu den jüngsten Entwicklungen, und lädt sie wiederum dazu ein, ihnen innerhalb des 48 Stunden langen Zeitfensters eine Antwort zu schicken. Als der Doktor einen Brief von zu Hause erhält, ist er jedoch betrübt – erfährt er doch von Barclay, dass sein Schöpfer Dr. Lewis Zimmerman an akutem subzellularem Zerfall leidet, und nur mehr wenige Monate zu leben hat. Er bittet Captain Janeway daraufhin darum, in den Alphaquadranten geschickt zu werden, um seinen "Vater" helfen zu können. Doch Lewis Zimmerman ist über den Besuch von der Voyager alles andere als erfreut. Die Version Mark 1 des medizinisch-holographischen Notfallprogramms ist längst veraltet – warum soll er sich in die Hände eines Dinosauriers begeben? In der Hoffnung, zwischen Schöpfer und Schöpfung zu vermitteln, wendet sich Barclay sogar an Counsellor Deanna Troi, die daraufhin für einen Kurzbesuch auf die Jupiter-Station kommt. Doch auch ihr Einfluss scheint nichts zu bewirken…

Denkwürdige Zitate: "If it weren't for his years of work, I wouldn't be standing here. I owe him something. And frankly, so does this crew. In a way, he's responsible for every life I've saved."
(Der Doktor, als er Captain Janeway darum ersucht, in den Alphaquadranten geschickt zu werden.)

"He has been running almost continuously for six years. He has seen more things than most doctors can even imagine."
"I also have an exceptionally high tolerance for difficult patients."
(Im Falle von Dr. Zimmerman aber wohl nicht hoch genug.)

"I came here thinking that you were opposite sides of the same coin. Identical, but different. Now I see you're both exactly the same. You're both jerks."
(Ist das Ihre offizielle Diagnose, Counsellor Trio?)


Review: Episodenbild (c) CBS Wie die Inhaltsangabe schon verrät, knüpft "Rettungsanker" an "Das Pfadfinder-Projekt" an. Ganz erreicht die Quasi-Fortsetzung deren Niveau zwar nicht, dennoch konnte mir die Episode gut gefallen. Bereits zu Beginn begeistert die Folge mit beeindruckenden Effektaufnahmen der Jupiter-Station, die dann auch danach regelmäßig eingestreut werden, und einen echten Augenschmaus boten. Zudem sticht hervor, dass die Episode nicht nur Barclay zurückbringt, sondern dieser wie bereits bei "Das Pfadfinder-Projekt" wieder im Tandem mit Deanna Troi auftritt. Auch diesmal ist Marina Sirtis Rolle eher klein, dennoch freute ich mich über diese Verknüpfung zur "Next Generation" bzw. den Besuch von der Enterprise (der Barclay natürlich auch entstammt, aber der war halt kein Mitglied der Stammbesetzung). Ich persönlich mag solche Überschneidungen von Serien nun mal sehr gerne. Und auch wenn der Fokus bei "Rettungsanker" stärker auf den Doktor und Lewis Zimmerman liegt, und die beiden im Vergleich zu "Das Pfadfinder-Projekt" doch eher in den Hintergrund rücken, spielen sie letztendlich trotzdem eine wesentliche und wichtige Rolle im Geschehen – und sind somit auch mehr als nur schmückendes Beiwerk.

