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Startseite arrow Filme von A-Z arrow Deep Space Nine - 7x25/26: Das, was du zurückläßt
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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: What You Leave Behind (Part 2)
Episodennummer: 7x26
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 02. Juni 1999
Erstausstrahlung D: 25. März 2000
Drehbuch: Ira Steven Behr & Hans Beimler
Regie: Allan Kroeker
Hauptdarsteller: Avery Brooks als Captain Benjamin Sisko, Rene Auberjonois als Odo, Michael Dorn als Lt. Commander Worf, Nana Visitor als Major Kira Nerys, Nicole de Boer als Ensign Ezri Dax, Colm Meaney als Chief Miles O'Brien, Siddig El Fadil als Doctor Julian Bashir, Cirroc Lofton als Jake Sisko, Armin Shimerman als Quark.
Gastdarsteller: Rosalind Chao als Keiko, Jeffrey Combs als Weyoun, Salome Jens als Female Changeling, Penny Johnson als Kasidy Yates, Andrew J. Robinson als Garak, Casey Biggs als Damar, Marc Alaimo als Gul Dukat, Aron Eisenberg als Nog, J.G. Hertzler als Martok, Barry Jenner als Admiral Ross, Deborah Lacey als Sarah, Julianna McCarthy als Mila, Hana Hatae als Molly O'Brien, James Darren als Vic Fontaine, Louise Fletcher als Kai Winn, Mel Johnson Jr. als Broca, Greg Ellis als Ekoor, Cyndi Pass als Ginger, Kevin Scott Allen als Jem'Hadar, Christopher Halsted als Jem'Hadar First, Judi Durand als Cardassian Computer Voice u.a.

Kurzinhalt: Nicht zuletzt dank Odo, der mit der Formwandlerin, die das Dominion im Krieg gegen die Mächte des Alpha-Quadranten anführte, verschmilzt und ihr so nicht nur das Heilmittel verabreicht, sondern sie auch davon überzeugt, dass die "Festen" keine Gefahr für die Verbindung darstellen, gelingt es, den Dominion-Krieg zu beenden. Die Formwandlerin unterzeichnet zuerst einen entsprechenden Friedensvertrag, und übergibt sich danach freiwillig der Obhut der Föderation, um für ihre Verbrechen vor Gericht zu stehen. In Vic's Holo-Simulation auf Deep Space Nine wird das Ende des Krieges ausgelassen gefeiert – wobei dabei angesichts der bevorstehenden Abschiede auch einiges an Melancholie mitschwingt. Miles O'Brien wird nämlich in Kürze mit Keiko und ihren Kindern zur Erde aufbrechen, um an der Sternenflottenakademie zu unterrichten. Worf wurde zum Botschafter der Föderation auf Qo'noS ernannt. Und Odo wird in den Gamma-Quadranten fliegen, um die große Verbindung zu heilen. Doch bevor all dies geschieht, muss Benjamin Sisko eine letzte große Heldentat vollbringen: Denn Winn Adami hat mit Hilfe von Dukat die Pah-Geister in den Feuerhöhlen erweckt. Um Bajor – und die Propheten – zu retten, muss der Abgesandte seine Bestimmung erfüllen…

Denkwürdige Zitate: "I am happy for you."
"That's a relief."
"But I am going to kill him."
(Worf erlaubt sich zum Abschluss doch tatsächlich nochmal einen Scherz.)

"All right, I'll prepare some food. Nobody should die on an empty stomach."
(Milas – nur bedingt aufmunternde – Worte.)

"I wish you hadn't done that. That was Weyoun's last clone."
"I was hoping you'd say that."
(Garak vergießt wegen Weyouns Tod offensichtlich keine Träne.)

"You may win this war, Commander, but I promise you, when it is over, you will have lost so many ships, so many lives, that your victory will taste as bitter as defeat."
(Die warnenden Worte der Gründerin an Kira.)


Review: Episodenbild (c) CBS Bei der klassischen Serie musste man ja leider auf ein richtiges Serienfinale verzichten – vielmehr verabschiedeten sich Kirk, Spock, Pille & Co. mit einer ganz gewöhnlichen (und noch dazu sehr schwachen) Folge, nämlich "Gefährlicher Tausch". Bei TNG wusste man im Vorfeld immerhin schon, dass es sich bei "Gestern, Heute, Morgen" um das Finale der Serie handeln würde. Dafür ging man einerseits zum Pilotfilm zurück, und andererseits in eine ferne (mögliche) Zukunft. Das Ergebnis war zwar eine wunderbare Zelebrierung der Serie, und ein überaus schöner und berührender Abschied (und für mich insgesamt auch bislang mit Abstand das beste Finale einer "Star Trek"-Serie) – da jedoch zu dem Zeitpunkt schon das erste Kinoabenteuer mit der TNG-Crew geplant war, war am Ende letztendlich alles wieder wie gewohnt. Wie einem generell auffällt, dass sich der Status Quo im Verlauf der sieben Staffeln kaum geändert hat. "Das, was du zurückläßt" war nun das erste Mal, dass ein Serienfinale zugleich auch wirklich als Abschluss der Geschichte gedacht war. Eben dies merkt man dem DS9-Finale auch an – und genau darin sehe ich dann letztendlich auch dessen größte Stärke.

