HOME PROJEKTE LINKS CHAT JOBS DATENSCHUTZ ARCHIV
Startseite arrow News-Archiv arrow Babylon 5 arrow 85 Jahre "Metropolis": Leben und Wirken von Fritz Lang
Navigation
Startseite
Reviews
Kolumnen & Specials
Gewinnspiele
TV-Planer
Interviews
News-Archiv
Filme
Filme von A-Z
Serien
24
Akte X
Babylon 5 Universum
Doctor Who
Fringe
Galactica Universum
Game of Thrones
Lost
Primeval
Stargate
Star Trek
Supernatural
The Vampire Diaries
Neue Reviews
Intern
Impressum
Datenschutz
Team
Jobs
Suche



News
85 Jahre "Metropolis": Leben und Wirken von Fritz Lang Drucken E-Mail
Die Biographie eines Visionärs Kategorie: DVD & Kino - Autor: Björn Flügel - Datum: Mittwoch, 01 August 2012
 
85 Jahre Metropolis - SPECiAL

Fritz LangFritz Lang wird am 5. Dezember 1890 als Friedrich Christian Anton Lang in Wien geboren. Auf Wunsch seines Vaters nimmt er 1907 ein Architekturstudium auf, wechselt jedoch nach einem Jahr an die Wiener Akademie der bildenden Künste, um Malerei zu studieren. 1913/1914 lebt und arbeitet er in Paris, um von dem Maler Maurice Denis, einem namhaften Vertreter des Symbolismus, zu lernen. In dieser Zeit - Paris ist dank der Brüder Lumière die Geburtsstätte des Kinos - entdeckt auch Lang seine Leidenschaft für den Film. Während des ersten Weltkrieges, als er längere Zeit auf Grund seiner Verletzungen im Lazarett behandelt wird, verfasst Lang seine ersten Drehbücher, die schließlich von dem österreichischen Filmregisseur und -produzenten Joe May aufgekauft und verfilmt werden. 1917 entstehen aus dieser Zusammenarbeit der Detektivfilm "Die Hochzeit im Excentric-Club" und das Drama "Hilde Warren und der Tod", womit Fritz Lang erfolgreich ins Filmgeschäft einsteigt. Auch lernt er in dieser Phase seine spätere (zweite) Ehefrau Thea von Harbou kennen, die als Schriftstellerin und Drehbuchautorin tätig ist.

1918 geht Lang nach Berlin, wo er von dem Filmproduzenten Erich Pommer für die Decla als Drehbuchautor engagiert für. 1919 liefert er mit dem Drama "Halbblut" seine erste Regiearbeit ab, im gleichen Jahr dreht er den erfolgreichen Abenteuerfilm "Die Spinnen - Der goldene See". Auf Grund dessen Erfolges inszeniert Lang noch im gleichen Jahr die Fortsetzung "Das Brillantenschiff", und soweit man den Legenden Glauben schenken kann, entgeht Lang auf Grund dieses Termindrucks die Regie für den Klassiker "Das Cabinet des Dr. Caligari", der zeitgleich von Robert Wiene gedreht wird. Mit "Der müde Tod" und insbesondere dem Zweiteiler "Dr. Mabuse, der Spieler" gelingt Lang 1922 auch international der Durchbruch als Filmregisseur. Beide Titel entstehen nach Drehbüchern von Thea von Harbou. Langs Filme finden sowohl beim Publikum als auch bei Kritikern größten Anklang und erweisen sich als Kassenschlager. Insbesondere "Dr. Mabuse" geht als Porträt des Milieus der Weimarer Republik in die Filmgeschichte ein und gilt als Höhepunkt des expressionistischen Films, von Lang perfekt in Dramaturgie und Bildgestaltung umgesetzt. 1924 widmet sich Lang mit seiner Verfilmung des Heldenepos "Die Nibelungen" den nordischen Sagen, und auch wenn das Publikum den Monumentalfilm begeistert aufnimmt, werfen Kritiker Lang eine nationalistische Gesinnung vor.

Fritz Lang und Thea von Harbou

1924 reist Fritz Lang gemeinsam mit Thea von Harbou, die er mittlerweile geheiratet hat, und Erich Pommer in die USA, wo er New York und die Filmstudios in Hollywood besucht. Der Legende zufolge wird Lang von der New Yorker Skyline mit ihren gewaltigen Wolkenkratzern zu seinem Science-Fiction-Epos "Metropolis" inspiriert, mit dessen Dreharbeiten er im Mai 1925 in Berlin beginnt. "Metropolis" wird am 10. Januar 1927 uraufgeführt und ist ein finanzielles Desaster. Dies führt zum Zerwürfnis zwischen Lang und der UFA, woraufhin Lang seine eigene Produktionsfirma gründet und 1928 den vergleichsweise bescheiden ausgestatteten, aber doch erfolgreichen Agentenfilm "Spione" dreht. 1929 kehrt Lang mit "Frau im Mond" noch einmal zur Science Fiction zurück, doch der aufkommende Tonfilm - und das öde Drehbuch - lässt den Film zu einem kommerziellen Misserfolg werden. "Frau im Mond" geht lediglich als letzter Stummfilm des Regisseurs in die Filmgeschichte ein.

