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"Mondsüchtig" – Phantastische Filmreisen zum Mond Drucken E-Mail
Von "La Lune à un Mètre" bis "Iron Sky" Kategorie: DVD & Kino - Autor: Björn Flügel - Datum: Montag, 10 September 2012
 
Georges Méliès - SPECiAL

Schon immer fühlte sich der Mensch zum Mond hingezogen. Frühere Kulturen verehrten den Erdtrabanten als Gottheit, und noch heute ranken sich um ihn viele Mythen und Legenden. Die erste Mondlandung 1969 hat daran keineswegs etwas geändert. Der Mond beflügelt heute immer noch des Menschen Phantasie und übt auf ihn eine große Faszination aus. Seit den Ursprüngen des Kinos versuchten Filmemacher, den Traum von einer Mondreise – zumindest im Film – wahr werden zu lassen.

Unsere erste filmische Reise zum Mond: Le Voyage dans la LuneGeorges Méliès schuf mit "La Lune à un Mètre" 1898 den ersten Film überhaupt, der den Mond in den Mittelpunkt rückt, auch wenn es hier nicht unbedingt um eine Weltraumreise geht: Ein Astronom schläft in seinem Observatorium ein und wird dort vom Mond höchstpersönlich besucht, der sich schließlich in ein hübsches Mädchen verwandelt. Der Film erhielt für den amerikanischen Markt den Titel "A Trip to the Moon", der den Inhalt zwar völlig verfehlte, aber erstmals einen SF-Bezug herstellte.

1902 inszenierte Méliès die erste wahrhaftigte Mondreise: "Die Reise zum Mond (Le Voyage dans la Lune)". Darin greift er die Romane "Von der Erde zum Mond" (1865) von Jules Verne und "Die ersten Menschen auf dem Mond" (1901) von H.G. Wells auf. Nicht nur, dass Méliès sich für Drehbuch, Design, Produktion und Regie verantwortlich zeichnete, er selbst spielte sogar die Hauptrolle des Professor Barbenfouillis. Mit diesem Film erschuf er praktisch ein ganzes Genre und die Ikone des SF-Films schlechthin. Und auch wenn Méliès später noch einige Male Weltraumreisen in seinen Filmen thematisierte, blieb "Le Voyage dans la Lune" sein Meisterwerk.

1929 präsentierte Fritz Lang mit "Frau im Mond" eine weitere interessante Mondmission: Mit einer Rakete macht sich ein Team auf den Weg zum Erdtrabanten, um nach Gold zu suchen. Trotz des haarsträubenden Plots ist der Film bemerkenswert: Er setzt visuelle Maßstäbe und betrachtet die Mondreise unter streng wissenschaftlichen Aspekten. Lang nahm viele Details vorweg, die später im Genre zum Standard wurden. Der wohl größte Verdienst: Um den Raketenstart dramatischer zu gestalten, erfand Lang den Countdown.

Der Wettlauf zum Mond inspirierte auch viele Filmschaffende1950 entstand unter der Regie von Irving Pichel der einflussreiche Film "Endstation Mond". Robert A. Heinlein lieferte nicht nur die Romanvorlage, sondern arbeitete auch am Drehbuch mit. Zum Inhalt: Um zu verhindern, dass eine feindliche Nation den Mond als Militärbasis einnimmt, schickt ein privater Finanzier die ersten Amerikaner zum Mond. Der Propagandacharakter ist unverkennbar, bemerkenswert ist der Film vor allem durch seine – für damalige Verhältnisse – realistische, wissenschaftlich fundierte Darstellung der Mondmission. Nachdem der SF-Film als solcher in den 1940ern verkümmert war, kehrte er mit "Endstation Mond" zurück und wurde in den 1950ern zu einer bedeutenden Disziplin des Kinos.

1958 machte sich Byron Haskin ("Kampf der Welten") daran, Jules Vernes "Von der Erde zum Mond" neu zu verfilmen. Leider wurde der Film weder dem von Haskin gewohnten Niveau, noch der Vorlage – immerhin die "Mutter" aller Mondreisen – in keinster Weise gerecht, tricktechnisch war er allerdings herausragend.