Hauptverantwortlich für diesen Eindruck ist sicherlich, dass sich die DS9-Crew am Ende der Episode in alle Himmelsrichtungen verstreut (im Gegensatz zur TNG-Besatzung, die am Ende am Pokertisch zusammensitzt). Odo kehrt zu seinem Volk zurück, um dieses zu heilen. Worf wird zum Föderations-Botschafter auf Qo'noS ernannt, Miles nimmt eine Stelle an der Sternenflottenakademie an, und Benjamin… aber dazu später noch. Sprich: Am Ende ist nichts mehr so, wie es davor war. Das sticht zweifellos schon mal positiv hervor. Zusätzlich verstärkt wird der Eindruck des Abschlusses einer großen, epischen Geschichte durch die am Ende bei den diversen Verabschiedungen eingestreuten Rückblenden, die noch einmal einen schönen Überblick über ihre Abenteuer, und auch die (meisten) wichtigsten Entwicklungen, geben. Sehr schön war grundsätzlich (abseits der musikalischen Untermalung; aber auch dazu später) auch die Szene, wo sie alle im Holodeck nochmal zusammenkommen, und Sisko sich, ohne es zu diesem Zeitpunkt zu wissen, von ihnen verabschiedet. Doch es sind natürlich nicht nur die persönlichen Geschichten – auch die fortlaufende Handlung rund um den Krieg mit dem Dominion erfährt hier einen packenden und gelungenen Abschluss. So gibt es relativ zu Beginn noch einmal eine ordentliche, große, und wirklich spektakuläre Raumschlacht zu genießen (zwar alles CGI, aber extrem hochwertig – und paradoxerweise auch besser als später bei ENT; lediglich über einen Gastauftritt der Enterprise-E bei dieser alles entscheidenden Schlacht hätte ich mich halt schon gefreut). Danach rücken dann die bedrückenderen Elemente in den Mittelpunkt, als das Dominion aus Rache für den Verrat der Cardassianer damit beginnt, ihren Planeten in Schutt und Asche zu legen – sowie dem Tod zuerst von Garaks alter Freundin, und später dann Damar, der hier für seine Heimat das größtmögliche Opfer bringt. Hier lässt uns "Deep Space Nine" wieder einmal die Schrecken und den Preis des Krieges nicht vergessen – was dann auch mit der Szene zwischen Sisko, Ross und Martok, wo erstere beide sich angesichts der Verwüstung und der zahlreichen Todesopfer weigern, auf diesen "Sieg" anzustoßen, noch einmal schön verbildlicht wird.

Episodenbild (c) CBS Und noch einen weiteren Preis für den Sieg gibt es: Um die Gründerin davon zu überzeugen, aufzugeben, musste Odo ihr versprechen, zur großen Verbindung zurückzukehren. Dies bedeutet auch, dass es hier für ein weiteres DS9-Paar – zumindest vorerst – kein Happy End gibt (auch wenn eine spätere Rückkehr Odos natürlich nicht ausgeschlossen ist). Sowohl dies, als auch der Abschied zwischen Ben und Kasidy, sowie Miles und Julian, beschert "Das, was du zurückläßt" so manchen berührenden Moment – wobei es mir paradoxerweise eine amüsante Szene eigentlich am meisten angetan hat, nämlich, wenn Kira, Damar & Co. weil sie vor der verschlossenen Tür stehen in Gelächter ausbrechen. Das war einfach ein so ein schöner, menschlicher Moment. Und doch, ihr merkt es schon an meiner Wertung: Rundum glücklich war ich mit "Das, was du zurückläßt" leider nicht. Das beginnt schon bei den gerade erwähnten Abschieden, die in dieser Folge allesamt aus dem Nichts kommen. Ein vorletztes Mal bediene ich jetzt nochmal den Vergleich mit "Babylon 5", und erwähne, dass sich dort die Crew zwar auch in den letzten Episoden auflöste, eben dieser Prozess jedoch schon viel früher begann, und teilweise über mehrere Folgen hinweg schon angekündigt wurde. Dass hier auf einmal so viele Abschiede aus heiterem Himmel kommen, wirkt schon ein bisschen konstruiert. Hätte man nicht zumindest Miles' neuen Posten früher mal ansprechen können? In "Extreme Maßnahmen" hätte sich dafür doch eigentlich die ideale Gelegenheit geboten.

