"Twelve Monkeys"-Regisseur Terry Gilliam kritisiert "Transformers"
"Hollywood-Filme sprechen mich nicht mehr an."Kategorie: DVD & Kino - Autor: Björn Flügel - Datum: Mittwoch, 07 Dezember 2011
Der Regisseur Terry Gilliam ("Twelve Monkeys", "Das Kabinett des Dr.
Parnassus") äußerte kürzlich in einem Interview, dass er mit Filmen wie
"Transformers" nichts anfangen könne. So sei er während eines Fluges
gezwungen gewesen, sich eben jenen Blockbuster von Michael Bay
anzusehen. "Man sitzt da und sieht nur die Explosionen. Ich könnte nicht
einmal sagen, worum es in dem Film überhaupt geht. Man wird geradezu
davon erschlagen. Solche Filme sind von Videospielen inspiriert, aber
immerhin kann man an Videospielen aktiv teilnehmen. Die Filme aber
lassen den Zuschauer nur außen vor", kritisiert der Regisseur.
"Im Film
gibt es mittlerweile so viele offenkundige Spinnereien, dass ich viele
Filme allein schon deswegen nicht mehr ansehe, weil alles darin möglich
ist. Es gibt keine Spannung mehr. Menschen können sich also an einem
zusammenstürzenden Gebäude hinunterhangeln, ohne nur eine Schramme
davonzutragen? Solche Aufnahmen sind zwar beeindruckend, aber wenn es
keine Konsequenzen gibt, keine Schwerkraft, worum geht es dann
überhaupt? Ich kann mir keine Hollywood-Produktionen mehr ansehen, sie
sprechen mich einfach nicht an."
Terry Gilliam ist für seine
extravaganten Regie-Arbeiten bekannt. Auch wenn aktuell kein konkretes
Filmprojekt bekannt ist, arbeitet er - Gerüchten zu Folge - erneut an
seinem bereits vor 10 Jahren gescheiterten Entwurf zu "The Man Who
Killed Don Quixote".