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"Iron Sky": Interview mit Julia Dietze Drucken E-Mail
"In diesem Film steckt ganz viel Liebe..." Kategorie: DVD & Kino - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 08 April 2012
 
Iron Sky - SPECiAL

Julia Dietze, Jahrgang 1981, ist die Tochter einer Französin aus Marseille und des Münchner Künstlers Matthias Dietze. Sie studierte Schauspiel an der Bayerischen Theaterakademie August Everding sowie bei den Filmcoachs Frank Betzelt, Jens Roth und Jan Messutat, zudem lernte sie drei Monate in Los Angeles bei renommierten Lehrern wie Bjørn Johnson und Sam Christensen. Mit "1 ½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreissenden Herzelinde" feierte sie 2008 an der Seite von Til Schweiger einen großen Kinoerfolg. Darüber hinaus war sie u.a. in "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe" (2008), "Little Paris" (2008), "Erkan & Stefan – Der Tod kommt krass" (2005), "Lili" (2003) und "Fickende Fische" (2002) zu sehen. Zuletzt hat sie den Schocker "205 – Zimmer der Angst" (2011) abgedreht. Auf dem TV-Schirm sah man sie u.a. in den Produktionen "Werther", "Lilly Schönauer – Umweg ins Glück", "ProSieben Märchenstunde – Zwerg Nase", sowie in Reihen wie "Tatort", "Rosa Roth" oder "Die Bergretter". Auf der Bühne spielte sie unter anderem die Schwester Finn in "Einer flog über das Kuckucksnest" und die Roxanne in "Cyrano de Bergerac". In "Iron Sky" spielt sie die weibliche Hauptrolle Renate Richter. Das nachfolgende Interview wurde uns von polyband zur Verfügung gestellt.


Julia Dietze
polyband: Worum geht es in IRON SKY?
Julia Dietze: IRON SKY handelt davon, dass 1945 alle Nazis die überlebt haben, über die Antarktis auf die dunkle Seite des Mondes entfliehen, und dort die Weltherrschaft vorbereiten. Ich spiele eine Lehrerin, die in der zweiten Generation auf dem Mond aufgewachsen ist, und noch nie die Erde, noch nie die Sonne gesehen hat. 2018 landet sie dann in New York, um die Welt zurückzuerobern. Es ist auch eine wunderschöne Liebesgeschichte mit drin. Und es gibt auch sehr viel Action, sehr viele Special Effects.

polyband: Wie würden Sie ihre Figur beschreiben?
Julia Dietze: Renate steht zwischen zwei Welten. Einerseits ist es so, dass sie ihre Ideologie vertritt, die sie von klein auf gelernt hat, auf die sie konditioniert wurde, und an die sie glaubt. Eine Ideologie, mit der sie auch die Erde missionieren will, weil für sie ist der Nationalsozialismus gleichbedeutend mit Menschlichkeit. Sie sieht sich also selbst ein bisschen wie Mutter Theresa. Sie möchte Liebe, Hoffnung, Barmherzigkeit und Wärme zu den Menschen bringen, und setzt das mit dieser Nazi-Ideologie gleich. Als sie auf die Erde kommt, realisiert sie dann, dass alles woran sie ihr Leben lang geglaubt hat, auf einer Lüge basiert. Auf einer sehr grausamen Lüge. Und da bricht ihre Welt zusammen.

polyband: Wie empfanden Sie die Dreharbeiten?
Julia Dietze: Es hat wahnsinnig Spaß gemacht, einen Science Fiction-Film zu drehen, einen Actionfilm, vor Explosionen wegzurennen usw. Das ist etwas, dass man als deutscher Schauspieler so gut wie nie zu tun bekommt – ich habe es geliebt! Ich hab nur gedacht: Ich will nur mehr Actionfilme drehen! Und auch diese ganzen Stunts haben einfach unglaublich viel Spaß gemacht. Wir haben in den Studios in Australien gedreht, wo auch MATRIX: RELOADED und MATRIX: REVELATIONS gedreht wurden, und ich habe das erste Mal in meinem Leben diese "wire work" gemacht. Und ich habe gemerkt: Wenn ich nicht Schauspielerin geworden wäre, wäre ich gern Stuntfrau geworden. Das ist wie fliegen – unglaublich schön.