Der nächste Kritikpunkt ist sehr subjektiv, ich weiß. Weil objektiv kann ich natürlich absolut nachvollziehen, und finde es bis zu einem gewissen Grad sogar gut, dass auch Vic Fontaine hier zu einem letzten Auftritt kommt. Ob es einem gefällt oder nicht, er war in den letzten zwei Staffeln eine wichtige Präsenz. Aber: Ich kann mit ihm, und mehr noch seinen Songs, halt leider so überhaupt nichts anfangen. Weshalb die mit "The Way You Look Tonight" untermalte Szene nicht einfach nur die gewünschte emotionale Wirkung bei mir verfehlte, sondern mich vielmehr doch leider eher wieder genervt und gestört hat. So schön die Rückblenden insgesamt auch waren, aber auch diese waren nicht perfekt. Denn dass bei Worf alles rund um Jadzia rausfehlt, fällt halt schon sehr unangenehm auf. Klar kann man jetzt sagen, wenn Terry Farrell nicht ihre Zustimmung dazu gab, ihre früheren Szenen zu verwenden, können die Produzenten auch nichts machen. Als Zuschauer sind aber halt letztendlich die Gründe dafür egal; es fällt störend auf, dass mit Jadzia der wichtigste Part von Worfs DS9-Handlung in den Rückblenden ausgespart wird. Vielleicht hätte man unter diesem Gesichtspunkt somit bei ihm doch besser darauf verzichtet? Der Showdown mit Dukat geht dann auch etwas überhastet vonstatten. Mal abgesehen davon, dass die Episode aufgrund des Schnitts das Gefühl vermittelt, Winn und Garak hätten in den Feuerhöhlen mehrere Tage verbracht (warum sich diesen Teil der Geschichte nicht für die zweite Hälfte aufheben, und damit bis nach dem Abschluss des Dominion-Krieges warten?), ging das alles dann doch ziemlich flott. Sisko empfängt eine Nachricht der Propheten, ist keine (Film-)Minute später in den Feuerhöhlen, tauscht ein, zwei Worte mit Dukat, und schon stürzen beide ins Feuer. Womit wir dann auch schon beim letzten und zugleich größten Kritikpunkt angelangt wären: Die mangelnde Konsequenz. Hätte sich Sisko hier wirklich mit Garak in den Tod gestürzt, oder wäre nun für immer zu einem Propheten geworden, der seine leibliche Existenz hinter sich lassen muss, wäre das nicht nur ein hochdramatisches und berührendes Finale, sondern auch ein wunderschöner Abschluss seiner persönlichen Geschichte gewesen. Doch eben dazu hat leider der Mut gefehlt. Als Ergebnis daraus kündigt Sisko seine Rückkehr förmlich schon an, und raubt dieser Wendung damit viel an emotionaler Wirkung. Zum nun wirklich allerletzten Mal (nicht zuletzt, weil's halt zugleich auch sehr schön meine Gedanken zur Serie insgesamt zusammenfasst): Das hat "Babylon 5" besser gemacht.

Fazit: Episodenbild (c) CBS "Das, was zu zurückläßt" war das erste Finale einer "Star Trek"-Serie, welches das Gefühl vermittelte, die Geschichte der Serie auch wirklich abzuschließen. Dies gilt nicht nur für die fortlaufende Handlung rund ums Dominion, die in der zweiten Staffel langsam eingeführt wurde, sondern auch die persönlichen Geschichten der Figuren – verlassen doch einige von ihnen zum Ende der Serie nun die Station. Durch die Rückblenden wird dies ebenso noch einmal verdeutlicht, wie das letzte gemeinsame Zusammentreffen in Vic's Club. Der Krieg gegen das Dominion wird zudem einerseits auf spektakuläre (die Raumschlachten waren wieder einmal allererste Sahne) und andererseits auch dramatische und nachdenkliche Art und Weise abgeschlossen, wobei neben dem Tod von Damar vor allem auch die Szene mit Sisko, Ross und Martok inmitten der Trümmer Cardassias hervorstach. Jedoch: Etwas früher hätte man den Abschied einiger Figuren, insbesondere von Miles, ruhig ankündigen dürfen. Auf Vics neuerlichen Auftritt hätte ich persönlich ebenfalls verzichten können. Dass Jadzia in Worfs Rückblenden nicht vorkommt, war für mich schon ein großer Störfaktor. Der Showdown zwischen Sisko und Dukat verlieft dann doch etwas überhastet. Vor allem aber ging eben dieser doch etwas mutlos vonstatten. Anstatt die Serie mit Siskos tragischem Heldentod ausklingen zu lassen, macht man dann doch noch einen Rückzieher, und lässt ihn im Gespräch mit Kasidy seine Rückkehr quasi schon ankündigen. Hier mangelte es einfach an der letzten Konsequenz. Insgesamt bietet "Das, was du zurückläßt" aber einen schönen, zufriedenstellenden, und sowohl dramatischen als auch berührenden Abschluss einer insgesamt doch etwas durchwachsenen Serie, der es für mich leider nur sporadisch gelingen wollte, ihr volles Potential auszuschöpfen, und aus dem großen Schatten von "Babylon 5" hervorzutreten.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS/Paramount)




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