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"Iron Sky": Interview mit Udo Kier Drucken E-Mail
"Eine Mondlandschaft mit Wahnsinnigen..." Kategorie: DVD & Kino - Autor: Christian Siegel - Datum: Donnerstag, 12 April 2012
 
Iron Sky - SPECiAL

Udo Kier muss man wohl nicht mehr vorstellen. In seiner über 40-jährigen Filmkarriere hat er mit so nahmhaften Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder, Gus van Sant, Werner Herzog und Lars von Trier zusammengearbeitet. In seiner Filmographie finden sich anspruchsvolle Werke genauso wie Blockbuster und auch das eine oder andere vermeintlich-trashigere Werk. Zu seinen bekanntesten Auftritten zählen Rollen in "My Own Private Idaho", "Johnny Mnemonic", "Barb Wire", "Armageddon - Das jüngste Gericht", "Blade", "Shadow of the Vampire", "End of Days - Nacht ohne Morgen", "Dancer in the Dark", "Invincible", "1-1/2 Ritter" sowie "Far Cry". Zuletzt war Udo Kier in der TV-Serie "Borgia" sowie in Lars von Triers apokalyptischem "Melancholia" zu sehen. In "Iron Sky" spielt er den Führer der Nazis auf dem Mond, Wolfgang Kortzfleisch. Das nachfolgende Interview wurde von polyband veröffentlicht und von uns transkribiert und editiert.


Udo Kier
polyband: Können Sie die Geschichte von IRON SKY kurz beschreiben?
Udo Kier: Da ist diese machtbesessene Gruppe die auf dem Mond lebt, und daran arbeitet, dass ihre Götterdämmerung endlich fertig wird, und den Professor Richter wahnsinnig macht, dass endlich dieses Riiiiiieeesending – was übrigens schöner und fotogener ist als in jedem George Lucas Film – dass das endlich abhebt und zum Einsatz gegen die Erde gebracht wird. Die leben ja ganz ruhig da für Jahre, weil über dem Berg sind ja nicht die Russen, oder irgendwelche bösen Leute, die sind ja alleine auf dem Mond.

Die haben sich dort ein Imperium aufgebaut, und ich bin der Führer auf diesem Mond, Herr Krotzfleisch [Anm. der Redaktion: eigentlich Kortzfleisch], also sprich in anderen Worten Kotzfleisch. Ich weiß gar nicht wieso ich nicht sowieso Kotzfleisch heiße, weil es sagt doch jeder sofort wenn du sagst Krotzfleisch, "Ach, Kotzfleisch!". Nein, Krotzfleisch. Das ist also glaube ich der finnische Humor von meinem Regisseur. Also ich heiße Kotzfleisch, das Fleisch zum Kotzen. Ist ja schön wenn man mir eine Rolle anbietet, wo ich jemand spiele der Fleisch zum Kotzen ist. Ich fahre einen wunderschönen polierten VW, weil das ist das einzige Ding, das mit ihnen hochgeschossen wurde, das Auto fürs Volk. Und der war Gott sei Dank nicht so schwer wie der Mercedes und konnte mit zum Mond geschossen werden. Deswegen fahr ich ja eben mein Lieblingsauto, diesen hochglanzpolierten schwarzen VW mit diesen kleinen Fähnchen dran.

Zurück zur unabhängigen Kunst: Auf dem Mond ging es mir gut, weil da war sonst niemand, und ich hatte die Macht. Und natürlich ist es so in der Geschichte, dass der junge Held mich ablösen will, und dass er auch die wunderschöne blonde deutsche Frau, die Lehrerin, liebt – alles ganz normal. Und dass jemand der schwarz zum Mond geschossen kommt, dass er natürlich sofort durch Spritzen weiß gemacht werden muss, sonst stört er ja als Farbiger. Würde er ja nicht ins Bild passen. Deswegen hat der Dr. Richter ja Gott sei Dank eine Spritze dass der weiß wird. Und… ja, das ist halt so, das ist eine Idylle. Eine angenehme Mondlandschaft mit Wahnsinnigen, die Macht brauchen und haben und wünschen.