1964 verfilmte Nathan Juran ("Sindbads siebente Reise") H.G. Wells' "Die erste Fahrt zum Mond". Juran hielt sich eng an die Romanvorlage und brachte Wells' Vision von einer bemannten Mondreise werkgetreu auf die Leinwand, jedoch wirkte dadurch der Film schon zum Zeitpunkt seiner Entstehung – Der Wettlauf ins All war in vollem Gange – seltsam antiquiert.

1967 lieferte Robert Altman ("M*A*S*H") mit "Countdown: Start zum Mond" einen weiteren interessanten Beitrag zum Thema Mondlandung. Als die Amerikaner erfahren, dass die Sowjets kurz vor der ersten Mondlandung stehen, brechen sie das Apollo-Programm ab und schicken ihren erfahrensten Astronauten, gespielt von Robert Duvall, alleine mit einer Gemini-Kapsel auf den Mond. Der Film stellt die Schicksale einzelner Charaktere in den Mittelpunkt und trägt vor allem eine pazifistische Botschaft. Hier erprobt Altman, was seine späteren Werke auszeichnet.

Fiktion statt Fantasie: 'Apollo 13' erzählt die wahre Geschichte der dritten MondmissionNachdem 1969 tatsächlich die ersten Menschen den Mond betreten hatten, verlor das Thema rasch an Bedeutung für den SF-Film. Mit "Apollo 13" (1995) griff Regisseur Ron Howard den Pioniergeist um die Erschließung des Mondes wieder auf, indem er die beinahe katastrophale Apollo-13-Mission von 1970 zu einem packenden Drama verarbeitete.

2002 entstand die bemerkenswerte französische Mockumentary "Kubrick, Nixon und der Mann im Mond", der die Behauptung aufstellt, Stanley Kubrick habe – für alle Fälle – parallel zur Apollo-11-Mission eine Studioversion der ersten Mondlandung inszeniert. Der Regisseur William Karel führte dazu Interviews u.a. mit Richard Nixon, Buzz Aldrin und Kubricks Witwe, deren Aussagen er hinterher verfremdete und aus dem Zusammenhang riss. Damit thematisierte er einerseits die bestehenden Verschwörungstheorien um die erste Mondlandung, andererseits aber auch die Manipulationsmöglichkeiten durch die Medien.

2009 entstand das exzellente Drama "Moon", in dem ein Astronaut nach dreijähriger Isolation auf dem Mond scheinbar zu halluzinieren beginnt und schließlich mit grundlegenden Existenzfragen konfrontiert wird.

2011 griff der Film "Apollo 18" das Thema Verschwörungstheorien erneut auf, indem er behauptete, die aus finanziellen Gründen abgesagte Apollo-18-Mission habe 1970 doch stattgefunden. Die vorangegangene Werbekampagne war raffiniert: Die Produktionsfirma behauptete, sie habe geheimes, echtes Videomaterial der letzten bemannten Mondmission erhalten. Und auch sonst konnte man dem Film einiges abgewinnen, insgesamt blieb er aber hinter den Erwartungen weit zurück.

"Iron Sky" war 2012 ein beachtlicher Erfolg. In der verrückten SF-Komödie schickt der finnische Regisseur Timo Vuorensola die Nazis auf den Mond. Damit bezieht er sich auf den Mythos der "Reichsflugscheiben" und die Theorie, die Nazis hätten sich nach dem 2. Weltkrieg auf eine geheime Militärbasis zurückgezogen. Unbeabsichtigterweise ergibt sich ein Bezug auf Robert A. Heinlein, der schon 1947 in seinem Roman "Rocket Ship Galileo" den Nazis strategische Operationen auf dem Mond unterstellte. Dieser Roman wurde 1950 mit "Endstation Mond" verfilmt.



Bildquellen: Szenenbild "Le Voyage dans La Lune" © StudioCanal / Szenenbild "Endstation Mond" © SchröderMedia / Szenenbild "Apollo 13" © Universal
Weiterführende Links: Georges Méliès - SPECiAL / Review zu "Die Reise zum Mond" / Review zu "Die erste Fahrt zum Mond" / Review zu "Moon" / Review zu "Apollo 18" / Review zu "Iron Sky"




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