Trotzdem bilden das MHN und Zimmerman natürlich das Herz der Folge. Die Begegnung zwischen Kreation und Schöpfer gibt Robert Picardo die Möglichkeit, gleich in zwei – doch sehr unterschiedliche – Rollen zu schlüpfen (wobei erwähnt sei, dass er Zimmerman zuvor bereits bei DS9 und – als Holo-Simulation – in einer VOY-Episode verkörpert hat). Hierbei sticht zuerst die vorzügliche Arbeit bei der Umsetzung der Szenen, in denen beiden zugleich im Bild zu sehen sind, hervor. Diese sind nämlich wirklich absolut makellos umgesetzt. Hier ist den Trick-Technikern, Regisseur Terry Windell (der trotz der damit verbundenen Herausforderung Mut zu längeren Einstellungen und einer sich bewegenden Kamera beweist) und auch Robert Picardo (der genau auf sein Timing achten musste) uneingeschränkt Lob auszusprechen. Heutzutage mag man solche Szenen – nicht zuletzt dank "Orphan Black" – gewohnt sein, aber damals war das nun wahrlich nicht alltäglich. Man denke nur an die entsprechenden Anfänge bei TOS, z.B. in "Der alte Traum", oder auch der TNG-Folge "Die Zukunft schweigt", wo immer streng darauf geachtet werden musste, dass beide Figuren nur einen bestimmten Teil des Bildes einnehmen, und sich ja nicht überschneiden. Und hier sehen wir sogar, wie eine Figur der anderen den medizinischen Tricorder aus der Hand schlägt! Aber auch Robert Picardos Leistung wusste zu gefallen, gelingt es ihm doch mühelos, beide Figuren klar voneinander abzugrenzen. Und auch das Drehbuch ist gelungen. Dieses überzeugt nicht nur mit einigen schön geschriebenen Dialogen und amüsanten Momenten, sondern auch einem gut erdachten Grunddilemma, dass sofort mein Interesse weckte: Die Schöpfung, die ihren Schöpfer retten muss. Zusätzlich aufgewertet wurde die Episode dann durch den Konflikt zwischen den beiden, der zudem schön (und nachvollziehbar) erklärt wurde, und in Zuge dessen wir auch einen Einblick in die Geschichte des MHN-Programms erhielten. Und auch die Lösung für das Problem – nämlich das Programm des Doktors zu sabotieren und so zuerst Zimmerman dazu zu zwingen, diesen zu retten – gefiel mir. Last but not least gefiel mir auch die kleine Anspielung auf TOS, mit dem holographischen Leguan, der wohl nicht zufällig "Leonard" getauft wurde.

Fazit: Episodenbild (c) CBS Wenn man an "Rettungsanker" ein Härchen in der Suppe finden will, dann wohl, dass von vornherein am Ausgang der Folge kein Zweifel besteht. Davon abgesehen hat mir diese Episode, die an "Das Pfadfinder-Projekt" anknüpft, aber sehr gut gefallen. Die Folge bot mit den CGI-Aufnahmen der Jupiterstation ein paar eindrucksvolle Bilder, und auch die Effekte mit dem MHN sowie Lewis Zimmerman in einem Bild konnten – für damalige Verhältnisse – beeindrucken. Zudem spielt Robert Picardo beide Figuren sehr gut, grenzt sie klar und deutlich voneinander ab, und ist im Zusammenspiel mit sich selbst auch vom Timing her perfekt. Darüber hinaus freute ich mich über das Wiedersehen mit Barclay und Deanna Troi, wodurch auch die Serien des "Star Trek"-Universums wieder eine Spur näher zusammenrücken. Und auch die Einblicke in die Geschichte des MHN-Programms waren interessant. Wie gesagt, spannend im engeren Sinne des Wortes mag "Rettungsanker" nicht gerade gewesen sein. Dennoch verstand sie es, mich gut zu unterhalten.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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Kommentare (2)
RSS Kommentare
1. 04.02.2016 12:47
 
Eine meiner Lieblingsfolgen aus Voyager, eine der besten der sonst eher schwachen zweiten Staffel. Sie zeigt die Gefahr die während einer Gedankenverschmelzung besteht. Die Neugierde des Vulkaniers muss ausnahmsweise einmal stärker als seine Logik gewesen sein, als er zurückkommt , um die Verschmelzung zu beginnen. Die Entwicklung wird durch hervorragende Dialoge zwischen den beiden vorangetrieben, Brad Dourif mimt den Psycho mal wieder hervorragend und seine dunklen Augen unterstreichen die Düsternis seiner Rolle. Schade dass Suder der einer der besten Charaktere bei Voyager war so früh die Serie verlassen hat. 4,5 Sterne.
 
2. 04.02.2016 12:49
 
Hallo Tomscore, vielen Dank für deinen Kommentar! Ja, die zweite Staffel hat im Vergleich zur ersten merklich nachgelassen. Wünschte, ich könnte bei "Gewalt" zustimmen; alles rund um Suder fand ich ja eh auch toll, aber alles rund um Tuvok war irgendwie eher na ja. Eh ganz nett, aber jetzt nicht ganz so begeisternd. Wo ich dir aber voll und ganz recht geben kann, ist bei Suder. Den fand ich nämlich auch sehr interessant, und hätte gern noch viel mehr von ihm gesehen...
 

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