Filmplakat zu 'M - Eine Stadt sucht einen Mörder'1931 dreht Lang seinen ersten Tonfilm: "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" ist der Prototyp des deutschsprachigen Kriminalfilms und setzt neue Maßstäbe in der Filmgestaltung. 1932 setzt Lang mit "Das Testament des Dr. Mabuse" seine erfolgreiche Filmreihe um das nach der Weltherrschaft strebende, wahnsinnige Genie fort. Zitate aus dem Nationalsozialismus und Parallelen zum Lebenslauf Adolf Hitlers führen dazu, dass der Regisseur erneut in die Kritik gerät, der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels unterbindet schließlich sogar die Uraufführung des Films, so dass "Das Testament des Dr. Mabuse" erst 1951 erstmals in den deutschen Kinos gezeigt wird. Über Langs Stellung zum Nationalsozialismus ist nicht viel bekannt, jedoch emigriert er nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten und nach Goebbels' Angebot, die Präsidentschaft der deutschen Filmindustrie zu übernehmen, nach Frankreich. Dort dreht er mit Erich Pommer das Drama "Liliom", ehe er in die USA auswandert. Dort dreht er 1936 mit dem Krimidrama "Blinde Wut (OT: Fury)" seinen ersten Hollywood-Film (mit Spencer Tracy in der Hauptrolle), insgesamt produziert er in den USA 22 mehr oder weniger relevante Filme mit zum Teil namhaften Darstellern wie Edward G. Robinson, Henry Fonda und Glenn Ford. Der große Erfolg bleibt jedoch aus, nicht zuletzt auf Grund der Restriktionen, die ihm von den Studios auferlegt werden und die ihn erheblich in seiner künstlerischen Freiheit einschränken. Bemerkenswert sind jedoch seine vorwiegend in den 1940er Jahren entstandenen Anti-Nazi-Filme wie beispielsweise der in Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht entstandene "Auch Henker sterben (OT: Hangmen also Die)" über das Heydrich-Attentat. Es sind gerade diese Filme, die seine politische Haltung in den USA in Frage stellen, so wird Lang 1940 und 1952 wie auch andere Filmemacher und Schauspieler öffentlich beschuldigt, den Kommunismus zu fördern.

1956 kehrt Fritz Lang nach Europa zurück, wo er für den Produzenten Artur Brauner "Der Tiger von Eschnapur" bzw. "Das indische Grabmal" neu verfilmt. Sein letzter Film wird "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse", mit dem er seine populäre, 1922 initiierte Filmreihe abschließt. Weder künstlerisch noch finanziell sind diese Filme erfolgreich, sie werden von den Kritikern regelrecht in der Luft zerrissen. Mittlerweile von schwerer Krankheit gezeichnet, arbeitet er 1963 mit Jean-Luc Godard an dessen Drama "Die Verachtung", einer Kritik an der Kommerzialisierung des Films und Godards Ausdruck seiner Verachtung der Filmindustrie.

Am 2. August 1976 stirbt Fritz Lang in Beverly Hills und wird auf dem Forest Lawn Memorial Park in Hollywood beigesetzt. Mit seinen Filmen hat er Maßstäbe gesetzt und das Kino nachhaltig geprägt. Nur wenigen Filmschaffenden ist es gelungen, die Möglichkeiten des Films vergleichbar auszureizen und zugleich mit einer ähnlichen Vielzahl an Beiträgen die Popkultur zu beeinflussen. Ein beispielloser Protagonist in der Filmgeschichte.



Bildquelle: Sophia Walker / Wikipedia.org / Universum Film GmbH
Weiterführende Links: 85 Jahre "Metropolis" - Special / Review zu "Metropolis"




Artikel kommentieren
RSS Kommentare

Kommentar schreiben
  • Bitte orientiere Deinen Kommentar am Thema des Beitrages.
  • Persönliche Angriffe und/oder Diffamierungen werden gelöscht.
  • Das Benutzen der Kommentarfunktion für Werbezwecke ist nicht gestattet. Entsprechende Kommentare werden gelöscht.
  • Bei Fehleingaben lade diese Seite bitte neu, damit ein neuer Sicherheitscode generiert werden kann. Erst dann klicke bitte auf den 'Senden' Button.
  • Der vorgenannte Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie einen falschen Sicherheitscode eingegeben haben.
Name:
eMail:
Homepage:
Titel:
BBCode:Web AddressEmail AddressBold TextItalic TextUnderlined TextQuoteCodeOpen ListList ItemClose List
Kommentar:




  fictionBOX bei Facebook   fictionBOX bei Twitter  fictionBOX als RSS-Feed

TV-Planer


2x08 Schwarze Gnade - Krypton
Serie | SyFy
Do. 21.11.19 | 20.15 Uhr


1x02 Mehr als nur ein Spiel - Legacies
Serie | Sixx
Do. 21.11.19 | 20.15 Uhr


13x07 Krieg der Welten
Supernatural | ProSieben MAXX
Mo. 25.11.19 | 20.15 Uhr