HOME PROJEKTE LINKS CHAT JOBS DATENSCHUTZ ARCHIV
Startseite arrow News-Archiv arrow Babylon 5 arrow Von den Pionieren des Stummfilms
Navigation
Startseite
Reviews
Kolumnen & Specials
Gewinnspiele
TV-Planer
Interviews
News-Archiv
Filme
Filme von A-Z
Serien
24
Akte X
Babylon 5 Universum
Doctor Who
Fringe
Galactica Universum
Game of Thrones
Lost
Primeval
Stargate
Star Trek
Supernatural
The Vampire Diaries
Neue Reviews
Intern
Impressum
Datenschutz
Team
Jobs
Suche



News
Von den Pionieren des Stummfilms Drucken E-Mail
Skladanowsky, Lumière, Méliès, Griffith u.a. Kategorie: DVD & Kino - Autor: Björn Flügel - Datum: Dienstag, 11 September 2012
 
Georges Méliès - SPECiAL

Max und Emil Skladanowsky, Auguste und Louis Lumière, Georges Méliès, Edwin S. Porter, D.W. Griffith – Mit diesen Namen verbindet man die Ursprünge des Stummfilms und des Filmgeschäftes an sich. In diesem Beitrag zu unserem Special anlässlich des 110. Jahrestages der Uraufführung von Georges Méliès "Die Reise zum Mond" kehren wir zu den Wurzeln des Kinos zurück und betrachten die Meilensteine in der Entwicklung des Stummfilms.

Szenenbild aus 'L'Arrivée d'un Train en Gare de La Ciotat'Am 1. November 1895 führten die Brüder Skladanowsky in Berlin erstmals eine Reihe von Kurzfilmen öffentlich mit ihrem Bioskop auf. Etwa zeitgleich präsentierten die Brüder Lumière in Paris einige Filme mit ihrem Kinematographen. Am 28.12.1895 fand ihre erste Vorstellung vor zahlendem Publikum statt – das Kino war geboren. Auf Grund der technischen Beschränkungen konnte sich das Prinzip des Bioskops nicht durchsetzen, so dass die Erfindung der Lumière-Brüder heute als wegweisend für den Film gilt. Die ersten Filme waren meist nur wenige Minuten lang und griffen alltägliche Begebenheiten auf. Einen hohen Bekanntheitsgrad erlangte beispielsweise "L'Arrivée d'un Train en Gare de La Ciotat" (1886) von den Lumières, der lediglich einen einfahrenden Zug zeigt. Jedoch soll – der Legende zufolge – das Publikum den Vorführraum in Panik verlassen haben, da es glaubte, der Zug würde sie überfahren. Unabhängig des Wahrheitsgehaltes dieser Anekdote belegt sie doch, welche Wirkung der aufkommende Film auf die Zuschauer, die bis dato Stand- und allenfalls Serienfotografien kannten, hatte. Das sogenannte "Kintopp" bzw. "Nickelodeon", wie es in den USA genannt wurde, war eine unvorstellbare Weiterentwicklung. Dass sich Bilder bewegen könnten, lag jenseits aller Vorstellungskraft, und dementsprechend entwickelte sich der frühe Film rasch zu einer populären Attraktion, die in Varieté-Theatern und auf Jahrmärkten präsentiert wurde.