polyband: Wie kam ihre Beteiligung an IRON SKY zustande, und wie war es, mit Regisseur Timo Vuorensola zusammenzuarbeiten?
Julia Dietze: Man hat mir das Drehbuch geschickt, ich habe es gelesen und mich totgelacht. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Es war damals auch noch viel obskurer und verrückter. Dann habe ich das Casting in Berlin gemacht und dort Timo kennengelernt, sowie den finnischen Produzenten. Da waren natürlich noch tausend andere Mädchen, aber ich hab beim Casting schon gemerkt: Der Typ ist irgendwie cool. Er hat zwar völlig einen an der Waffel, aber er ist cool. Du musst ja in gewisser Weise auch verrückt sein, wenn du als Regisseur so einen Film machst. Was ich an Timo ganz toll finde, ist dass er eine Vision hat. Man fühlt sich als Schauspieler bei ihm total geborgen, weil Timo genau weiß, was er will. Und es geht zumindest mir so, dass wenn ich als Schauspieler das Gefühl habe ich arbeite mit einem Regisseur, der "schwimmt", dann fange ich selbst an mich zu kontrollieren, und dann bin ich nicht mehr authentisch. Ich schaue quasi zu, während ich spiele, und bin nicht mehr in der Rolle drin.

polyband: Was hat sie an der Rolle oder dem Film gereizt?
Julia Dietze: Also erstmal ist es eine unheimlich starke Frauenrolle. Sie hat eine unglaubliche Fallhöhe. Sie macht eine 180°-Wendung durch, sie entwickelt sich stark. Es ist ein Actionfilm – ich liebe persönlich Actionfilme. Es hat diesen Film Noir-Look den ich sehr schätze. Und ich liebe krasse, verrücke Rollen. Ich mag es immer, über diese Grenzen hinauszugehen.

Julia Dietze & Christopher Kirby

polyband: Ihr hattet die Möglichkeit, die Klischees so richtig auszuleben?
Julia Dietze: Ja, allerdings habe ich versucht, mich mit meiner Rolle davon ein bisschen zu distanzieren. Ich habe versucht, gegen das Nazi-Klischee zu arbeiten, und ich wollte meine Rolle auch nicht komplett komödiantisch spielen. Zum Beispiel die Szene, in der sich Renate und Washington zum ersten Mal begegnen, und sie ihn auf seine Hautfarbe anspricht, ist eine meiner Lieblingsszenen. Die haben wir in Finnland geprobt, und da hätte es definitiv Möglichkeiten gegeben, eine absolute Slapstick-Nummer daraus zu machen, und wir haben es im ersten Ansatz auch so gespielt. Dann haben wir sie erotisch gespielt – wir haben alle möglichen Varianten ausprobiert. Und dann habe ich mich mit Timo zusammengesetzt und wir haben uns gemeinsam für die ganz naive Variante entschieden, und versucht, es dann auch so authentisch wie möglich zu machen.

polyband: Welche Momente von den Dreharbeiten sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Julia Dietze: Es gab unglaublich lustige Szenen, u.a. mit Tilo Brückner, einem absoluten König der Improvisation. Es gibt zum Beispiel diese Szene, wo er sagt "Steh auf, du Depp!" Das war alles improvisiert, und Timo fragte darauf immer: "What is he saying? Can you please translate this for me?". Timo hat dann manchmal Regieanweisungen gegeben, wo dann Tilo auf einmal kein Englisch mehr konnte, weil er einfach sein Ding machen wollte. Teilweise hat er herumgefuchtelt und sah aus wie ein verrückter Albert Einstein – aber er kann das machen; ich fand ihn ganz, ganz grandios. Auch Udo Kier fand ich ganz toll. Ich weiß noch, die Nacht bevor Udo diese Szene mit Götz auf dem Dach hatte, haben wir uns nochmal alle BLADE RUNNER angeschaut. Da gibt es ja diese schöne Szene wo er [Rutger Hauer; Anm. der Redaktion] auf dem Dach sitzt, und dieses wundervolle Zitat mit den Tränen im Regen. Etwas Ähnliches hat dann auch Udo in diese Szene eingebaut. Wir haben uns zusammen immer geholfen und Ideen eingebracht.

polyband: Wie war die Zusammenarbeit mit den Kollegen?
Julia Dietze: Es gab einen ganz großen Zusammenhalt, weil der Film ein Independent-Film ist, und weil er so oft auf der Kippe stand, wo er beinahe gescheitert oder nicht finanziert worden wäre. Dadurch dass wir alle so am Zittern waren – Klappt es? – hat sich eine unheimliche Kraft und Leidenschaft entwickelt, auch mit den Finnen zusammen. Oliver Damian hat ebenfalls sein ganzes Herzblut reingesteckt, wie auch seine Assistentin. Da steckt ganz viel Liebe in diesem Film, einfach weil es so viel Kraft gekostet hat, ihn auf die Beine zu stellen.



Bilder, Kurzbiographie & Interview © 2012 polyband Medien GmbH.

Weitere Infos zum Film findet ihr auf der offiziellen Homepage ironsky-derfilm.de!

Weiterführende Links:
"Iron Sky" - SPECiAL
Review zu "Iron Sky"
Review zu "Star Wreck - In the Pirkinning"






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