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"Iron Sky": Götz Otto spricht über seine Rolle Drucken E-Mail
"Ich spiele einen Comic-Nazi..." Kategorie: DVD & Kino - Autor: Christian Siegel - Datum: Freitag, 06 April 2012
 
Iron Sky - SPECiAL

Der deutsche Schauspieler Götz Otto, 1967 im hessischen Dietzenbach geboren, studierte an der Grazer Universität für Musik und darstellende Kunst und von 1989 bis 1993 an der Münchener Otto-Falckenberg-Schule. Während dieser Zeit spielte er bereits erste Rollen am Berliner Schillertheater und an den Münchner Kammerspielen. Seit Anfang der Neunzigerjahre ist Götz Otto regelmäßig in deutschen Kino- und TV-Produktionen zu sehen. Zu seinen bekanntesten jüngeren Credits gehören "Die Superbullen" (2011), Atze Schröders Komödie "U-900" (2008) und Marcus O. Rosenmüllers TV-Film "Bis an die Grenze" (200). Der internationale Durchbruch gelang Otto 1997 in der Rolle als Pierce Brosnans Gegenspieler Stamper in "James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie". Darüber hinaus war er u.a. noch im TV-Mehrteiler "Die Säulen der Erde" nach dem Roman von Ken Follett, sowie der Sat.1-Produktion "Die Wanderhure" zu sehen. Zu seinen weiteren Spielfilmen zählen u. a. "Kleine Haie"(1991), "Schindlers Liste" (1993), "Der Untergang" (2004), und "Ossi's Eleven" (2008). Zu seinen aktuellen Projekten zählen u.a. "Der Wolkenatlas" von Tom Tykwer und Andy Wachowski und "Asterix & Obelix - God Save Britannia". In "Iron Sky" spielt er Klaus Adler, einen überzeugten Nazi mit Führer-Ambitionen.


Götz Otto
polyband: Hat es Spaß gemacht, bei IRON SKY mitzumachen?
Götz Otto: Es hat viel Spaß gemacht. Ich bin mit dem Projekt schon seit langer Zeit verbunden. Erstmals davon gehört habe ich vor etwa vier Jahren. Zu dieser Zeit hatte ich eigentlich auch schon zugesagt, dass ich mitmachen würde. Ich war sogar mehrfach zu Gesprächen und Terminen in Finnland. Aber das Projekt hat sich fortwährend weiterentwickelt und verändert, laufend gab es neue Fassungen, in denen an den Figuren und der Handlung geschraubt wurde. Man merkte immer, dass man es mit ganz jungen Filmemachern zu tun hatte. Das bringt enorm viel Spaß mit sich und ist eine bereichernde Erfahrung.

polyband: Kannten Sie schon Timo Vuorensolas STAR WRECK?
Götz Otto: Habe ich mir selbstverständlich angesehen, aber ich bin kein "Trekkie". Zunächst habe ich mir den ersten Teaser von IRON SKY angeschaut und der hat mich mächtig beeindruckt, weil es Timo schon in einem so kurzen Clip gelingt einen in den Bann zu ziehen.

polyband: Wie sind Sie an Bord gekommen?
Götz Otto: Das ging ganz normal über einen Berliner Casting-Agenten. Ganz ehrlich: Wie kann man nein sagen bei einem Filmstoff über Nazis auf dem Mond, die in der Zukunft darauf lauern, auf die Erde zurückzukommen? Da gibt es nur eine Reaktion: Schick’ mir das Buch vorbei – und den Vorvertrag gleich mit! Ich fand’s klasse. Ganz lange war ja auch nicht gewiss, ob es überhaupt zum Dreh kommen würde. Ich war dann positiv überrascht, als es plötzlich hieß: Pack deine Sachen, wir drehen!

polyband: Worin bestand der Reiz?
Götz Otto: Ich mache gerne zur Abwechslung bei Filmen mit, die erst mal nicht nach Mainstream klingen. Es macht einfach wahnsinnig viel Spaß, wenn man die gängigen Spiel- und Sehgewohnheiten ganz bewusst brechen kann. Es ist sehr befreiend, die Erlaubnis zu bekommen, auch einmal ganz gezielt zu überspielen. Oft kommen bei solchen Unternehmungen erstaunliche Sachen heraus. Manchmal ist das dann ganz grottig und manchmal auch verdammt gut!

polyband: Es macht sicherlich auch Spaß, in solch einem Film gemeinsam mit einem Udo Kier oder einem Tilo Prückner vor der Kamera zu stehen?
Götz Otto: Udo, Tilo – Wahnsinn! Ich hatte mit diesen beiden jungen Männern im Geiste einfach einen Wahnsinnsspaß. Mit Tilo hatte ich zuvor schon einmal in einem Projekt vor der Kamera gestanden, das eine Nazithematik hatte: "Goebbels und Geduldig". Jetzt wieder mit ihm zu spielen war wunderbar.