Während die Lumières den Film nur als Ergänzung zur Fotografie betrachteten, hatte Georges Méliès erkannt, welches Potenzial in dieser neuen Errungenschaft lag. Er verstand, dass sich mit dem neuen Medium phantastische Geschichten erzählen ließen. Nachdem er einige kurze Filme, in denen er alltägliche Szenen nachstellte, inszeniert hatte, nutzte er die Möglichkeiten des Films, um seine Traumvorstellungen zu realisieren und die Zuschauer mit ausgefeilter Tricktechnik zu erstaunen. So erzählt er z.B. in "Les Rayons Röntgen" (1898) von einem Mann, der geröntgt wird, woraufhin sich sein Skelett vom Körper loslöst und umherzulaufen beginnt. 1902 drehte Méliès "Die Reise zum Mond (Le Voyage dans la Lune)", womit er den ersten Science-Fiction-Film überhaupt präsentierte und den narrativen Film - etablierte. Doch während Méliès seine Erzähltechnik in den folgenden Jahren kaum weiterentwickelte, experimentierten beispielsweise George Albert Smith ("The Little Doctor", 1901) und Edwin S. Porter ("The Great Train Robbery", 1903, dem ersten Western der Filmgeschichte) mit wechselnden Perspektiven, sich verändernden Größeneinstellungen und entsprechendem Bildschnitt und schufen damit eine Filmsprache.

Szenenbild aus 'The Birth of a Nation'Die französischen Produktionsgesellschaften Pathé und Gaumont entdeckten gleichzeitig die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Films und vertrieben ihre Filme bereits um 1910 weltweit. Das Filmgeschäft expandierte rasant, die Produktionen wurden international ausgetauscht, die ersten Filmverleihe entstanden. Das Publikum war begierig darauf, die Grenzen des (Un-) Möglichen zu erforschen, Einblicke in bislang verborgene Welten zu erhalten und zu Träumen inspiriert zu werden. Und dem trugen die Filmschaffenden Rechnung, indem sie versuchten, die Erwartungen zu übertreffen: Die Bühnenbilder und Dekorationen wurden aufwändiger, die Handlungsbögen umfassender, der technische Aufwand immer höher. Die stetig größer werdende Anzahl an Kinos führte dazu, dass die Filme geradezu inflationär hergestellt wurden. Insbesondere in den USA entwickelte sich zu diesem frühen Zeitpunkt eine Industrie, um 1910 wurde Hollywood zur Traumfabrik, als sich dort immer mehr Filmstudios niederließen. Einer der Pioniere war D.W. Griffith, der dank Filmen wie "Die Geburt einer Nation / The Birth of a Nation" (1915) und "Intoleranz / Intolerance" (1916), der heute als Begründer des Erzählkinos und der filmischen Grammatik gilt.

Die rasche Entwicklung führte dazu, dass das Filmgeschäft vor dem ersten Weltkrieg in eine Krise geriet. Doch insgesamt wäre das Kino ohne diese Pionierzeit und deren einfallsreichen Entdecker nicht das, was wir heute kennen, erwarten und zu schätzen wissen.



Bildquellen: Wikipedia (1) / Wikipedia (2)
Weiterführende Links: Georges Méliès - SPECiAL / Review zu "Die Reise zum Mond" /




Artikel kommentieren
RSS Kommentare

Kommentar schreiben
  • Bitte orientiere Deinen Kommentar am Thema des Beitrages.
  • Persönliche Angriffe und/oder Diffamierungen werden gelöscht.
  • Das Benutzen der Kommentarfunktion für Werbezwecke ist nicht gestattet. Entsprechende Kommentare werden gelöscht.
  • Bei Fehleingaben lade diese Seite bitte neu, damit ein neuer Sicherheitscode generiert werden kann. Erst dann klicke bitte auf den 'Senden' Button.
  • Der vorgenannte Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie einen falschen Sicherheitscode eingegeben haben.
Name:
eMail:
Homepage:
Titel:
BBCode:Web AddressEmail AddressBold TextItalic TextUnderlined TextQuoteCodeOpen ListList ItemClose List
Kommentar:




  fictionBOX bei Facebook   fictionBOX bei Twitter  fictionBOX als RSS-Feed

TV-Planer


1x05 Malivore - Legacies
Serie | Sixx
Do. 12.12.19 | 20.15 Uhr


3x07 Twist and Shout - Ash vs. Evil Dead
Serie | RTL Crime
Do. 12.12.19 | 20.15 Uhr


9x03 Slashdance
American Horror Story | FOX
Do. 12.12.19 | 21.00 Uhr