polyband: Haben die Dreharbeiten Spaß gemacht?
Udo Kier: Mir macht die Filmerei überhaupt Spaß, sonst würd ich's ja gar nicht machen. Dann würd ich ja lieber im Garten arbeiten, mit meinen Hunden spielen, und meinen Pitbull… er heißt Greta Garbo… und würde Greta die Knochen zuschmeißen. Aber so ist es ja nicht, ich freue mich jetzt schon, ich bin jetzt einen Tag hier und freue mich auf meine Rückreise, weil man merkt jetzt heute so im Hotel wo ich wohne, und andere Hotels, das ist eine Industrie.

polyband: Worin lag der Reiz, diese Rolle zu spielen?
Udo Kier: Ich merkte heute immer wieder in den ganzen Interviews, dass das Wort "Nazi" immer mit so einem Unterton gesagt wird. Der Reiz, einen Nazi zu spielen lag darin, weil es auf dem Mond war. Dass ein Nazi in den bayrischen Wäldern versteckt – das ist ja einfach. Aber dass ein Nazi auf dem Mond lebt, und sich da ein Imperium aufgebaut hat, das hat mich fasziniert. Und dann hat mich natürlich auch fasziniert, dass das technisch alles erst später aufgebaut wird, und – ich weiß nicht, wie der technische Begriff dafür ist – wenn man technisch das alles herstellt [Hr. Kier bezieht sich hier wohl darauf, dass die meisten Hintergründe erst nachträglich mittels CGI am Computer entstanden sind; Anm. der Redaktion]. Das hat mich fasziniert. Und, ja… sonst nichts. Australien war nett, alle sehen aus wie Russell Crowe, und alle Frauen sind tätowiert, und man trinkt viel Bier, ist auch ganz… und die Sonne verbrennt einem die Haut, dass man nur schreit, weil das Ozonloch grade über Australien ist… also, es war nett!

Udo Kier bei den Dreharbeiten

polyband: Wie bereiten Sie sich auf so eine Rolle vor?
Udo Kier: Wie bereite ich mich vor? In dem ich das Kostüm anziehe – wenn es zu weit ist, muss es geändert werden – und dann werden mir die Haare geschnitten, und dann schreie ich, dass sie zu kurz sind, und dann geh ich ins Studio, kuck mir das an, und rede.

polyband: Wie war die Zusammenarbeit mit dem Regisseur?
Udo Kier: Mit jedem neuen Regisseur ist das was Besonderes, zum ersten Mal zusammen zu arbeiten. Das ist auch ein Entdecken. Reden kann man viel, aber wenn man dann vor der Kamera steht und geführt wird – ich mein ich brauch ja auch einen Spielmeister, sonst würde ich mir eine Kamera kaufen und so einen Kostümfilm alleine machen – aber ich brauch ja schon jemand der mich führt durch so eine Rolle, und erklärt. Ich brauch ja auch immer eine Erklärung. Also ich bin jetzt keiner der morgens ins Studio kommt und sich die Fingernägel beißt, und sagt "Ich hab da ne Idee, wie findest du das? Da würde ich da morgen früh von da durch die Wand gehen, dann würde die kaputt gehen… könnt ihr die vorbereiten?" So bin ich nicht, also ich mache nicht irgendwelche Vorschläge, die nicht erfüllbar sind, und dem Regisseur auf die Nerven gehen. [Es war] ganz normal! Das ist genau wie bei Lars von Trier, mit dem ich 30 Jahre arbeite. Ich drehe das, wenn er sagt "Das gefällt mir nicht" dann sage ich "Du hast es aber geschrieben". Und dann sagt er "Improvisiert!", und dann kuck ich die Björk an und sag "Björk, ist das ok für dich?", dann nickt sie, dann machen wir das so und dann sagt er zu mir "Danke, ich hab was ich brauch, kannst nach Hause gehen". Ein Regisseur hat das doch im Kopf. Wenn ich das erfülle… oder wenn er nicht zufrieden ist, dann ist es seine Aufgabe mir zu sagen: "Ne, so nicht, sondern so… oder mach doch mal das, versuch doch mal das". Und dann mach ich das.

Bilder & Interview © 2012 polyband Medien GmbH.

Weitere Infos zum Film findet ihr auf der offiziellen Homepage ironsky-derfilm.de!

Weiterführende Links:
"Iron Sky" - SPECiAL
Review zu "Iron Sky"
Review zu "Star Wreck - In the Pirkinning"






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