Tilo Brückner & Götz Otto

polyband: Wie geht man an eine solche Rolle heran?
Götz Otto: Keine Frage, ich spiele einen Comic-Nazi. Das war auch mein Ansatz: Ich habe mich an Comicfiguren orientiert. Die schneiden manchmal unerhörte Fratzen, wenn ihnen danach ist. Ich wollte den Archetypus des überzeugten Nazis basteln, bei dem Emotionen nicht existieren. Und wenn Emotionen, dann nur destruktive. Ich wollte dem Regisseur immer etwas anbieten, das sehr groß ist. Er musste dann sagen: Nimm etwas weg. Oder: Mach es noch größer! Das mag etwas theoretisch und von Außen betrachtet klingen. Aber es ist doch so, dass dieser Klaus Adler eine Figur ist, die man unmöglich fühlen kann. Mit "sense memory" kommt man bei so einem nicht weit.

polyband: Wie hält man die Balance?
Götz Otto: Ein Eiertanz. Als ich von dem Projekt hörte und das erste Drehbuch las, war ich einerseits angetan und wollte es unbedingt machen, dachte aber auch, dass man sehr vorsichtig sein muss. Die Haltung des Regisseurs muss immer klar erkennbar sein. Es durfte kein Film werden, der in irgendeiner Form Pro-Nazi Gefühle aufkommen lässt. Und trotzdem muss es einem ja Spaß machen, seine Figur zu spielen – das halte ich für außerordentlich wichtig. Aber diese Lust sollte nie davon ablenken, dass man die Inkarnation eines Nazis spielt. Das muss das Publikum unbedingt spüren. Das war mir wichtig.

polyband: Wie war der Dreh?
Götz Otto: Ich habe schon einige Erfahrung im Dreh mit "Green Screen". Aber bei uns gab es nicht etwa einen Hintergrund, sondern das ganze Studio war grün. Wobei das an sich kein Problem darstellt. Wenn man gesagt bekommt, dass irgendwo auf dieser grünen Fläche die Freiheitsstatue einstürzt, dann kann man einen realen Bezug herstellen, was irgendwie ganz schön merkwürdig sein kann. Aber wir waren an Bord der Götterdämmerung auf der dunklen Seite des Mondes. Ehrlich gesagt, war ich da noch nie. Und so habe ich mich mit dem blöden Grün nicht lange rumgeärgert, sondern gleich die Situationen gespielt um die es eigentlich ging. Aber es war sicherlich hilfreich, dass man uns bereits alle Designs auf Layouts zeigen konnte.

polyband: Haben Sie während der Postproduktion schon etwas vom Film sehen dürfen?
Götz Otto: Nein, nichts. Darauf hat Timo bestanden. Wir haben vor knapp einem Jahr abgedreht. Und seither warte ich.

polyband: Was erhoffen Sie sich dann?
Götz Otto: Ich erhoffe mir, dass es ein Film ist, der mir gefällt. Ich will den Spaß sehen, den ich beim Dreh hatte. Ich hoffe, dass es eine Geschichte ist, die einen in den Bann zieht, die spannend ist und unterhaltsam. Und ich hoffe, dass sich die Hasardeurshaltung, mit der der Film teilweise gemacht und auch finanziert wurde für die Beteiligten auszahlt. Sie haben es verdient. Vielleicht kann IRON SKY ein Vorbild für junge Filmemacher sein, es einfach mal zu versuchen, einfach mal zu machen. Das wäre ein Traum. Ach, und 150 bis 200 Millionen Zuschauer weltweit wären auch nicht schlecht.



Bilder, Kurzbiographie & Interview © 2012 polyband Medien GmbH.

Weitere Infos zum Film findet ihr auf der offiziellen Homepage ironsky-derfilm.de!

Weiterführende Links:
"Iron Sky" - SPECiAL
Review zu "Iron Sky"
Review zu "Star Wreck - In the Pirkinning"






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