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Das Leben und Werk von Georges Méliès Drucken E-Mail
Magier, Künstler, Filmpionier - Eine Biographie Kategorie: DVD & Kino - Autor: Björn Flügel - Datum: Sonntag, 09 September 2012
 
Georges Méliès - SPECiAL

Georges MélièsEr war ein Magier. Er war ein Künstler. Er liebte es, Geschichten zu erzählen. Er war ein Tüftler, der mit seinen Zauberapparaten sein Publikum verblüffte. Er war ein Visionär, der als erster die Möglichkeiten des neuen Mediums Film nutzte, um seine Träume und Phantasien Wirklichkeit werden zu lassen. Er war ein Pionier des Films.

Georges Méliès erblickte am 8. Dezember 1861 in Paris das Licht der Welt. Sein Vater war ein wohlhabender Schuhfabrikant, dem es gelungen war, sein Unternehmen zu einer Industrie auszubauen. Und auch für Georges, den jüngsten seiner drei Söhne, plante er eine berufliche Zukunft eben in seinem Handwerk. Allerdings hatte dieser schon in Kindheitstagen sein künstlerisches Talent unter Beweis gestellt und galt vor seinen Lehrern als phantasiebegabter Träumer.

Nach dem Abitur leistete Méliès zunächst seinen Militärdienst, ehe er - auf Verlangen seines Vaters - für ein Jahr nach London ging. Dort entwickelte er seine Leidenschaft für die Zauberkunst. Nach seiner Rückkehr nach Paris arbeitete er im Unternehmen seines Vaters, in seiner Freizeit konstruierte er Automaten, mit denen er Zaubertricks einstudierte. Um 1885 folgten seine ersten Bühnenauftritte. 1888 erwarb er das Theater des französischen Magiers Jean Eugène Robert-Houdin, welches er unter schwierigsten finanziellen Bedingungen weiterführte.

1895 begegnete er den Lumière-Brüdern, die mit ihrem Kinematographen erstmals öffentlich Filme vorführten. Méliès zeigte an der Erfindung großes Interesse, jedoch wurde ihm der Kauf eines Kinematographen verweigert. In England konnte er schließlich einen Projektor, einige Filme und unbelichtete Negative erwerben und begann im April 1896 damit, in seinem Theater die Filme zu zeigen. Wenig später drehte Méliès seinen ersten eigenen Film: "Une Partie de Cartes". Nachdem er anfangs noch alltägliche Begebenheiten gefilmt hatte, begann er, die Szenen zu arrangieren, so dass gewissermaßen seine ersten "Spiel"-Filme entstanden. Diese präsentierte er sowohl in seinem Theater als auch als Sensation auf Jahrmärkten.

1896 führte ein Defekt an seiner Kamera zu einer bahnbrechenden Idee: Als Méliès vor der Pariser Oper eine Szene aufnahm, verhakte sich der Zelluloidstreifen in der Kamera. Nachdem er ihn gelöst hatte, lief die Kamera weiter. Als er das Filmmaterial später in Augenschein nahm, stellte er fest, was die Unterbrechung auf dem Film bewirkt hatte. Scheinbar waren Passanten verschwunden, ein Bus schien sich in einen Leichenwagen verwandelt zu haben, Männer schienen zu Frauen geworden zu sein. Der Stopptrick, einer der ersten Spezialeffekte überhaupt, war erfunden worden. So sagt es zumindest die von Méliès selbst erschaffene Legende.

Das Filmstudio von Georges Méliès

1897 eröffnete Méliès sein eigenes Filmstudio in Montreuil, wo er fortan seine Filme drehte. Im selben Jahr gründete er die Produktionsfirma "Star Film". Nach und nach perfektionierte er seine Arbeit: Die Tricks wurden immer raffinierter, die Kulissen immer aufwändiger, die Geschichten immer umfangreicher auch wirkten immer mehr Darsteller mit. Méliès hatte begriffen, welche Möglichkeiten der Film eröffnete, während sich andere Filmemecher immer noch auf die Faszination des bewegten Bildes beschränkten. Er schuf phantastische Geschichten und Welten, die auf einer Theaterbühne niemals realisierbar gewesen wären, darunter auch viele klassische Titel wie "Cleopatra" (1899), "Jeanne D'Arc" (1899), "Cinderella" (1899), "Gullivers Reisen" (1902), "Robinson Crusoe" (1902) "20.000 Meilen unter dem Meer" (1907) und "Die Abenteuer des Baron von Münchhausen" (1911).

Bild aus 'Die Reise zum Mond'Sein unangefochtenes Meisterwerk blieb jedoch "Die Reise zum Mond" (1902). In vielerlei Hinsicht war der Film wegweisend. Mit einer Laufzeit von fast 13 Minuten übertraf er ohnehin alles Dagewesene. Weiterhin war er der erste "echte" SF-Film überhaupt, er verfügte über einen vollständigen Handlungsbogen und zeigte erstaunliche Spezialeffekte. Auch war er der wohl der erste Blockbuster der Filmgeschichte, der das Publikum weltweit begeisterte. Doch es sollte Méliès niemals wieder gelingen, an diesen Erfolg anzuknüpfen. "Die Reise durch das Unmögliche" (1904) übertraf zwar "Die Reise zum Mond" in nahezu jedem Belang, wurde aber niemals zu einer solchen Ikone.

Bis 1912 fertigte Méliès mehr als 500 Filme, von denen heute noch knapp die Hälfte erhalten ist. Die weltweit vertriebenen Schwarzkopien und die zunehmende Konkurrenz - in Frankreich vor allem durch Pathé - setzten der "Star Film" aber stark zu. Méliès' letzter großer Film war "Die Entdeckung des Nordpols" (1912). Während er sein Filmhandwerk bis dahin zunehmend perfektioniert hatte, hatte er es versäumt, den Vertieb zu professionalisieren. 1914 war er schließlich bankrott.

Während des 1. Weltkrieges arbeitete Méliès als Varietékünstler. Danach zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück. Bis 1932 betrieb er am Pariser Bahnhof Montparnasse einen kleinen Spielzeugladen. Erst 1929 wurden Journalisten wieder auf ihn aufmerksam und machten seine Visionen einem neuen Publikum - und einer neuen Generation von Filmemachern - zugänglich. 1931 wurde ihm von Louis Lumière das Kreuz der Ehrenlegion überreicht.

Georges Méliès starb am 21. Januar 1938 und wurde auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise begraben. In einem seiner letzten Interviews äußerte er: "Lacht, meine Freunde. Lacht mit mir, lacht für mich, denn ich träume Eure Träume." Dem ist nichts weiter hinzuzufügen.



Bildquelle: Wikipedia.org / Michael Glover Smith / StudioCanal
Weiterführende Links: Georges Méliès - SPECiAL / Review zu "Die Reise zum Mond"




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